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Lautert

Empfang in Lautert: Bürger stoßen auf neues Jahr an

Norbert Schmiedel

Sehr gut besucht war der Neujahrsempfang, zu dem Lauterts Ortsbürgermeister Günter Klamp ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte. Direkt zu Beginn sprach Klamp große Worte des Lobes aus an alle Bürger, die sich im Heimatverein, der Feuerwehr, besonders auch dem TTC mit seinen Unterabteilungen oder in sonst einer Weise engagiert hatten, das Dorf lebensfähig und lebenswert zu erhalten.

Auf ein glückliches neues Jahr 2018 stieß Ortsbürgermeister Günter Klamp mit den Gästen des Lauterter Neujahrsempfangs an. Das vergangene Jahr war teils stürmisch – im wahrsten Sinne des Wortes. Klamp erinnerte an Hagelschäden und den vorzeitigen Abbruch des TTC-Zeltlagers.  Foto: Norbert Schmiedel
Auf ein glückliches neues Jahr 2018 stieß Ortsbürgermeister Günter Klamp mit den Gästen des Lauterter Neujahrsempfangs an. Das vergangene Jahr war teils stürmisch – im wahrsten Sinne des Wortes. Klamp erinnerte an Hagelschäden und den vorzeitigen Abbruch des TTC-Zeltlagers.
Foto: Norbert Schmiedel

Lautert zählt inzwischen mehr Einwohner als noch vor einem Jahr: Zum Stichtag 31. Dezember 2016 hatte die Gemeinde 271 Einwohner mit Haupt-, und 9 mit Nebenwohnsitz. Durch Zuzug zählte die Ortsgemeinde Ende 2017 dann 280 Einwohner, davon 11 mit Nebenwohnsitz, vermeldete Klamp. Die Neubürger begrüßte der Bürgermeister namentlich mit einem Weinpräsent. Das Jahr 2017 habe mit Unwägbarkeiten begonnen, erklärte der Ortschef: zuerst die Vogelgrippe, weshalb die Hühner im Stall bleiben mussten, dann Behinderungen durch Eis und Schnee mit Unfällen und Ausfall der Schulbusse zur Freude der Kinder.

Klamp ging auch auf Beschlüsse und Maßnahmen des Gemeinderates ein. Der Haushalt sei mit einem „sehr schönen positiven Ergebnis“ verabschiedet worden. Beim Forsthaushalt sei mit einem Überschuss zu rechnen. Ob der aber nach dem Sturmtief Burglind der vergangenen Woche so hoch ausfallen wird wie berechnet, müsse abgewartet werden.

Die Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus werden durch die Einnahmen nicht gedeckt, womit Lautert nicht alleine dastehe. Auch der Grünabfallplatz belaste die Gemeindekasse. Aus der Gemeindekasse werde für die Jahre 2018 und 2019 je 125 Euro für die Pflege von Kriegsgräbern gespendet, um nicht jedes Jahr nach Freiwilligen zur Sammlung suchen zu müssen. Weitere Ausgaben beschloss der Rat zur Rissebeseitigung in Gemeindestraßen, der Installation eines Defibrillators am Feuerwehrgerätehaus und zum Bau einer Trockenmauer vor dem Anwesen Schenk.

Bei einer Einwohnerversammlung im Juli erhielt der Gemeinderat grünes Licht für den geplanten Ankauf eines Anwesens. Es handelt sich dabei um ein altes Gehöft gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus. Dort sollen eine Bushaltestelle sowie ein Lagerraum für die Ortsgemeinde entstehen, wofür Fördermittel beantragt werden. Die Straßenbeleuchtung soll auf LED-Technik umgerüstet werden, ohne dass die Anlieger belastet werden. Für die K 93 wurde ein Planfeststellungsverfahren in die Wege geleitet, da sie noch in diesem Jahr ausgebaut werden soll. Die Gemeinde verfügt mit dem Anschluss am 3. April über eine schnelle Internetanbindung über das Telekommunikationsunternehmen Inexio.

Für das Gewerbe im Dorf berichtet Klamp über erhebliche Investitionen bei der Firma Michel und über die 60-Jahr-Feier der Firma Erlenbach im Gedenken an den Firmengründer Hans Erlenbach. Bei der Feuerwehr wurden Ralf Sniehotta und Ingo Back mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen bedacht, Dennis Jung zum Feuerwehrmann befördert, und Klaus Bildhauer wurde mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand versetzt. Günter Klamp rief die Jugend des Dorfes auf, sich zum Feuerwehrdienst zu melden, um sie einsatzfähig zu erhalten.

Nicht nur das Dorffest wurde durch ungünstiges Wetter beeinträchtigt, es gab sogar erhebliche Schäden durch Hagel, und das TTC-Zeltlager auf dem Bolzplatz musste vorzeitig abgebrochen werden. Dennoch ergab das Dorffest einen Überschuss von rund 240 Euro, die dem Kindergarten Niederwallmenach gespendet wurden. Im kirchlichen Sektor konnten Goldene, Eiserne und sogar Gnadenkonfirmationen gefeiert werden, zu denen Klamp die Jubilare namentlich erwähnte.

Beim Kinderkirchentag am 2. September im Gemeindehaus Oberwallmenach standen die Kinder mit dem Bau eines kleinen Dorfes im Vordergrund. Die Landfrauen zeigten sich lukullisch aktiv mit einem leckeren Wildgericht im Gemeindehaus. Für die Jagd ist der Pächter Andreas Gruber verantwortlich. Er berichtete über die Jagdsaison und speziell über die Treibjagd am 11. November. Allerdings wären fünf Rehe durch Verkehrsunfälle getötet worden, weshalb er gerade für die unfallträchtige Strecke von Lautert zur Münchenrother Brücke um größte Vorsicht bat. Verbandsbürgermeister Jens Güllering freute sich über das gezeigte „große Engagement“ in der Gemeinde. Bezug nehmend auf deren Finanzlage ging er auf die niedrige Umlagen für die Verbandsgemeinde ein, die „wegen besonders wirtschaftlicher Arbeitsweisen bei 28 Prozent liegt, also unter dem anderer Verbandsgemeinden“.

„Nach all den Turbulenzen, Kriegen und Naturkatastrophen im vergangenen Jahr wünsche ich nun uns allen auch im Namen des Gemeinderates, dass alle gesteckten Ziele und Erwartungen in 2018 in Erfüllung gehen, und den Kranken im Ort wünsche ich eine baldige Genesung. Vor allen Dingen wünsche ich uns allen Gesundheit und Zufriedenheit“, schloss Günter Klamp seine Ansprache und erhob sein Glas auf das Wohl der Gemeinde und seiner Einwohner.

Von unserem Mitarbeiter Norbert Schmiedel

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