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    Siegen/Neunkirchen

    Wolf im Siegerland gesichtet

    Im Siegerland wurde im Bereich Pfannenberg zwischen Siegen und Neunkirchen ein Wolf gesichtet.

    Mit einer Wildkamera aufgenommen wurde ein Wolf im Bereich Pfannenberg zwischen Siegen und Neunkirchen.
    Mit einer Wildkamera aufgenommen wurde ein Wolf im Bereich Pfannenberg zwischen Siegen und Neunkirchen.
    Foto: Umweltministerium NRW

    Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte, dass im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22. Januar eine Wildkamera in einem Waldgebiet einen Wolf festgehalten hat. Geprüft wurden die Bilder durch das „Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland" (LUPUS) in Spreewitz. Zur weiteren Abklärung der Ergebnisse wurden Speichelproben zur Untersuchung an das Labor für Wildtiergenetik des Senckenberg-Institutes in Gelnhausen überstellt, das als nationales Referenzzentrum für genetische Analysen bei Wolf und Luchs auf derartige Nachweise spezialisiert ist. Dort wird nun eine DNA-Analyse vorgenommen. Sollten ausreichend verwertbare DNA-Spuren vorhanden sein, könnten sich aus den Ergebnissen etwa feststellen lassen, ob es sich im Kreis Siegen-Wittgenstein um dasselbe Tier handelt, dass bereits Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke identifiziert wurde. Erst vor einer Woche hatte das NRW-Umweltministerium bestätigt, dass es sich bei den DNA-Spuren, die Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke genommen wurden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf handelt. Es konnte zwar noch nicht endgültig geklärt werden, ob es sich bei diesem Wolf um eine dauerhafte Rückkehr in der Grenzregion zu Niedersachsen oder um ein durchziehendes Tier handelt. Dies werden nun weitere Wolfs-Beobachtungen genauer klären müssen.

    Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben. Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt. Zuletzt überquerte Ende 2009 ein einzelner Wolf aus dem angrenzenden Reinhardswald in Nordhessen einmalig die Grenze von NRW (Kreis Höxter). Hierbei handelte es sich jedoch um ein durchziehendes Tier.

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