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Mittelrhein

Bürgerinitiativen appellieren an Kreistag Rhein-Hunsrück: Mittelrheinbrücke jetzt planen

Andreas Jöckel

Die Bürgerinitiativen, die sich im Mittelrheintal für den Bau einer Brücke einsetzen, appellieren an die Mitglieder des Kreistages Rhein-Hunsrück, in der Sitzung am 12. März für den Start des Raumordnungsverfahrens zu stimmen, und dabei eine kommunale Brücke nicht grundsätzlich auszuschließen. Die Initiativen sind besorgt, dass mit der grundsätzlichen Ablehnung eines kommunalen Bauwerks, wie es Landrat Marlon Bröhr (CDU) und die Spitze der CDU Rhein-Hunsrück fordern, das Projekt Mittelrheinbrücke gestorben sein könnte. Der Rhein-Lahn-Kreis hat einem Planverfahren bereits zugestimmt.

Die Bürgerinitiativen am Mittelrhein fordern vom Kreistag Rhein-Hunsrück, der Planung einer Brücke zwischen  St. Goarshausen-Wellmich und St. Goar-Fellen zuzustimmen – unabhängig von der Trägerschaft.  Foto: Andreas Jöckel
Die Bürgerinitiativen am Mittelrhein fordern vom Kreistag Rhein-Hunsrück, der Planung einer Brücke zwischen St. Goarshausen-Wellmich und St. Goar-Fellen zuzustimmen – unabhängig von der Trägerschaft.
Foto: Andreas Jöckel

Der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) Pro Brücke ist erfreut über das klare Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz, wonach Bröhr das Thema zur Beratung im Kreistag zulassen muss: „Nur wer miteinander über unterschiedliche Positionen spricht, findet tragfähige Lösungen und breite Akzeptanz. Die Mittelrheinbrücke ist ein Gemeinschaftsprojekt.“ Nach der Ankündigung Bröhrs, gegen das Urteil Berufung einzulegen, fordert BI-Vorsitzender Bernd Zorn aus Auel: „Es darf nicht noch mehr wertvolle Zeit verloren werden. Es geht um das wichtigste Infrastrukturprojekt für die Menschen am Mittelrhein. Da müssen persönliche Eitelkeiten hintenan stehen.“

Die BI erwartet von den gewählten Kreistagsmitgliedern, dass sie bei den anstehenden Beratungen in Simmern zur Mittelrheinbrücke Verantwortung zeigen, und den Weg freimachen für den schnellstmöglichen Start des notwendigen Raumordnungsverfahrens, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Die endgültige Entscheidung, ob eine kommunale Brücke oder Landesbrücke gebaut wird, hänge nicht vom initiierten Raumordnungsverfahren ab. Dazu Bernd Zorn: „Die Planungen zur Mittelrheinbrücke müssen endlich weitergehen. Die Frage der Trägerschaft kann getrennt vom zwingend zu durchlaufenden Verfahren betrachtet werden.“ Wenn dann auch noch ein aktuelles Verkehrsgutachten vorliege, könne man anhand von Fakten entscheiden und müsse „nicht aus dem Bauch heraus“ die Baulast beurteilen.

Auch das Bündnis Kulturlandschaft Romantischer Rhein bittet in einem Schreiben an alle Mitglieder des Kreistages Rhein-Hunsrück, am 12. März den Weg für die Brücke zu ebnen. „Wir sind der Meinung, dass eine schnelle Realisierung der Mittelrheinbrücke der Region, den Gewerbetreibenden, den Gastronomen, den Touristikverbänden und Geschäften allgemein, ob nun links oder rechts des Rheins, einen enormen Aufschwung bescheren würde“, heißt es in dem Schreiben. In Gesprächen mit Gastronomen und anderen Geschäftstreibenden in Oberwesel und St. Goar habe der Vorstand erfahren, dass viele der Inhaber mit großer Sorge in die Zukunft schauen. Ein Weinhaus in Oberwesel sei im Winter geschlossen und öffne danach nur zum Wochenende, weil es sich in der Woche nicht mehr lohnt. Andere Geschäfte wiederum müssten wegen mangelnden Umsatzes ganz schließen. Und so könne sich dieser Abwärtstrend in den folgenden Jahren fortsetzen, wenn sich nichts Einschneidendes in der Mittelrheinregion verändere. „Wir sind fest davon überzeugt, dass sich dies mit dem Vorhandensein einer festen Rheinquerung, sprich Brücke, ändern würde.“

Ebenso geht das Bündnis in dem Schreiben davon aus, dass sich der Touristen- und Besucherstrom nach Fertigstellung der Brücke enorm steigern wird, auch weil diese Brücke etwas Einmaliges am Mittelrhein wäre: „Die Brücke wäre nicht nur ein Segen für die Orte links und rechts des Rheins.“ Auch die Rhein-Höhengemeinden wie Urbar, Werlau, Damscheid, Niederburg könnten laut Bündnis von einer Brücke langfristig und nachhaltig profitieren. Auch eine von Erfolg gekrönte Buga 2031 sei ohne das Highlight Mittelrheinbrücke nicht vorstellbar.

Das Bündnis appelliert zum Abschluss: „Sehr geehrte Damen und Herren, was Sie am 12. März im Kreishaus mitbestimmen, ist wegweisend und sehr entscheidend für unsere Heimat.“ aj

Mehr Informationen über die Bürgerinitiative Pro Brücke gibt es im Internet unter der Adresse www.probruecke.de

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