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    Wehbach

    Zwei Eichen an der K 94: Wehbach sieht Gefahr für Fußgänger

    Auf einer Strecke von 50 Metern ist ein Gehweg in Wehbach unterbrochen, ehe er weiterführt und letztlich auf den Radweg nahe der Rentei mündet. Zwei Eichen auf diesem Abschnitt lassen es nicht zu, dass der Fußgängerweg verlängert wird. Wehbachs Ortsvorsteher Bruno Schumann, sein Stellvertreter Jochem Horn und Kirchens Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen sagten im Gespräch mit der RZ: „Die Kreisverwaltung stellt sich quer und möchte die Bäume an der K 94 nicht fällen.“

    Foto: Sabrina Rödder

    Von unserer Reporterin Sabrina Rödder

    Es ist 16.30 Uhr. In der vergangenen halben Stunde sind circa 60 Fahrzeuge über die Koblenz-Olper-Straße in Wehbach gerauscht. Das macht zwei Autos, Busse oder Lkw pro Minute, die zur Gefahr werden können - zur Gefahr für die Fußgänger und Radfahrer, die den Gehweg aus Richtung Ortskern in Richtung Junkernthal nutzen. Denn auf einer Strecke von 50 Metern ist der Gehweg unterbrochen, ehe er weiterführt und letztlich auf den Radweg nahe der Rentei mündet. Auf diesem Abschnitt stehen zwei "Störenfriede": Die beiden Eichen an der K 94 lassen es nicht zu, dass der Fußgängerweg verlängert wird. Oder liegt das Problem an einer ganz anderen Stelle?

    Über das Rätsel klären Schumann, Horn und Hundhausen auf: Die Kreisverwaltung zeige sich uneinsichtig, sagen sie im Gespräch mit der RZ. Landespfleger der Unteren Naturschutzbehörde hätten nach mehreren Ortsbesichtigungen gesagt, dass die beiden Bäume stehen bleiben müssen, schließlich seien diese gesund. "Fußgänger können sich doch daran vorbeischlängeln."

    Sich vorbeischlängeln - das versucht auch Anwohner Klaus Weil mehrmals am Tag, wenn er mit seinem Hund Gassi geht. Und einmal passierte es dann: Der Wehbacher musste einem Lkw ausweichen und fiel eine Böschung herunter. Mit dem Ergebnis, dass er mehrere Verletzungen am Bein davontrug. So wie jener Lkw fahren auch die meisten anderen Fahrzeuge, die von der Umgehungsstraße in die Koblenz-Olper-Straße einbiegen, dicht am Fahrbahnrand vorbei. Denn eine Rechtskurve drängt sie nach außen - genau dorthin, wo die 50 Meter Asphalt für die Fußgänger fehlen.

    Nicht nur Klaus Weil, sondern auch andere Dorfbewohner wie Lydia Selbach sind stocksauer. Denn die beiden Bäume, sagt sie, würden über die Sicherheit der Menschen gestellt. Bei der letzten Ortsbesichtigung mit der Unteren Naturschutzbehörde am 8. Juni bekam Ortsvorsteher Schumann dann die unglaublichste aller Aussagen zu hören: "In Deutschland passieren so viele Unfälle, bei denen Menschen tot bleiben. Deswegen kann nicht jeder Baum gefällt werden."

    Der scheinbar passendste Lösungsvorschlag seitens der Kreisverwaltung: die Bäume stehen lassen und den Gehweg querfeldein bis zum Radweg verlängern - vorbei an den Häusern. Eine Idee mit unnötigem Aufwand und zu hohen Kosten, sagt Andreas Hundhausen. Außerdem sei das Gefälle an dieser Stelle zu groß. Das würde zu einem zu hohen Unterhaltungsaufwand führen - anders als schlicht und einfach den Gehweg direkt an der K 94 um 50 Meter zu verlängern. Diese Maßnahme würde zudem in den Straßenerhaltungsplan passen, denn hier sei ja nicht die Rede von immensen Summen. Auch würde Wehbach Ausgleichsmaßnahmen für die beiden Bäume schaffen, falls sie gefällt würden. Er sagt: "Es ist an der Zeit, dass sich Landrat Michael Lieber zu diesem Thema positioniert."

    Kreisverwaltung sieht kein Erfordernis, die Bäume zu fällen

    Christina Held, Pressesprecherin der Kreisverwaltung, gab auf Nachfrage der RZ an, dass derzeit mehr Gründe vorliegen, die beiden Bäume nicht zu fällen. Bereits drei Landespfleger der Unteren Naturschutzbehörde hätten sich 2015 und 2016 vor Ort ein Bild gemacht und seien zu dem Ergebnis gekommen, dass die beiden Eichen alt und gesund seien. Außerdem würden sie das Ortsbild Wehbachs prägen. Also sei es ein unzulässiger Eingriff in Natur und Umwelt, da er vermeidbar ist. Die Gründe seitens Kirchen und Wehbach, die beiden Bäume an der Kreisstraße zu fällen, seien zudem nicht belegt: „Der Kreis muss zum Beispiel erst einmal wissen, wie viele Fußgänger dort hergehen und wie viele Unfälle passieren“, sagt Held. „Wehbach ist nicht bereit auf die Vorschläge der Kreisverwaltung einzugehen.“ So führe der Gehweg im Ortskern zum Radweg.

    Altenkirchen Betzdorf
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