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    Lohrheim

    Hund hetzt 13 Schafe in den Tod – Hinweise gesucht

    Entsetzen herrschte bei Jens-Peter Kohn und seinem Vater Werner, als sie zu ihrer Schafherde kamen: 13 von den 100 Tieren wurden am Montag tot aufgefunden. Die Schafe waren auf einem abgezäunten Bereich auf dem Leybruch (Gemarkung Lohrheim) in der Nähe des Kalkwerks Schaefer zu finden, wo sie der Landschaftspflege dienen.

    Am Montagmorgen wurden die 13 getöteten Schafe abtransportiert. Ihre Artgenossen grasen friedlich weiter auf dem Gelände des Leybruchs.
    Am Montagmorgen wurden die 13 getöteten Schafe abtransportiert. Ihre Artgenossen grasen friedlich weiter auf dem Gelände des Leybruchs.
    Foto: privat

    Von unserem Redakteur Andreas Galonska

    Den Haltern der Vierbeiner wurde schnell klar, dass ein frei laufender Hund die Schafe in den Tod getrieben haben muss. "Die Schafe müssen unglaublich in Panik gewesen sein", erklärt Jens-Peter Kohn, der zusammen mit seinem Vater in Niederneisen einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb leitet. Die Schafe werden von den Kohns als Hobby gehalten. Zum Teil wurde ihnen bei dem Hundeangriff der elektrisch geladene Zaun zum Verhängnis, der bei einer normalen Berührung die Tiere nicht verletzt.

    Wegen des Hundes haben sich aber manche Schafe so sehr im Zaun verheddert, dass sie nicht mehr zurückweichen konnten. "Die Tiere sind regelrecht zu Tode gehetzt worden", meint auch Steffen Loos, Diplom-Geologe bei Schaefer Kalk. "Die Schafe der Kohns sind der Idealfall für unsere Maßnahmen zur Renaturierung", hebt Steffen Loos hervor. In Zusammenarbeit mit Naturschützern entstehen auf früheren Steinbrüchen Biotope mit großer Artenvielfalt. Für die Anstrengungen zur Förderung nachhaltiger Projekte ist die Firma Schaefer Kalk mit Preisen ausgezeichnet worden.

    "Das Ordnungsamt weiß über die Lage Bescheid. Es wird aber nicht kontrolliert, ob Hunde frei herumlaufen, obwohl sie das nicht dürfen", kritisiert Jens-Peter Kohn. Für ihn und seinen Vater steht fest, dass bei der Todeshatz ein Hund im Spiel gewesen sein muss. Ein Wildschwein hätte den Zaun durchbrechen müssen, den ein Hund problemlos überspringen kann. Noch am Sonntag ist die Herde auf dem Leybruch von einem Mitarbeiter der Firma Kohn besucht worden. Die Angriffe durch den Hund müssen sich daher am Abend oder in der Nacht zum Montag ereignet haben.

    "Es hat hier schon öfters Schwierigkeiten mit Hundehaltern gegeben", berichtet zudem Jens-Peter Kohn. "In dem Fall hört man immer die Standardsprüche wie ,Der will aber nur spielen' oder ,Der macht doch nichts'", ergänzt Steffen Loos. "Durch solche Aktionen wird das Nachhaltigkeitsprogramm zum Teil kaputt gemacht", hält Steffen Loos fest.

    Neben der Wut über die genauso sinnlos wie qualvoll verendeten Tiere kommt ein finanzieller Aspekt hinzu. Die getöteten Schafe waren rund 1200 bis 1300 Euro wert.

    Für Hinweise, die zur Ermittlung des Hundehalters führen, setzt Werner Kohn eine Belohnung von 300 Euro aus. Hinweise können an die Polizei in Diez unter Telefon 06432/6010 gerichtet werden.

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