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    Opperzau

    Rätsel um Kopfschuss vor Gericht

    Der Fall ist ebenso spektakulär wie rätselhaft. Der Freund der Ehefrau schießt ihrem Mann ins Gesicht, seine Geliebte hat die Tat mit ihm geplant. Doch warum? Die Scheidung läuft bereits, und Geld ist keins zu erwarten. Der Mordversuch von Karfreitag in Opperzau wird ab dem 28. August verhandelt.

    Opperzau - Der Fall ist ebenso spektakulär wie rätselhaft. Der Freund der Ehefrau schießt ihrem Mann ins Gesicht, seine Geliebte hat die Tat mit ihm geplant. Doch warum? Die Scheidung läuft bereits, und Geld ist keins zu erwarten. Der Mordversuch von Karfreitag in Opperzau wird ab dem 28. August verhandelt.

     


    Es ist nach 22 Uhr abends am Karfreitag, als sich in Windeck-Opperzau eine 41-jährige Einwohnerin aufmacht, um noch einmal mit dem Hund Gassi zu gehen. Sie lässt die Haustür offenstehen. Durch diese Tür tritt kurz darauf ein maskierter Mann. Er geht in das Zimmer, in dem der Hausherr sitzt, schießt ihm in den Kopf. Das 49-jährige Opfer wankt, fällt aber nicht: Die Kugel bleibt dank eines Metallimplantats im Kiefer stecken. Der Täter will noch einmal schießen – Ladehemmung. Er flieht.
    Der Ehemann kann selbst den Notarzt rufen. An seinem Krankenbett wird am nächsten Tag seine Frau festgenommen. Sie soll zusammen mit dem Schützen, mit dem sie eine Beziehung führt, die Tat geplant und auch schon für die Beseitigung der Leiche vorgesorgt haben. Der Täter selbst (44) wird in einer Pension verhaftet.
    Das Paar streitet nicht ab, die Aktion gemeinsam geplant zu haben, wohl aber die Mordabsicht: Der Ehemann sollte lediglich erschreckt werden. Tatsächlich gibt es kein erkennbares Motiv. Die Scheidung war eingereicht, Opfer und Schütze kennen sich nicht, und vom Tod des Ehemanns ist weder ein nennenswertes Erbe noch eine Lebensversicherung zu erwarten. Andererseits: Warum bringt man zum „Erschrecken“ eine scharfe Waffe mit und drückt dann sofort ab?
    Als Angeklagte werden sich der 44-Jährige und seine Freundin vor einer Schwurgerichtskammer des Landgerichts Bonn zu verantworten haben. Zunächst sind sieben Prozesstage vorgesehen.
    Das Opfer des Pistolenschusses kann aufgrund seines Schutzengels als Zeuge gehört werden – der Mann ist sogar wieder arbeitsfähig. Ein Ehemann ist er allerdings dann nicht mehr: Die Scheidung soll noch vor dem Prozessbeginn ausgesprochen werden. Die Frau schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Ihr Pflichtverteidiger im Strafprozess, Jörg Klein aus Wissen, vertritt sie auch als Scheidungsanwalt. Silvia Patt

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