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Obernhof

Feuer auf dem Goethepunkt: Vandalen machen Sanierungsarbeiten zunichte

Unbekannte haben auf dem Goethepunkt Feuer gelegt. Die Verwüstung auf der Aussichtsplattform hoch über Obernhof hat Gemeinderat Heinrich Stritter am Dienstagmorgen entdeckt. Die Vandalen hatten aus einer nahe gelegenen Schutzhütte Holz herausgerissen und auf der Plattform in Brand gesteckt.

Durch ein Feuer auf dem Goethepunkt ist die Aussichtsplattform nicht nur verdreckt worden – auch die neu aufgebrachte Spezialfarbe ist teilweise geschmolzen. Die Interessengemeinschaft, die den Goethepunkt derzeit auf eigene Kosten saniert, schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 1000 Euro.
Durch ein Feuer auf dem Goethepunkt ist die Aussichtsplattform nicht nur verdreckt worden – auch die neu aufgebrachte Spezialfarbe ist teilweise geschmolzen. Die Interessengemeinschaft, die den Goethepunkt derzeit auf eigene Kosten saniert, schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 1000 Euro.
Foto: Heiner Stritter

„Es ist eine Katastrophe“, sagt Stritter, der den Schaden auf etwa 1000 Euro schätzt. Seit einigen Wochen saniert er den Aussichtspunkt mit fünf Mitstreitern. Als „Interessengemeinschaft (IG) Goethepunkt“ hatten die Obernhofer Bürger im August einen Antrag beim Gemeinderat gestellt, die Plattform am Lahn-Wanderweg auf eigene Kosten auf Vordermann bringen zu dürfen. Der gab grünes Licht.

Die Sanierungsarbeiten am Goethepunkt waren fast abgeschlossen. Teils hat die IG selbst Hand angelegt, teils ein Fachunternehmen beauftragt: Die Säulen sind neu verputzt worden, die Plattform hat einen neuen Anstrich bekommen. „Am Dienstag wollte ich anfangen, das Geländer zu streichen“, erzählt Heinrich Stritter. Dabei entdeckte er den Schaden auf dem Betonboden.

„Die Plattform musste wegen der Witterung mit einer Spezialfarbe gestrichen werden“, erklärt Stritter. Durch das Feuer sei die teure Farbe nun aber stellenweise geschmolzen. Das bedeutet nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch zusätzlichen Zeitaufwand. Dennoch soll der neu gestaltete Goethepunkt wie geplant am 31. Oktober eingeweiht werden, betont Stritter. Dass der Aussichtspunkt wieder eine ansprechende Optik hat, ist ihm und der IG Goethepunkt wichtig. Die Bürgergruppe investiert einen vierstelligen Betrag in die Sanierung – das auch aufgrund der Hängebrücke, die die Verbandsgemeinde Nassau am Klettersteig des Lahn-Wanderwegs plant.

„Wenn Wanderer dann über diese Brücke gehen, würden sie auf einen maroden Goethepunkt stoßen“, erklärt Stritter. Dabei gehört der Aussichtspunkt zu den Aushängeschildern Obernhofs. Goethe soll ihn 1772 „Deutschlands schönsten Punkt“ genannt haben – daher auch der Name Goethepunkt. Ob der Dichter das wirklich so gesagt hat, ist ungewiss. Aber dennoch: „Man hat einen fantastischen Ausblick ins Gelbachtal und Lahntal“, schwärmt Heinrich Stritter.

Obernhofs Ortsbürgermeister Karl Friedrich Merz lobt das Engagement der Interessengemeinschaft: „So eine Initiative ist eine tolle Sache, das hat die Gemeindekasse enorm entlastet“, sagt Merz.

Das Goethepunkt-Projekt habe durchaus Vorbildcharakter. „Wenn das fertig ist, hoffen wir, dass das Nachahmer findet.“ Denn auch andere Ecken in der Gemeinde könnten noch verschönert werden. Dass nun Vandalen auf der Aussichtsplattform ihr Unwesen getrieben haben, findet Merz schade. „Die Leute sind ja nicht besonders motiviert, wenn sie etwas auf die Beine stellen und andere machen es kaputt“, so der Bürgermeister. Er hat nun eine Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei gestellt.

Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, die auf dem Goethepunkt ein Feuer gemacht haben, kann sich an Ortsbürgermeister Karl Friedrich Merz oder die Polizeiinspektion Bad Ems unter Telefon 02603/9700 wenden.

Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

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