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    Globus will noch länger in Lahnstein bleiben

    Der Globus im Herzen Lahnsteins besteht seit 38 Jahren. Das soll auch so bleiben, denn das Warenhaus zieht täglich 5000 bis 10.000 Kunden aus der ganzen Region an.

    Von unserem Redakteur Tobias Lui

    Auch wenn Historiker die Augen verdrehen: Der Globus, mitten in der Stadt gelegen, prägt das Stadtbild optisch nicht weniger, als die alt ehrwürdige Burg Lahneck auf der Höhe. 
    Auch wenn Historiker die Augen verdrehen: Der Globus, mitten in der Stadt gelegen, prägt das Stadtbild optisch nicht weniger, als die alt ehrwürdige Burg Lahneck auf der Höhe. 
    Foto: Tobias Lui

    Lahnstein. In diesem Jahr war der 11.11. nicht nur für alle Karnevalisten etwas Besonderes, sondern auch für ein Gebäude, das seit fast vier Jahrzehnten prägend für das Stadtbild von Lahnstein ist: Denn der Globus steht bereits seit 38 Jahren im Herzen der Innenstadt, am 11. November 1976 wurde das Warenhaus eröffnet. Im Gespräch mit unserer Zeitung äußert sich der neue Geschäftsleiter Martin Siebert zur wirtschaftlichen Situation und zur Zukunft des Standorts Lahnstein, an dem rund 400 Menschen beschäftigt sind.

    Nach 38 Jahren findet man den Globus also noch immer in der Brückenstraße. Optisch zwar verändert und vor allem deutlich größer als ursprünglich geplant (unter anderem ist das Getränkecenter hinzugekommen), zieht das Warenhaus täglich 5000 bis 10...000 Kunden aus der ganzen Region an. Dafür werden Woche für Woche rund 200.000 Faltblätter verteilt, bis kurz vor Limburg sind alle Haushalte mit den Angeboten des Branchenriesen vom Rhein-Lahn-Eck versorgt. "Wir werden hier keinesfalls weggehen", entgegnet der neue Geschäftsleiter Martin Siebert zuletzt kursierenden Gerüchten, die Globus-Gruppe würde sich nach der Eröffnung des neuen Marktes in Koblenz-Bubenheim perspektivisch von der Lahn verabschieden. Ein Weggang wäre allerdings auch wirtschaftlich fragwürdig, immerhin investierte die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in einen Anbau und die Umgestaltung der Verkaufsbereiche.

    Geschäftsleiter Martin Siebert: "Wir werden hier keinesfalls weggehen."
    Geschäftsleiter Martin Siebert: "Wir werden hier keinesfalls weggehen."
    Foto: Tobias Lui

    Dennoch muss sich auch der erfolgsverwöhnte Großmarkt – die Filiale gehört noch immer zu den umsatzstärksten der Gruppe in Deutschland – durchaus auf neue Herausforderungen einstellen, wie Siebert erklärt. Der 53-Jährige hat am 1. Juni die Nachfolge des langjährigen Geschäftsleiters Wolfgang Tapprich angetreten und scheint nach fünf Monaten angekommen zu sein. "Die Gegend und die Menschen hier gefallen mir", sagt Siebert, der seit mehr als 30 Jahren im Handel tätig ist.

    Mit der wirtschaftlichen Bilanz seiner ersten Monate hier ist der neue Geschäftsleiter, zuvor in gleicher Funktion an einem anderen Standort tätig, zufrieden. "Wir liegen über den Planzahlen für dieses Jahr", berichtet Siebert. Was nicht unbedingt zu erwarten war, schließlich wurde Ende September der 10 000 Quadratmeter große Globus-Neubau an der B 9 in Koblenz eröffnet. Unmittelbar danach habe man kurzzeitig durchaus einen Umsatzrückgang gespürt, gibt der 53-Jährige unumwunden zu. "Aber das ist doch normal, die Leute sind neugierig und schauen sich etwas Neues an." Seit drei Wochen aber spiele der neue Markt für den Standort in Lahnstein so gut wie keine Rolle mehr, versichert der Manager. "Im Gegenteil: Wir wachsen." Gerade der neue Gastronomiebereich sorge derzeit für Rekorde, aus diesem Grund werde man hier für die Projekte Sushitheke und Salatbar auch bald neues, zusätzliches Personal einstellen.

    Derzeit beschäftigt das Lahnsteiner Warenhaus rund 400 Mitarbeiter, die Zahl soll noch steigen. Die Ziele, die sich das Unternehmen mit dem Umbau vor zwei Jahren gesetzt hat, seien voll erfüllt worden, versichert Siebert. "Doch es gibt immer neue Herausforderungen." So entsteht derzeit im Gewerbepark Hermsdorfer Straße mit einem Rewe-Markt, einem Kik-Bekleidungsmarkt, einem Matratzenmarkt und einem Zoomarkt neue Konkurrenz. "Natürlich freut uns das nicht gerade, aber wir stellen uns dem Wettbewerb", erklärt Siebert. Für die kommenden Jahre kündigt er weitere bauliche Tätigkeiten an: So sollen Parkdeck und Parkplatz saniert werden. "Wir werden den Parkbereich auch optisch aufwerten", verspricht der neue Chef.

    • Unternehmensgeschichte: Die Ursprünge der Globus-Gruppe gehen ins Jahr 1828 zurück: Damals gründete Franz Bruch ein Handelshaus im saarländischen St. Wendel, wo noch heute die Zentrale des Unternehmens sitzt. 1865 wurde das Handelshaus in einen Kolonialwarenladen umgewandelt, mit Produkten aus der ganzen Welt. 1905 baute Joseph Karl Bruch die Firma zur Großhandlung aus, zunächst wurde noch per Pferdekutsche geliefert. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Globus ab 1949 zum modernen Verbrauchermarkt, in dem die Kunden in Selbstbedienung einkaufen können. Das erste SB-Warenhaus in Homburg-Einöd wurde 1966 gegründet. Ab 1980 setzte Thomas Bruch, der Ururenkel des Firmengründers, die Tradition fort. In seiner Zeit stieß man in zusätzliche Geschäftsfelder vor und expandierte europaweit.

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