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Daaden/Herdorf

Radwegenetz für die VG Daaden-Herdorf: Über feste Wege und durch alle Orte

Daniel Weber

Das tolle Frühlingswetter der vergangenen Wochen hat zahlreiche Radfahrer hinaus in die Natur gelockt. Auch auf den Höhen und in den Tälern von Heller und Daaden waren viele unterwegs. Zwar gibt es dort einige bei Radlern besonders beliebte Strecken, doch soll in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf auf Sicht hin ein „echtes“ Radwegenetz entstehen. Jetzt befasste sich der neu gebildete Ausschuss für kommunale Entwicklung, Petitionen, Gleichstellung und Inklusion mit dem Thema.

In der VG Daaden-Herdorf sind bereits – wie hier in der Daadener Mittelstraße – einige überörtliche Radwege ausgeschildert. Ziel ist jedoch ein eigenes, attraktives Radwegenetz, das künftig alle Orte und lohnenswerte Punkte zwischen Schutzbach und Emmerzhausen, Herdorf und Nisterberg miteinander verbindet. Mit einem Kriterienkatalog und mithilfe eines spezialisierten Planungsbüros soll dazu nun eine Vorkonzeption erstellt werden.  Archivfoto: Markus Döring
In der VG Daaden-Herdorf sind bereits – wie hier in der Daadener Mittelstraße – einige überörtliche Radwege ausgeschildert. Ziel ist jedoch ein eigenes, attraktives Radwegenetz, das künftig alle Orte und lohnenswerte Punkte zwischen Schutzbach und Emmerzhausen, Herdorf und Nisterberg miteinander verbindet. Mit einem Kriterienkatalog und mithilfe eines spezialisierten Planungsbüros soll dazu nun eine Vorkonzeption erstellt werden. Archiv
Foto: Markus Döring

Ein solches Radwegenetz, das an überregionale Radwege angeschlossen werden soll, hatte die FWG im Verbandsgemeinderat vor einiger Zeit beantragt und argumentiert, man müsse insbesondere Familien, Senioren und Berufspendlern eine attraktive Fahrrad-Infrastruktur bieten.

Das Problem: Noch ist nicht gesichert, ob die Verbandsgemeinde dieses Projekt bis ins Detail umsetzen wird. Denn wie berichtet, war ein anderer FWG-Antrag, nämlich Aufgaben der Tourismusförderung grundsätzlich auf Ebene der VG zu bündeln, in den einzelnen Städten und Ortsgemeinden auf Widerstand gestoßen. Der Verbandsgemeinderat hatte daraufhin beschlossen, dass die VG nur für übergeordnete touristische Einzelmaßnahmen zuständig sein soll.

Ein überörtliches Radwegenetz freilich könnte eine solche Maßnahme sein. Doch dessen Planung, Bau und Unterhaltung kosten Geld, und bevor die Verbandsgemeinde sich diese Aufgabe auf die Schultern lädt, soll auf Basis eines Vorkonzepts im neuen Ausschuss erst mal über mögliche Strecken und die Kosten beraten werden.

Mit dem Vorkonzept wurde das auf Radwege spezialisierte Planungsbüro Hunsrückvelo beauftragt. Um den Planern eine Grundlage zu liefern, haben sich die Stadt- und Ortsbürgermeister bereits mit ihren jeweiligen ortsbezogenen Kenntnissen eingebracht und vorhandene oder potenziell geeignete Radwege auf Karten skizziert. Weitere Ideen werden nachgereicht und daraus dann ein kombinierter Vorschlag gebildet. Im Ausschuss hat man sich darüber hinaus einstimmig auf einen Kriterienkatalog geeinigt. So sollen bei der Vorplanung des Radwegenetzes möglichst folgende Prioritäten Berücksichtigung finden:

  • Das Netz verbindet alle Städte und Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde.
  • Das Netz ermöglicht einen Rundkurs.
  • Das Netz verläuft nur im Ausnahmefall auf klassifizierten Straßen mit Autoverkehr (etwa über die wenig befahrene Kreisstraße nach Mauden).
  • Das Netz bevorzugt befestigte Strecken.
  • Das Netz führt an möglichst vielen Sehenswürdigkeiten der Verbandsgemeinde vorbei.
  • Das Netz stellt Verbindungen zu den überörtlichen Radwegen her.

In der Sitzung wurde auch nochmals verdeutlicht, dass bei der Ausgestaltung eines Radwegenetzes viele Dinge zu berücksichtigen sind. Beispielsweise müssen Gestattungsverträge mit Wegeeigentümern abgeschlossen und besonderen Anforderungen an landwirtschaftlich genutzte Wegeparzellen Rechnung getragen werden. Auch hier wird man auf die Ortskenntnis der jeweiligen Stadt- und Ortsbürgermeister zurückgreifen.

Nach Einschätzung der Ausschussmitglieder hat man mit dem Büro Hunsrückvelo einen kompetenten Partner für das Vorkonzept gefunden. Radexperte Jupp Trauth, hieß es, sei das Gebiet der VG Daaden-Herdorf bestens bekannt, unter anderem durch die Ausweisung der von der Kreisverwaltung konzipierten Radstrecken. Darüber hinaus verfüge man beim Planungsbüro über fundierte Kenntnisse hinsichtlich der Förderkriterien und der Vorschriften für eine ordnungsgemäße Beschilderung.

Von unserem Redakteur Daniel Weber

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