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    Arbeiten und Budget im Plan: Loreley sucht Investor für Park und Gastronomie

    VG Loreley. Der Kultur- und Landschaftspark auf der Loreley kommt planmäßig voran. Dabei geht es nicht nur um die eigentlichen Bauarbeiten für den Park, sondern auch um die künftige Bewirtschaftung inklusive Gastronomie und Parkplätzen sowie der Konzeption einer Ausstellung, die künftige Besucher an den Mythos Loreley und die Rheinromantik heranführt.

    Der historische Gebäudeteil der ehemaligen Jugendherberge wird zum Eingangsgebäude mit Gastronomie. Für Umbau und Bewirtschaftung wird ein Investor gesucht. Die Bauarbeiten gehen dieser Tage unter anderem mit der Pflasterung des verschlungenen Mythenpfads weiter.  Foto: Andreas Jöckel
    Der historische Gebäudeteil der ehemaligen Jugendherberge wird zum Eingangsgebäude mit Gastronomie. Für Umbau und Bewirtschaftung wird ein Investor gesucht. Die Bauarbeiten gehen dieser Tage unter anderem mit der Pflasterung des verschlungenen Mythenpfads weiter.
    Foto: Andreas Jöckel

    Ein Investor, der in Eigenregie die Gastronomie im historischen Gebäudeteil der ehemaligen Jugendherberge ausbaut und samt Parkplätzen und Landschaftspark auf dem Loreley-Plateau betreibt – das wäre die Königslösung, die die Verbandsgemeinde Loreley als Eigentümer anstrebt. Ungefähr 1,5 Millionen Euro müsste dieser Investor in die Hand nehmen. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der VG-Rat einstimmig, dies auszuschreiben. Vergeben werden soll eine Dienstleistungskonzession für das Besucherzentrum Loreley einschließlich der Gastronomie, Freianlagen und Parkplätzen sowie für das Gastronomiegebäude, das auch als Eingangsgebäude für den Kultur- und Landschaftspark dient. Dabei können sich im Rahmen dieses zweistufigen Ausschreibungsverfahrens nicht nur Interessenten für das „Gesamtpaket“ melden, sondern auch einzeln für die Gas- tronomie oder den Parkplatz oder den Landschaftspark.

    Geht die Rechnung auf?

    Potenzielle Investoren werden gesichtet, mit den geeigneten wird verhandelt. „Drin“ sein sollte dabei per Bauverpflichtung der Ausbau des Gastronomiegebäudes. Außerdem hat der Bewerber einen geeigneten Nachweis zu erbringen, dass er in der Lage ist, die voraussichtlichen Baukosten zur Erfüllung der Bauverpflichtung zu finanzieren. Ob die Rechnung aufgeht? „Wir schauen, was der Markt hergibt“, sagte Werner Groß (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley. Die Alternative: Die Verbandsgemeinde baut selbst die Gastronomie aus und sucht dann einen Pächter. Doch diese Variante ist aus Sicht der Verwaltung nicht nur für die VG weniger attraktiv, auch für den künftigen Investor wäre es sicher reizvoller, die Umgestaltung des Gebäudes selbst mitzuplanen. Mike Weiland, SPD, betonte: „Die Verbandsgemeinde ist mit der Ausschreibung auf dem richtigen Weg.“

    Felsspitze wird ab 6. November komplett gesperrt

    Die Außenhülle des Ausstellungsraums ist fast fertig. Dieser wird in die verengte Schlucht als Durchgang zur Aussicht eingepasst. Foto: Kevag Telekom
    Die Außenhülle des Ausstellungsraums ist fast fertig. Dieser wird in die verengte Schlucht als Durchgang zur Aussicht eingepasst.
    Foto: Kevag Telekom

