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Wissen

Umzug: Realschule plus bereitet sich vor

Nur noch wenige Tage, dann schlägt womöglich das letzte Stündlein des Schulstandortes "Im Kreuztal" in Wissen.

Bald wird der große Schulbau "Im Kreuztal" leer stehen. Schon zuletzt nutzten die verbliebenen sieben Klassen der Marion-Dönhoff-Realschule plus nicht mehr alle Räume. Der künftig kompakte Schulstandort auf dem Altbel bietet aber viele Vorteile, wenngleich noch Sanierungsbedarf besteht. Foto:
Bald wird der große Schulbau "Im Kreuztal" leer stehen. Schon zuletzt nutzten die verbliebenen sieben Klassen der Marion-Dönhoff-Realschule plus nicht mehr alle Räume. Der künftig kompakte Schulstandort auf dem Altbel bietet aber viele Vorteile, wenngleich noch Sanierungsbedarf besteht.
Foto:

Von unserem Redakteur Elmar Hering

Am kommenden Mittwoch beginnt der verbliebene Teil der Marion-Dönhoff-Realschule plus mit dem Umzug auf den Altbel. Noch ist offen, was aus dem stadtbildprägenden Gebäude werden soll, dessen Wurzeln mehr als 110 Jahre zurückreichen (siehe Kasten).

Im Vorfeld des Umzugs gab es eine Fülle von Gesprächen, bei denen nicht nur die optimale logistische Vorgehensweise im Mittelpunkt stand. Hauptansprechpartner war die Kreisverwaltung, denn der Kreis Altenkirchen ist nicht nur Schulträger, sondern auch Besitzer der Immobilie. Darüber hinaus wurde die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eingebunden, ferner Eltern, Busunternehmen und Reinigungsfirmen. Nicht zu vergessen Schüler und sämtliche Bedienstete.

"Ein bisschen Wehmut kommt schon auf", sagt Schulleiter Edmund Mink, "schließlich versprüht das große Gebäude einen gewissen Charme." Ein tränenreicher Abschied ist gleichwohl nicht zu erwarten. Im Gegenteil: "Wir freuen uns alle sehr auf die künftige Situation, wenn nahezu alle Schüler an einem Standort zusammengefasst sind", sagt der Schulleiter. Fast alle deshalb, weil in der gemeinsamen Orientierungsstufe mit dem Kopernikus-Gymnasium (Klassenstufen 5 und 6) auch künftig jeweils ein Jahrgang am Gymnasium und einer an der Realschule plus unterrichtet wird. Auch von den Eltern habe er ein Aufatmen signalisiert bekommen, weil künftig alles unter einem Dach vereint sei.

Gegenwärtig sind in dem Schulgebäude "Im Kreuztal" sieben Klassen untergebracht, zwei der Jahrgangsstufe 10 (zusammen 58 Schüler) und fünf der Jahrgangsstufe 9 (100 Schüler) – also knapp ein Drittel der insgesamt rund 490 Schüler. Sie alle finden ab Februar Platz im erweiterten und teilweise bereits sanierten Schulstandort an der Pirzenthaler Straße (Altbel). Diese Kompaktheit erfreut Schulleiter Mink: "Die pädagogische Arbeit wird übersichtlicher."

Die praktischen Vorteile liegen auf der Hand: Ohne die Aufteilung auf zwei Standorte (Dislozierung) müssen die Lehrer in den Pausen nicht mehr so sehr von A nach B hetzen. Bei einer Entfernung von rund 2,5 Kilometer ist es nachvollziehbar, dass in der Vergangenheit nicht jede Unterrichtsstunde pünkt-lich beginnen konnte. Und wenn zum Beispiel für eine Klasse der Sportunterricht in der Turnhalle auf dem Altbel stattfand, blieben von 90 Minuten oft nur noch 60 übrig. Noch ein Negativbeispiel: "Die Pausenaufsicht war organisatorisch nicht mehr zu bewältigen", sagt der Direktor, "der Leidensdruck war schon groß."

Gerne wären Mink und sein Kollegium schon zu Schuljahresbeginn umgezogen, doch die notwendige Sanierungsetappe am Standort Altbel konnte erst kurz vor Weihnachten abgeschlossen werden. Jetzt ist alles bestens vorbereitet: Am kommenden Mittwoch beginnt ein Umzugsunternehmen damit, Schränke und anderes Mobiliar von unten nach oben zu transportieren. Später folgen Unterrichts- und Verbrauchsmaterialien (etwa aus den naturwissenschaftlichen Fachräumen). Mink: "Wir haben vier Umzugstage eingeplant. Auch einige Schüler werden mit anpacken." Logistische Vorarbeiten sind nicht zu übersehen. Nummerierte Aufkleber auf den Tischen im Lehrerzimmer lassen erkennen, was der Schulleiter damit meint, wenn er sagt: "Es kommt alles mit, was brauchbar ist." Sensible Fracht stellen die neun elektronischen Tafeln (Activeboards) dar, welche von einer Fachfirma transportiert werden.

Danach hat die Realschule noch einen Monat Zeit, um im Schulgebäude "Im Kreuztal" Restarbeiten zu erledigen. "Zum Beispiel müsste im Schularchiv sortiert und aussortiert werden", sagt Edmund Mink.

Keineswegs aussortiert werden die angestellten und externen Kräfte. Ob Hausmeister oder Jobfux, (fast) alle werden künftig am Schulstandort an der Pirzenthaler Straße ihren Einsatzort oder ihren Schreibtisch haben. Einzig für die Schulsekretärin gilt dies nicht ganz, sie wechselt allerdings ans Gymnasium, wo eine Stelle frei geworden ist.

In der Summe bringt der nicht alltägliche Schulumzug also keine Nachteile mit sich. So ändert sich zum Beispiel bei den Schulbussen nichts, da beide Standorte abrechnungstechnisch in der gleichen Entfernungswabe liegen. Allenfalls jene Wissener Schüler, die bislang einen kurzen Fußweg hatten, werden sich ein wenig umstellen müssen, dafür sind andere flotter am Ziel. Und nicht Wenige der Neunt- und Zehntklässler, die bereits ein paar Schuljahre auf dem Altbel erlebt haben, dürften sich, sagt Mink, "auf die alte Heimat freuen".

Altenkirchen Betzdorf
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