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Rhein-Lahn

Hochwasser von Lahnstein bis Braubach: Pegel am Rhein sinken wieder

Karin Kring

Die Hochwasserlage am Rhein soll sich ab Montag zusehends entspannen. Die Einsatzkräfte hatten die Lage am Wochenende an Rhein und Lahn stets unter Kontrolle.

In Lahnstein, wo sich aufgrund des Moselrückstaus aus Koblenz und dem Lahnzufluss besondere Hochwassersituationen ergeben könnten, gab es am Sonntagnachmittag zwar noch keine Entwarnung, aber Entspannung war in Sicht: Am frühen Montagmorgen rechnet man mit dem Scheitelpunkt des Hochwassers. Bis dahin aber stieg die Flut noch um ein bis zwei Zentimeter pro Stunde, sodass etliche Straßen insbesondere am Rhein- und Lahnufer gesperrt werden mussten. Mit rund 60 Einsatzkräften sorgten Feuerwehr, THW, DRK, Polizei und Ordnungsamt für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Bevölkerung. Durch regelmäßige Lagebesprechungen und Kontrollfahrten hatte man die Lage genau im Blick. Wer nicht mehr trockenen Fußes aus dem Haus kam, wurde mit dem Hochwasserboot abgeholt und wieder nach Hause gebracht, in zahlreichen Straßen in Ufernähe wurden zudem Stege gebaut. Bereits seit Anfang der Woche hatte man mit den Vorbereitungen begonnen, um für alle Fälle gewappnet zu sein.

B42 überflutet

In der Verbandsgemeinde Loreley von Braubach bis Kaub hat das Hochwasser am Wochenende einen vergleichsweise glimpflichen Verlauf genommen. Die Freiwilligen Feuerwehren und die Anwohner hatten sich gut vorbereitet und die Lage stets im Griff. Am Sonntag war die B42 in fast allen Ortschaften überflutet und musste gesperrt werden. Im Laufe des Montags werden die Feuerwehren aber voraussichtlich schon wieder alle Stege abbauen und mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Laut dem stellvertretenden Wehrleiter der Verbandsgemeinde Loreley, Jörg Preißmann, verliefen die Einsätze der örtlichen Feuerwehren ruhig und planmäßig. Das langsam steigende Hochwasser habe die Arbeit erleichtert: „Wir waren auf alles vorbereitet und haben das Nötige getan“, erklärte Preißmann. Doch schon am Sonntagnachmittag war klar, dass die Einsätze wegen der nur noch schwach steigenden und bald sinkenden Pegel nicht mehr ausgeweitet werden müssen. Wo immer es erforderlich war, hatten die Feuerwehren Stege aufgebaut, damit die Anwohner zu ihren Häusern gelangen können. Durch die niedrig gelegene Altstadt von St. Goarshausen ging es nur noch mit dem Boot. Auch die Unterführung der B 274 stand unter Wasser, sodass der ansonsten geschlossene Bahnübergang in Betrieb genommen werden musste. Einige Autofähren mussten ihren Betrieb während des Hochwassers zeitweise einstellen. In St. Goarshausen war stattdessen die Personenfähre „Felix“ als Ersatz unterwegs.

Lage an der Lahn weiter entspannt

Die Lage an der Lahn hat sich entspannt. „Wir sind schon wieder unter sechs Meter am Pegel Kalkofen“, so Gunnar Gramsch, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nassau. „Das ist für uns totale Entspannung.“ Erst ab sieben Metern werde es kritisch. Feuerwehreinsätze wegen des Hochwassers seien also nicht nötig gewesen. Doch vorbereitet war man in Nassau, genau wie in der Nachbarverbandsgemeinde Bad Ems: „Wir hatten schon die Sandsäcke gefüllt“, sagt Carsten Reifert, stellvertretender Wehrleiter der VG Bad Ems. Wäre das Wasser noch 10 bis 20 Zentimeter höher gestiegen, wären die Sandsäcke in Nievern zum Einsatz gekommen – inklusive Stegen für die Häuser nahe am Fluss. So blieb es für die Einsatzkräfte beim Beseitigen von Schlamm. Auch für den Hochwasserfall in Miellen war die Feuerwehr vorbereitet. Doch umsonst hat sie keine Sandsäcke gefüllt. Die Säcke wurden weiter nach Lahnstein gegeben. „Die können das gerade besser gebrauchen“, so Reifert. Auch aus der VG Nastätten kam Unterstützung für Lahnstein: Vier Kräfte halfen in der Feuerwehreinsatzzentrale aus. „Damit die mal Pause machen konnten“, erklärt Stefan Wöll, Wehrleiter der VG Nastätten. Zudem wurden zwei Pumpen an die VG Loreley verliehen.

Von Karin Kring, Andreas Jöckel und Cordula Sailer

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