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Bettendorf

Börse in Bettendorf: Mineralien funkeln wie Märchenschätze

Karl-Heinz Wolter

Mineraliensammler von nah und fern haben sich zu Armin Wilhelm und seinem Mineralien- und geologischen Freimuseum nach Bettendorf in der Nastätter Straße 18 aufgemacht. Sie kommen aus den Dörfern des Blauen Ländchens ebenso wie aus dem Hunsrück und der Eifel, aber auch aus entfernteren Regionen Deutschlands wie dem Erzgebirge, dem Pfälzer Wald und dem Ruhrgebiet.

Etwa 30 Sammler edler Steine und Fossilien haben ihre Schätze im Mineralien- und geologischen Freimuseum Bettendorf ausgestellt. Bereits zum dritten Mal haben Armin Wilhelm und seine Frau die Börse organisiert. Das Museum besteht schon weit länger – es feiert dieses Jahr 40. Geburtstag.  Foto: Wolter
Etwa 30 Sammler edler Steine und Fossilien haben ihre Schätze im Mineralien- und geologischen Freimuseum Bettendorf ausgestellt. Bereits zum dritten Mal haben Armin Wilhelm und seine Frau die Börse organisiert. Das Museum besteht schon weit länger – es feiert dieses Jahr 40. Geburtstag.
Foto: Wolter

Sie schauen interessiert und fasziniert auf das, was dort von mehr als zwei Dutzend Sammlern auf dem Hof im Freien und im Museum ausgestellt worden ist. Es glänzt dort in allen Farben, schimmert in Blau, Grün und Gelb, glitzert und funkelt, als wären es Schätze aus dem Märchenreich. Die Mineralien zeigen sich als edle Steine und wunderbare Kristalle. Vor vielen Millionen Jahren haben sie sich in der Tiefe der Erde gebildet und sind mit der Magma bei den Vulkanausbrüchen nach oben gelangt oder auch mit den sich verformenden Gesteinsschichten an die Oberfläche gekommen.

Zudem gibt es Fossilien zu bewundern, das sind die vorzeitlichen Versteinerungen von Pflanzen und Tieren, Zeugnisse unserer Erdgeschichte und also sehr, sehr alt. Eine junge Frau mustert mit einer Lupe ein kleines Insekt, das in einen honiggelben Bernstein eingeschlossen ist, so deutlich zu erkennen wie vor 55 Millionen Jahren in dem Regenwald an der heutigen Ostseeküste. Andere sind noch viel älter. Eine Welt der Wunder tut sich dem Besucher auf. „Ein schmuckes Museum auf dem Land“ hat eine Fachzeitschrift für Mineraliensammler diesen Ort genannt. Armin Wilhelm und seine Frau haben diesen Mineralien- und Fossilientag in diesem Jahr zum dritten Male ausgerichtet. Gleichzeitig feiert das Geologische Freimuseum Geburtstag. 1978 wurde es als erstes seiner Art in Rheinland-Pfalz eingerichtet.

Die Wilhelms haben zur Vorbereitung auf diesen Tag viel Zeit und Mühe verwandt; Familienmitglieder, Freunde und Sammlerkollegen wie Thomas Emmerich aus Geisig, haben den beiden dabei geholfen. Die Bewirtung hat die Chorgemeinschaft Obertiefenbach/Bettendorf übernommen. Es gibt Spießraten, Bratwürste und Bier und zur Kaffeezeit Kuchen und Torte.

Der Chor wird später zu Mittagszeit mit seiner Dirigentin Viola Förster einige Lieder vortragen. Auch eine von Horst Christ aus Oelsberg gestaltete Präsentation von Makro-Fotoaufnahmen, die die Mineralienbilder ganz nahe heranholt, zieht die Besucher an.

Die Gäste wollen die Exponate selbstverständlich anschauen, bewundern, tauschen und kaufen, doch nicht nur das. Sie wollen miteinander sprechen und fachsimpeln, sich Ratschläge holen, Empfehlungen geben und Erlebnisse und Geschichten zu ihren schönen Funden und Besitztümern erzählen. Wie Armin Wilhelm. Seinen Erstfund, einen Quarzkristall, habe er beim Kartoffelsetzen in Bettendorf im Frühjahr 1968 gemacht. Dann habe er von der Leidenschaft für das Mineraliensammeln nicht mehr lassen können.

Wilhelm steckt mitten unter den Besuchern und wird oft angesprochen. Er gibt Auskünfte zu den Exponaten und erklärt und erläutert die näheren Umstände der Funde, kaum dass er währenddessen dazu kommt eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen, das seine Frau, ihn am Ärmel zupfend, ihm hinschiebt.

Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Wolter

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