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    PrathBrandstiftung in Prath: Polizei fasst mutmaßlichen Täter

    Einen mutmaßlichen Brandstifter hat die Polizei in der Gemarkung von Prath gefasst. Da der Mann offenbar unter einer psychischen Störung leidet, wurde er zur Behandlung ins Krankenhaus nach Lahnstein gebracht. Für weitere Taten soll er nicht verantwortlich sein.

    Brandstiftung in Prath: Polizei fasst mutmaßlichen Täter
    Am Sonntagabend brannten mehrere Hundert Strohballen am Waldrand in der Gemarkung Prath.
    Foto: Polizei

    Bereits am vergangenen Sonntagabend brannten gegen 20.30 Uhr etwa 300 Strohballen, die in der Nähe des Waldrandes bei Prath gelagert waren. Im Rahmen der Ermittlungen zur Brandursache konnte festgestellt werden, dass beim Eintreffen der Feuerwehr eine männliche Person von der Brandstelle geflüchtet war. Mithilfe einer Personenbeschreibung wurde eine Nahbereichsfahndung eingeleitet. Diese verlief aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und des weitläufigen Geländes jedoch zunächst ohne Erfolg. Die Schadenshöhe kann derzeit nicht genau beziffert werden, dürfte jedoch beträchtlich sein.

    Polizeihubschrauber macht Verdächtigen ausfindig

    Am Montagmorgen gegen 6.35 Uhr wurde über die Rettungsleitstelle erneut ein Brand in der Gemarkung Prath gemeldet. Noch in Sichtweite der ersten Brandstelle brannten erneut einige Strohballen. Diesmal konnte die noch vor Ort befindliche Feuerwehr den Brand schnell löschen, sodass der entstandene Schaden deutlich geringer ausfiel. Auch diesmal wurde wieder eine männliche Person gesehen, die sich schnell vom Brandort entfernte. Erneut wurde unter Einbeziehung des Polizeihubschraubers eine Nahbereichsfahndung eingeleitet. Der Helikopterbesatzung gelang es, die fragliche Person aus der Luft ausfindig zu machen, sodass der Mann durch eine Streife festgenommen werden konnte. Es handelt sich um einen 25-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen aus Kamp-Bornhofen. Der Mann, der zunächst einen verwirrten Eindruck machte, wurde für weitere Maßnahmen zur Dienststelle nach St. Goarshausen gebracht. Obwohl er sich auf Deutsch und Englisch mit den Beamten verständigen konnte, weigerte er sich, Angaben zu den Vorfällen zu machen.

    Verdacht auf eine psychische Erkrankung

    Im Verlauf der Befragung verstärkte sich der Eindruck, dass der Verdächtige unter einer psychischen Erkrankung leiden könnte. Deshalb wurde ein Arzt zur Untersuchung hinzugezogen. Nach Abschluss der Untersuchung wurde der Festgenommene zur Behandlung ins Krankenhaus in Lahnstein eingeliefert. Die Ermittlungen hinsichtlich der Zurechnungsfähigkeit des Tatverdächtigen dauern noch an. Ob der Mann für weitere Brandstiftungen verantwortlich sein könnte, erscheint den Ermittlern beim derzeitigen Kenntnisstand eher unwahrscheinlich. Dennoch soll auch diese Möglichkeit noch detailliert geprüft werden.

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