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    Rosenheim

    Teilerfolg beim Ringen um Tempo-30-Zone

    Nur ein kleiner Fortschritt für Rosenheim: Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium hat zugestimmt, für einen knapp 100 Meter langen Teilbereich der Ortsdurchfahrt L 286 (Wissener Straße) im Bereich des Kindergartens Tempo 30 anzuordnen

    Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Stettner

    Die Ortsgemeinde hatte eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung für den Abschnitt von der Bergstraße bis zur Volksbank beantragt - ein Bereich mit starken Höhendifferenzen, in dem eine Metzgerei, ein Gasthof, der Kindergarten, die Kirche, eine Bushaltestelle sowie Parkplätze liegen und Kinder, Kirchgänger und Kunden die Straße überqueren. Dies wurde aber von den Behörden abgelehnt.

    Ortsbürgermeister Bernd Mockenhaupt hielt in der Ratsitzung am Montagabend den immer dicker werdenden Aktenordner hoch und gab einen Sachstandsbericht. Nachdem früher schon ein Zebrastreifen abgelehnt worden war, hatten die Rosenheimer Hoffnung in den Gesetzentwurf von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gesetzt, wonach länderübergreifend Tempo-30-Zonen ohne Nachweis eines Unfallschwerpunktes ermöglicht werden sollen - doch das Gesetz ist noch nicht durch.

    Polizei sieht keine Notwendigkeit

    Im Juni hatte es in Rosenheim einen Ortstermin mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez, der Verbandsgemeinde und der Polizeiinspektion Betzdorf gegeben, bei der die Ergebnisse einer verdeckten Geschwindigkeitsmessung sowie die Unfallsituation auf der Wissener Straße erörtert wurden. Die Polizei, so Mockenhaupt, habe keine Notwendigkeit gesehen, die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen. Die Verbandsgemeinde wurde darauf hingewiesen, dass so etwas nur angeordnet werden dürfe, wo es aufgrund der besonderen örtlichen Begebenheiten und Gefahrensituation zwingend nötig sei. In Rosenheim aber lägen keine Auffälligkeiten vor. Ein Tempolimit zur Vermeidung von Gefahren zähle nicht zu den engen Voraussetzungen.

    Der LBM hat nun den Kompromissvorschlag gemacht, 80 bis 100 Meter im Bereich des Kindergartens auf Tempo 30 zu begrenzen, und das Landesverkehrsministerium dem zugestimmt. Daraufhin hat die Verbandsgemeinde den LBM angewiesen, Tempo-30-Schilder im Bereich des Kindergartens aufzustellen. Mockenhaupt hofft, dass die Schilder schnellstmöglich stehen, findet den Kompromiss aber enttäuschend: "Wo wir einen sehr großen Schritt erhofft haben, haben wir einen sehr kleinen gemacht - aber besser als nichts."

    Nächtliche Wettrennen im Ort?

    Dennoch zieht Mockenhaupt in Betracht, einen Gutachter einzuschalten, und im Rat sprach man sich dafür aus, weiter zu intervenieren. Zu den Daten der Geschwindigkeitsmessung merkte der Ortsbürgermeister an: "In meinen Augen gab es nicht zu wenige, die zu schnell fuhren."

    Zur Sicherheit der Kinder schlug ein Ratsmitglied auch einen Schülerlotsen vor und ein Bürger in der anschließenden Einwohnerfragestunde ein Schild, das auf den Kindergarten und Schulkinder hinweist. "Es ist erschütternd, wie auf der Straße gerast wird, obwohl Kinder und ältere Menschen daherkommen", klagte ein unmittelbarer Anlieger.

    Er wies zudem auf nächtliche Wettrennen mit Überholmanövern hin, die dort permanent an Freitagen und Samstagen stattfänden: "Start am Sportplatz, Zeit messen beim Metzger - mit Vollgas auf zwei Außenrädern durch die Kurve. Erschreckend, was da abgeht", fordert er häufigere Polizeikontrollen. Auf dem Parkplatz an der Volksbank sei spätabends auch Radau: "Da wird Musik aufgedreht, gesoffen und gegrölt. Wenn die Drogen nehmen, greifen Kinder eines Morgens in die Nadeln", sieht er als Steuerzahler den Staat in der Pflicht, Ordnung zu schaffen. Mockenhaupt will einen Vermerk an die Polizei geben, auch mal in der Zeit nach 22 Uhr zu kontrollieren.

    Altenkirchen Betzdorf
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