    Zum Sachstand der mit 5 Millionen Euro vom Bundesbauministerium aus einem gesonderten Topf für Welterbestätten bezuschussten Bauarbeiten auf dem Loreley-Plateau gab Tourismusreferent Armin Schaust einen ausführlichen Sachstandsbericht: „Die Maßnahme liegt im Zeit- und im Budgetplan.“ Der Neubau der ehemaligen Jugendherberge wurde abgerissen. Die Felsschlucht als Durchgang zum Hauptaussichtspunkt, an dem sich der direkte Strahlenweg vom Eingang her sowie der verschlungene Mythenpfad treffen, wird weiter verengt und ausgebaut. Auch die Außenhülle des dortigen Ausstellungsraums steht vor der Fertigstellung. Mit den Pflasterarbeiten auf dem Mythenpfad soll in den nächsten Tagen begonnen werden. Im Herbst wird außerdem die Kreisstraße zum ehemaligen Berghotel zurückgebaut. Mithilfe eines zweiten Baukrans werden einige Aussichtspunkte erstellt, weshalb die Felsspitze ab 6. November für den Besucherverkehr vollständig gesperrt werden muss. Es gibt dann zwar noch einen Aussichtspunkt, der über die Treppe vom Biergarten (Freilichtbühne) her erreicht werden kann, aber leider nicht barrierefrei ist.

    Noch kein Geld für Kristalle

    Diskussionen gibt es nach wie vor um die vom Wettbewerbssieger Werkteam-Loreley ursprünglich geplanten fünf Kristalle auf Ausstellungsräumen entlang des Mythenpfades. Schon die Jury hatte nach dem europaweiten Wettbewerb in ihrer Beurteilung angemerkt: „Die Kristalle sind hinsichtlich Anzahl/Standort, Funktion und Inhalt zu hinterfragen.“ Planer, Projektsteuerung und Verwaltung halten es zur Eröffnung des Kultur- und Landschaftsparks im Frühjahr 2019 für ausreichend, zunächst nur einen Ausstellungsraum an der Schlucht anzubieten und diesen mittelfristig auf dem Dach mit einem Kristall zu zieren. Dieser wäre dort vom Tal aus nicht sichtbar und damit voraussichtlich welterbeverträglich. Für die inhaltliche Gestaltung werden Vorschläge von Ausstellungsmachern eingeholt. Wo die anderen Kristalle geplant waren, sollen mit landschaftsplanerischen Elementen „mythische Plätze“ entstehen.

    Doch auch die Finanzierung des einen Kristalls ist noch offen. Die Kosten werden auf mehr als 1 Million Euro geschätzt, wofür die VG 90 Prozent Landeszuschuss beantragen müsste. SPD-Fraktionschef Weiland hält das für zu teuer und kündigt die Ablehnung seiner Fraktion an. VG-Bürgermeister Groß sieht aber keinen Zeitdruck und betont, dass man die „Tür zu den Kristallen“ nicht zuschlagen sollte: „Der Park und die weitere Umgebung auf dem Plateau werden ohnehin noch weiter entwickelt werden müssen“, spielte der VG-Chef auf weitere Projektbausteine bis zur Buga 2031 an.

    Von Michaela Cetto und Andreas Jöckel

    Hotelpläne werden separat weiterentwickelt

    Für den Bau eines Hotels in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kultur- und Landschaftspark wurde im Dezember vergangenen Jahres ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor Nidag geschlossen.

    Dieser beinhaltet zahlreiche Fristen, die der Investor unter Androhung von Vertragsstrafen einhalten muss. Unter anderem hat die Nidag nach Inkrafttreten des Bebauungsplans sechs Monate Zeit, um einen ersten konkreten Entwurf für die Gestaltung des Hotelkomplexes vorzulegen, der in einem Workshop unter der Leitung von Professor Markus Neppl von der Bundesstiftung Baukultur hinsichtlich der welterbeverträglichen Einpassung in die Landschaft überprüft wird.

    Außerdem muss die Nidag einen Bauantrag innerhalb von 36 Monaten nach Inkrafttreten des Bebauungsplans stellen. Sobald die Baugenehmigung erteilt wurde, soll das Hotel innerhalb von 48 Monaten bezugsfertig sein. Bislang wurde der Bebauungsplan jedoch noch nicht abschließend veröffentlicht. Die Fristen laufen also noch nicht. aj

    Livecam auf der Loreley-BaustellePlanung der Kristalle auf dem Loreley-Plateau: Wird der Park auch funkeln?Ganzjährige Anlaufstelle auf dem Plateau: Loreley-Touristik will sich neu ausrichtenFotos: Der neue Park auf der Loreley kommt voranStadtrat vergibt Aufträge: Loreley-Freilichtbühne wird neu bepflanztweitere Links
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