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Betzdorf

SPD, Linke und Grüne stellen in Betzdorf Antrag: Auf Extremwetter vorbereitet sein

Andreas Neuser

Der Starkregen an Fronleichnam vor allem in Betzdorf, Alsdorf und Kirchen hat gezeigt, dass man vor Ort besser auf solche Extremwetter vorbereitet sein sollte. Das verdeutlichte die Linke mit einem Antrag im Verbandsgemeinderat, der im Vorfeld gleich von SPD und Bündnisgrünen mitgetragen wurde. Gestern Abend im Verbandsgemeinderat Betzdorf-Gebhardshain waren sich alle einig, dass gehandelt werden muss. Einstimmig ergeht so ein Prüfauftrag an die Verwaltung, die die Teilnahme an verschiedenen Projekten in Sachen Anpassung an den Klimawandel prüfen soll. Im Nachgang dazu sollte dann auch ein konkretes Projekt in Sachen Schutz vor Extremwetterereignissen angegangen werden. Darüber muss aber zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Nun steht erst einmal der Prüfauftrag an die Verwaltung auf dem Programm. Vor der Ratssitzung am 20. September, verdeutlichte Bürgermeister Bernd Brato, werde man da aber keine Ergebnisse vorlegen können. Brato machte aber bereits im Vorfeld deutlich, dass Maßnahmen in dem Bereich auch Geld kosten werde.

Christian Greb wurde gestern Abend zum Beigeordneten der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain gewählt. Bürgermeister Bernd Brato (links) überreichte die Ernennungsurkunde.  Foto: Andreas Neuser
Christian Greb wurde gestern Abend zum Beigeordneten der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain gewählt. Bürgermeister Bernd Brato (links) überreichte die Ernennungsurkunde.
Foto: Andreas Neuser

Dr. Dominik Düber (Die Linke) stellte den Antrag im Rat noch einmal kurz vor. Dabei verdeutlichte er, dass man vor Ort doch konkret etwas tun könne. Er kritisierte erneut die Aussage von Bürgermeister Brato zu dem Starkregen an Fronleichnam, wo dieser verdeutlicht hatte, dass man bestimmten Dingen machtlos gegenüber stehe. Düber sieht das nicht so. „Wir können eine Menge tun.“ Dazu müsse man auch Geld in die Hand nehmen und später schauen, was uns ein Konzept wert ist. „Der Klimawandel ist nicht mehr weit weg. Er kommt auch bei uns an“, machte Düber deutlich.

Für CDU-Fraktionssprecher Bernd Mockenhaupt ist es ein Prüfauftrag, der Zustimmung bei der CDU finde. Er machte aber auch klar, dass es keinen hundertprozentigen Schutz für die Bürger geben werde.

Zustimmung auch bei der SPD und den Bündnisgrünen, die schließlich den Antrag der Linken mit in den Rat eingebracht haben.

Bernd Becker (SPD) fand, dass diese Diskussionen „eigentlich viel zu spät kommen. Denn in Sachen Klimawandel ist seit Jahren vieles bekannt. Dennoch ist es ganz klasse, dass das jetzt gemacht wird“.

Albert Hüsch (CDU) betonte, dass der Klimawandel bereits im Gange sei. „Aber es war Schicksal, dass dieser Starkregen gerade Betzdorf so stark getroffen hat“, verteidigte er in dem Punkt die Aussage von Bürgermeister Brato.

Aber Hüsch verwies auch darauf, dass man bereits jetzt bestimmte Dinge machen könne. Die Verrohrung der Gewässer zurückbauen, Stauräume für Regenwasser schaffen (Wasser in den Wald ableiten) und auch auf das Hochwasserschutzkonzept des Landes zurückgreifen. „Regenwasser gehört nicht in die Kanäle“, verdeutlichte Hüsch.

Katrin Donath (Bündnisgrüne) fand: „Mit dem Antrag sind wir auf dem richtigen Weg.“ Auch die Bündnisgrüne forderte, die Verrohrung der Bäche rückgängig zu machen.

Josef Mockenhaupt (FWG) freute sich, dass das Thema Folgen des Klimawandels so schnell aufgegriffen wurde. „Es ist Zeit, dass wir beginnen.“

Ebenso stand im Rat die Wahl eines Beigeordneten an. Der bisherige 2. Beigeordnete Thomas Theis (SPD) war am 6. März verstorben. So wurde eine Neuwahl notwendig. Christian Greb (35) erhielt von 26 abgegebenen Stimmen auch 26 Ja-Stimmen. Greb ist Förderschullehrer in Scheuerfeld. Er wohnte früher in der alten VG Betzdorf und nun in der alten VG Gebhardshain. Somit ist er ein ideales Bindeglied im neuen VG-Rat Betzdorf-Gebhardshain. Greb selbst war von dem klaren Ergebnis „beeindruckt“.

Von unserem Redakteur Andreas Neuser

Altenkirchen Betzdorf
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