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    Eichelhardt

    Preisverfall setzt sich fort: Für Bauern im Kreis Altenkirchen war 2016 ein Krisenjahr

    Die Bauern im Kreis Altenkirchen hadern mit dem abgelaufenen Jahr. Der sich fortsetzende Preisverfall hat den Landwirten 2016 zu schaffen gemacht.

    Beim Kreisbauernverband sprachen Markus Mille, Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Kreisvorsitzender Georg Groß, Gastredner Marco Weber und Heribert Metternich, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (von links). Foto: Augst
    Beim Kreisbauernverband sprachen Markus Mille, Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Kreisvorsitzender Georg Groß, Gastredner Marco Weber und Heribert Metternich, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (von links).
    Foto: Augst

    766 Landwirte aus dem Kreis sind Mitglied im Kreisbauernverband Altenkirchen und zugleich auch Mitglied im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. 437 Mitglieder sind aktive Landwirte, 271 sind im Ruhestand und 57 sind Fördermitglieder. Im Jahr 2015 waren es noch 782 Mitglieder und vor zehn Jahren 840. Diese und weitere Informationen gab Markus Mille, Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes, bei der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes Altenkirchen im Dorfgemeinschaftshaus in Eichelhardt bekannt.

    Den Rückgang der Mitglieder um neun Prozent in den vergangenen zehn Jahren begründete Mille unter anderem mit der Zusammenlegung von Betrieben. 2016 bezeichnete der Geschäftsführer in mehrfacher Hinsicht als ein Krisenjahr. Nicht zuletzt die Preiskrise und der Kampf um die gesellschaftliche Akzeptanz erschwerten den Landwirten ihren Stand. Pauschale Vorwürfe und Themen von außen wie „Die Landwirtschaft verseucht das Wasser“, „Bauern quälen Nutztiere“ und „Die Landwirtschaft zerstört Böden und vergiftet die Umwelt“ waren ohne Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt immer wieder zu hören.

    Solche beschränkten Wahrnehmungen aufzubrechen und zu einer sachlichen und realistischen Wahrnehmung der Landwirtschaft beizutragen, ist eine wichtige Aufgabe, mit der sich die Bauern und auch die Verbände zusätzlich zu ihrer Arbeit beschäftigen müssen. Mille: „Landwirtschaft ist oft mehr als ein Beruf, sie ist Lebenseinstellung. Insofern gilt es, mit Tatkraft und Weitblick an den Rahmenbedingungen dieser Lebenseinstellung gestaltend mitzuwirken. Der Kreisvorstand und die Geschäftsstelle werden dies auch weiterhin gemeinsam mit Ihnen tun.“

    Eröffnet worden war die Versammlung vom Kreisvorsitzenden Georg Groß aus Dauersberg, der auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßte – unter anderem den Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Heribert Metternich, der in seinem Grußwort vor den immer größer werdenden politischen Eingriffen in die Arbeit der Landwirte warnte und wie Groß gleiche Rechte für alle Bauern in ganz Europa forderte: „Andernfalls führt dies zu immer mehr Wettbewerbsverzerrungen.“

    Kreisvorsitzender Groß sprach auch den Überbestand an Schwarzwild (Wildschweine) in der Region an und forderte zu einer dringenden Regulierung auf. Die Tiere seien eine Gefahr und zerstörten sehr viel. Er kritisierte auch, dass für die Eingliederung der Wolfsrückkehr vom Land zu viel Geld ausgegeben werde. Eigens hierfür wurden sechs Mitarbeiter eingestellt. Weitere Themen waren die elektronische Antragstellung für die Zuschüsse, die Situation der Milchpreise, die angelaufenen Verhandlungen zur Agrarpolitik 2020 und nicht zuletzt die immer größer werdende Rechtsverordnung. Diese wird in keinem Land strenger beachtet als in Deutschland. Als das wichtigste Bindeglied in der Landwirtschaft bezeichnete Groß die Familie. „Sie bietet uns stets Rückhalt und Sicherheit.“

    Zum Thema „Landwirtschaftspolitik in Rheinland-Pfalz – welchen Rahmen brauchen die Bauern für unternehmerisches Handeln?“ referierte Marc Weber, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion. at

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