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    Kirchen/Freusburg

    RZ-Podiumsdiskussion in Freusburg: Mittwoch steigt die heiße Debatte um VG-Chefsessel

    Mittwochabend ab 19 Uhr heißt es im Bürgerhaus Freusburg „Klartext reden“ – dann lädt die RZ zur Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten ein, die am Sonntag, 24. September, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen werden – oder bleiben – wollen.

    Jens Stötzel (parteilos, 44) kämpft nach seiner ersten Amtszeit darum, das Vertrauen der Bürger auch für die nächsten acht Jahre zu bekommen. Auf seinen Sessel im Rathaus Kirchen wollen aber auch Angelika Buske (SPD, 58) und Maik Köhler (CDU, 40). Beide können auf jahrelange kommunalpolitische Erfahrung verweisen; Buske unter anderem als Fraktionssprecherin der SPD im VG-Rat Kirchen sowie im Ortsgemeinderat Friesenhagen; Köhler als Ortsbürgermeister von Mudersbach und Mitglied des Kreistags seit 2004. Alle drei stellen sich den kritischen Fragen von RZ-Redakteur Peter Seel.

    Die Kandidaten, die im Bürgerhaus Freusburg bei der RZ-Podiumsdiskussion zur VG-Bürgermeisterwahl aufeinandertreffen: Angelika Buske (SPD)... Foto: Peter Seel
    Die Kandidaten, die im Bürgerhaus Freusburg bei der RZ-Podiumsdiskussion zur VG-Bürgermeisterwahl aufeinandertreffen: Angelika Buske (SPD)...
    Foto: Peter Seel

    Doch es soll nicht bei einem braven Frage-Antwort-Spiel bleiben, sondern die Kandidaten dürfen sich auch untereinander beharken, wobei vor allem deutlich werden soll, in welchen Punkten sie sich unterscheiden. Ein Abspulen der Wahlkampfbroschüren soll es nicht geben, das Ziel sind klare Aussagen, die den Besuchern der Veranstaltung zeigen, warum sie einen der drei wählen sollten – oder aber eben nicht. Auch die anwesenden Bürger sollen zu Wort kommen. Im letzten Drittel des Abends dürfen sie ihre Fragen direkt an die Kandidaten stellen.

    ... und Jens Stötzel (parteilos). Foto: Peter Seel
    ... und Jens Stötzel (parteilos).
    Foto: Peter Seel

    Zu den Themenkomplexe, um die es gehen soll, gehört sicherlich die bürgennahe Verwaltung. Hier hat sich Stötzel viel Gegenwind eingehandelt, als er die (vom Landesrechnungshof geforderten) Personalkürzungen in den Gemeindebüros vertreten hat. Maik Köhler möchte nun, dass ein Vertreter der VG an jeweils einem Tag der Woche in den Ortsgemeinden vor Ort ist und dort denselben Behördenservice anbietet wie in Kirchen; dazu will er einen „Vereinsmanager“ in Kirchen installieren, der ausschließlich für die Belange der Vereine da ist, am Schnittpunkt von Engagement und Vorschriften sozusagen. Wie will er das finanzieren? Angelika Buske will eine zusätzliche Stelle zur Entlastung der Feuerwehr einrichten – was bedeutet sonst noch für sie bürgernahe Verwaltung? Stötzel sieht die Verwaltung der Zukunft eher übergeordnet, nicht nur in einer Zentralisierung (Stichwort: Tourismus), sondern stärker im Aspekt der interkommunalen Zusammenarbeit, also auch über die VG-Grenzen hinaus: „So können Abläufe optimiert und Steuergelder gespart werden.“

    ... Maik Köhler (CDU) ...
    ... Maik Köhler (CDU) ...
    Foto: Peter Seel

    Auch um die Finanzen wird es gehen: Die CDU, für die Köhler antritt, muss sich nach wie vor den Vorwurf gefallen lassen, trotz mieser Kassenlage einen hauptamtlichen Beigeordneten durchgesetzt zu haben (auch wenn er jetzt mit ihren Stimmen wieder abgeschafft wird). Stötzel muss sich die Frage anhören, ob er nicht mit Rat und Parteien hätte besser kooperieren müssen. Und auch, wenn seine Personalpolitik womöglich Steuergelder gespart hat: Lag es, wie seine Kritiker sagen, an diesem Sparkurs, dass viele Straßenbauprojekte in der VG liegen geblieben sind, weil dem Bauamt das Personal fehlte?

    Es muss auch darum gehen, aus den vergangenen acht Jahren zu lernen, wo es im Rat und im Rathaus immer wieder zu teils bösen Streitigkeiten kam, sodass Stötzel viel Vertrauen eingebüßt hat. Es wird gefragt, wo die Kandidaten die Fehler der Vergangenheit sehen – und wie diese in Zukunft vermieden werden können? Denn dies müsste ja – zum Wohl der VG – auch dann klappen, wenn der Amtsinhaber wiedergewählt werden sollte. Sicher ist: Die Fehler der Vergangenheit hat weder ausnahmslos die eine noch die andere Seite gemacht.

    Übrigens ist fürs leibliche Wohl der Gäste an diesem Abend gesorgt.

    Die Kandidaten schlagen vor...

    Alle drei Kandidaten hat die RZ gefragt, wo sie die fünf wichtigsten Diskussionsfelder sehen. Eine bürgernahe Verwaltung führten alle drei auf. Auch die Rolle der Ortsgemeinden im Verhältnis zur VG ist jedem von ihnen wichtig.

    • Maik Köhler nennt ferner: Vereine, Windkraft, wohnortnahe Bildung (u. .a. Grund-schulstandort Herkersdorf).
    • Angelika Buske nennt die Wirtschaftsförderung (die zur Chefsache wird), medizinische Versorgung in der VG und eine feste Feuerwehrstelle in der Verwaltung.
    • Jens Stötzel nennt Tourismus, Finanzpolitik und Ehrenamt/Vereinsunterstützung.
    Altenkirchen Betzdorf
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