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    Geschäftsführer im Gespräch: Zschimmer & Schwarz in Lahnstein will größer werden

    Zschimmer & Schwarz, mit mehr als 500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber Lahnsteins, hat eine lange und erfolgreiche Firmengeschichte – und eine mit Seltenheitswert: Denn das Unternehmen befindet sich seit Gründung 1894 durchgehend im Besitz von zwei Familien. Mit Wolfgang Nowak konnte nun ein neuer technischer Geschäftsführer gewonnen werden, der jahrelang in von Familien geprägten Unternehmen gearbeitet hat.

    Das Stammwerk von den Zschimmer & Schwarz vor den Toren Braubachs beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Für Logistik und Verwaltung benötigt man dringend Flächen zur Erweiterung – nach der Entwidmung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes gibt es nun die Möglichkeit dazu. Foto: Zschimmer & Schwarz
    Das Stammwerk von den Zschimmer & Schwarz vor den Toren Braubachs beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Für Logistik und Verwaltung benötigt man dringend Flächen zur Erweiterung – nach der Entwidmung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes gibt es nun die Möglichkeit dazu.
    Foto: Zschimmer & Schwarz

    „Wir werden weiter ein Familienunternehmen bleiben“, versichert Nowak, der neue Geschäftsführer des weltweit agierenden Chemieunternehmens, im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine zweite, für Lahnstein noch wichtigere Botschaft: Der Standort in der Max-Schwarz-Straße, an dem sich seit 1959 der Hauptsitz befindet, ist sicher.

    Am 1. Februar trat Wolfgang Nowak die Nachfolge von Erhardt Fiebiger an, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Seit 37 Jahren ist Nowak in verantwortlicher Position in der chemischen Industrie – Lahnstein soll die letzte Station in seinem Berufsleben werden. „Eine sehr spannende Station“, findet der 57-Jährige, der zuletzt bei der Altana-Gruppe beschäftigt war und nun in Niederlahnstein ein neues Zuhause gefunden hat.

    Nur durch Weiterentwicklung und Expansion könne man in der schwierigen Chemiebranche auf Dauer erfolgreich sein, glaubt der Manager. „Nur wer innovativ ist, ständig an den eigenen Produkten arbeitet, kann überleben“, umschreibt er das Erfolgsgeheimnis des Familienunternehmens, das seit 1990 fast permanent auf Expansion setzt. Heute sind vier der sieben Säulen von Zschimmer & Schwarz in Lahnstein angesiedelt. In den Geschäftsbereichen Leder-, Faser-, Keramikhilfsmittel sowie Care Specialities ist knapp die Hälfte der Belegschaft in Lahnstein in der Produktion tätig, die andere Hälfte verteilt sich auf Verwaltung und Entwicklung. Gemeinsam mit den Kunden forsche man an Neuerungen, Verbesserungen. Auch deshalb sei man als Investor so attraktiv, versichert Nowak: „Wir setzen auf den Zukauf erfolgreicher Betriebe, die technologisch zu uns passen, das Portfolio ergänzen und bestenfalls erweitern.“

    Heute ist Zschimmer & Schwarz weltweit in 77 Ländern mit rund 1200 Beschäftigten vertreten – trotzdem sieht man sich auch im 123. Jahr der Firmengeschichte als mittelständiges Unternehmen. „Wir wissen, wo wir herkommen“, versichert Dietmar Clausen, der mit Dr. Martin Haberl die Geschäftsführung komplettiert. Auch wenn man heute eine gewisse Größe erreicht habe, wolle man die Werte eines Familienbetriebs weiter hochhalten – zum Beispiel bei den Themen Personalentwicklung, langfristige Mitarbeiterbindung oder eigene Ausbildung: So bildet Zschimmer & Schwarz Jahr für Jahr im Schnitt 30 junge Leute aus, rund 90 Prozent davon werden anschließend auch übernommen, so die Geschäftsführung. Diese traditionellen Werte wolle man auch in Zukunft aufrecht erhalten. Eine von Nowaks wichtigsten Aufgaben der kommenden zwei, drei Jahre am Standort Lahnstein: Man braucht dringend Platz für eine Erweiterung, die Bereiche Logistik und Verwaltung platzen aus allen Nähten, da man durch den Rhein auf einer Seite arg beschränkt ist.

    Nach der Entwidmung des ehemaligen Güterbahnhofs in unmittelbarer Nachbarschaft haben sich nämlich auch für Zschimmer & Schwarz ganz neue Perspektiven entwickelt: Man hat einen Teil des Geländes von der Bahn erworben und damit die Möglichkeit geschaffen, Verwaltungsgebäude und Platz für Logistikflächen herzustellen. Erste Konzepte gibt es bereits, Details hängen entscheidend davon ab, wie genau die neue Zufahrtsstraße zum Rheinquartier verläuft (die Max-Schwarz-Straße wird verlegt) – und vor allem, wie breit diese Straße wird, schließlich fahren täglich Hunderte Fahrzeuge durch die Max-Schwarz-Straße.

    All diese Dinge werden in den kommenden Wochen Thema in Gesprächen zwischen Nowak, der Stadt Lahnstein und dem beauftragten Planungsbüro sein. „Ich bin sehr optimistisch, dass diese Gespräche Verbesserungen für alle Beteiligten bringen“, sagt der neue Geschäftsführer.

    Von unserem Redakteur Tobias Lui

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