40.000
Aus unserem Archiv
Rhein-Lahn

Gemeinsam an Leitbild für das Obere Mittelrheintal arbeiten

Mit einer Bürgerveranstaltung in Sankt Goar beginnt ein einjähriger Entwicklungsprozess im Oberen Mittelrheintal, der dem Land von der Unesco aufgegeben ist. Mit dem Masterplan Oberes Mittelrheintal sollen die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen im Tal so weiterentwickelt werden, dass sie den Anforderungen des Titels "Welterbe" gerecht werden.

Masterplan für das wunderschönes Mittelrheintal: Es geht um die Zukunft der vom Bahnlärm geplagten und vom Bevölkerungsrückgang bedrohten einzigartigen Landschaft zwischen Koblenz und Bingen. Unsere Luftaufnahme zeigt Braubach und die Marksburg vor den Weiten der Taunushöhen.
Masterplan für das wunderschönes Mittelrheintal: Es geht um die Zukunft der vom Bahnlärm geplagten und vom Bevölkerungsrückgang bedrohten einzigartigen Landschaft zwischen Koblenz und Bingen. Unsere Luftaufnahme zeigt Braubach und die Marksburg vor den Weiten der Taunushöhen.

Wirtschafts- und Tourismusministerin Eveline Lemke betont: „Für mich stehen keine neuen Großprojekte, sondern die kreative Arbeit mit den Verantwortlichen und Engagierten vor Ort im Fokus der Workshops im nächsten Jahr. Das Welterbe ist aber keine kulturhistorische Käseglocke, unter der ein Status-Quo konserviert werden soll. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe verpflichtet vielmehr, die notwendigen strukturellen Veränderungen dieses Lebensraumes von rund 100.000 Einwohnern selbstbewusst und konstruktiv zu gestalten und gleichzeitig die Qualität des Welterbes zu erhalten.“ Das Ergebnis dieses gemeinsamen Diskussionsprozesses soll der Unesco Anfang 2013 vorgelegt werden.

„Was die Unesco zum Welterbe erklärt, besitzt einen außergewöhnlichen universellen Wert, den es zu schützen gilt. Gleichzeitig aber soll das Welterbe auch etwas Lebendiges, Greifbares und Nachhaltiges sein“, unterstrich auch der Welterbe-Beauftragte der Landesregierung, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher. Als Beleg dafür, wie beides auf einen Nenner gebracht werden könne, führte Schumacher die Bundesgartenschau in Koblenz ins Feld. „Nie zuvor wurde so kräftig in die Region und ihre Attraktivität investiert. Mit der Buga hat das Land nicht nur in kultureller, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein deutliches Zeichen für das Obere Mittelrheintal gesetzt und den Weg für dessen Zukunft als modernisiertes Unesco-Welterbe geebnet.“ Am 27. Juni 2002 wurde das Obere Mittelrheintal in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Damit wurde die Einzigartigkeit dieser atemberaubenden Kulturlandschaft zwischen Bingen / Rüdesheim und Koblenz gewürdigt.

Zukünftig wird das Obere Mittelrheintal vor gewaltige Herausforderungen gestellt sein. Neben Strategien zur Bewältigung der Folgen demografischer Veränderungsprozesse wie zum Beispiel Abwanderung und Siedlungsleerstand, werden Themen wie die Lärmbelastung durch den Schienenverkehr sowie Fragen der gezielten touristischen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen, um die Menschen für das Leben oder den Besuch im Tal zu begeistern.

Die Aufforderung des Welterbekomitees der Unesco, einen Masterplan zu erstellen, gibt hierfür einen Rahmen. Der Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal will nach Angaben des Ministeriums einen Diskussionsprozess mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, den Unternehmen und Verbänden sowie den Bürgern vor Ort initiieren. Am Ende des Masterplan-Prozesses soll ein gemeinsames und breit akzeptiertes Leitbild für das Welterbe Oberes Mittelrheintal stehen.

Bad Ems Lahnstein
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
Anzeige
Regionalwetter
Sonntag

7°C - 18°C
Montag

6°C - 17°C
Dienstag

4°C - 17°C
Mittwoch

7°C - 19°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
epaper-startseite