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Daaden

VG Daaden-Herdorf steht mit Finanzen glänzend da

Daniel Weber

Die Städte Herdorf und Daaden und die Ortsgemeinden im Daadener Land dürfen sich über eine vorweihnachtliche Bescherung freuen: Die Verbandsgemeinde hat ihren Umlagesatz von 30 auf 25 Prozent für das kommende Haushaltsjahr abgesenkt. Insgesamt rund 365.000 Euro verbleiben bei den zehn verbandszugehörigen Kommunen auf dem Gabentisch.

Noch steht die Realschule plus in Daaden in Trägerschaft der Verbandsgemeinde. Mit dem offenbar bevorstehenden Übergang des Gebäudes auf den Kreis würde der Haushalt der VG spürbar entlastet. Dabei stellt sich deren Finanzlage dank hoher Steuerkraft derzeit schon sehr positiv dar.  Archivfoto: Markus Döring
Noch steht die Realschule plus in Daaden in Trägerschaft der Verbandsgemeinde. Mit dem offenbar bevorstehenden Übergang des Gebäudes auf den Kreis würde der Haushalt der VG spürbar entlastet. Dabei stellt sich deren Finanzlage dank hoher Steuerkraft derzeit schon sehr positiv dar. Archiv
Foto: Markus Döring

Etwas „verschenken“ kann freilich nur, wer etwas auf der hohen Kante hat. In der Tat ist die Entlastung der Städte und Gemeinden über die niedrigere VG-Umlage ohne damit einhergehende Neuverschuldung ein Beleg für die zurzeit äußerst gute Finanzlage an Daade und Heller. Kein Wunder also, dass der Haushaltsplan für 2018 im Verbandsgemeinderat nun einstimmig und bei allgemein gelöster Stimmung verschiedet wurde.

Die Zahlen sprechen für sich: Bei einem Gesamtvolumen von rund 8,5 Millionen Euro steht im Ergebnishaushalt ein Plus von rund 131.000 Euro. Die gute Wirtschaftslage lässt vor allem die Gewerbesteuer sprudeln: Insgesamt verzeichnet die VG Steuereinnahmen von 19,3 Millionen Euro – ein Zuwachs von 1,9 Millionen Euro.

Bescheiden von einem erneut „soliden Etat“ sprach Beigeordnete Anneliese Heß, die die Sitzung in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Wolfgang Schneider leitete, und konstatierte: „Wir nehmen uns nur das, was wir brauchen.“ Tatsächlich „nährt“ sich der Haushalt einer VG von dem, was er sich bei den Städten Ortsgemeinden über die Umlage holt. Hier werde die Verbandsgemeinde auch in Zukunft „Vorsicht, Umsicht und Weitsicht“ walten lassen, versprach Heß: „Wir wollen sparsam und bodenständig bleiben.“

Investiert wird freilich dennoch – und zwar in jenen Bereichen, für die die VG zuständig ist, also vor allem in Schulen, Brandschutz und Verwaltung. Rund 750.000 Euro fließen allein in die Ausstattung und Gebäude der Feuerwehren, davon 140.000 Euro in die Dachsanierung am Feuerwehrhaus in Daaden und je rund 180.000 Euro in neue Fahrzeuge für die Löschzüge Friedewald und Sassenroth. Für das Mittlere Löschfahrzeug der Sassenrother Wehr gilt derzeit allerdings noch ein Sperrvermerk. Hintergrund ist, dass es dort offenbar noch weiteren Investitionsbedarf gibt. Der Rat, so hieß es, wolle sich zunächst einen Überblick verschaffen und hierzu den Bedarfsplan abwarten, der im Frühjahr fertig sein soll. Aus den Fraktionen kam jedoch das klare Signal, dass die Sassenrother ihr neues Fahrzeug bekommen werden.

Investiert wird ferner in eine neue Bachverrohrung in Derschen (100.000 Euro), in eine Zentralheizung für die Asyl- und Obdachlosenunterkunft in Herdorf (75.000 Euro) und nicht zuletzt natürlich auch in die Grundschulen: Neben diversen kleineren Maßnahmen stehen in Daaden und Biersdorf (beide Schulen in Trägerschaft der VG) sowie Weitefeld und Herdorf (jeweils in eigener Trägerschaft) auch größere Vorhaben an, die jedoch beim Kreis für das von Bund und Ländern finanzierte Kommunale Investitionsprogramm 3.0 angemeldet werden sollen. Konkret geht es dabei um barrierefreie Erschließung sowie um Maßnahmen zur energetischen und teils auch allgemeinen Sanierung. In Daaden kommt noch ein Dachausbau und die Errichtung einer Mensa hinzu.

Auch die Realschule plus Daaden findet sich noch im Etat wider; allerdings wird bekanntlich ein Trägerwechsel zum Kreis angestrebt. Wie nun zu vernehmen war, sind die Verhandlungen weit gediehen. Es gehe nur noch um Modalitäten, so Beigeordnete Heß. Sollte die Hermann-Gmeiner-Schule 2018 an den Kreis übergehen, würde für die VG ein Nachtragshaushalt fällig, der sich dann wohl nochmals um einiges positiver darstellen dürfte.

Von unserem Redakteur Daniel Weber

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