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    Kreis AltenkirchenNeuer DGB-Chef Bernd Becker tritt für Tariflöhne ein

    Bernd Becker ist neuer Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds im Kreis Altenkirchen.

    Der DGB-Vorstand des Kreises Altenkirchen mit dem neuen Vorsitzenden Bernd Becker (vorne rechts)
    Der DGB-Vorstand des Kreises Altenkirchen mit dem neuen Vorsitzenden Bernd Becker (vorne rechts)
    Foto: Claudia Geimer

    „Der DGB soll im Kreis Altenkirchen weiter eine Rolle spielen. Denn der Kreis hat es nötig." Das sagte der neue DGB-Kreisvorsitzende Bernd Becker in seiner Antrittsrede. Er war bei der Versammlung am Freitagabend in der Bürgergesellschaft Betzdorf einstimmig gewählt worden (die RZ berichtete).Im Kreis sollte weniger über neue Straßen, sondern mehr über attraktive Arbeitsplätze gesprochen werden, forderte Becker. In den Nachbarkreisen des AK-Landes könnten Arbeitnehmer zwischen 10 und 20 Prozent mehr verdienen. „Tariflöhne zahlen und Betriebsräte gründen, das sind die Baustellen für die Arbeitgeber", führte der neue Mann an der Gewerkschaftsspitze aus. In diesem Punkt erfuhr er allerdings Widerspruch von einem Altvorderen. „Betriebsräte zu gründen, das liegt in unserer Verantwortung, das ist unsere Aufgabe. Wir müssen die Arbeitgeber vor die Schienbeine treten", gab der langjährige ehemalige DGB-Kreisvorsitzende Franz Schwarz dem neuen Vorstand in seiner bekannt kämpferischen Art mit auf den Weg.

    Becker begrüßte unter den Gästen auch seinen Parteikollegen, den SPD-Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner, den Kreisbeigeordneten Konrad Schwan und den Beigeordneten der Stadt Betzdorf, Benjamin Geldsetzer. An die Adresse von Mandatsträgern allgemein gerichtet, forderte Becker: „Wenn Politiker Unternehmen besuchen, dann gehören Betriebsräte mit an den Tisch."

    Becker bedankte sich bei dem scheidenden Vorsitzenden Frank Näckel für seine geleistete Arbeit und überreichte ihm ein Präsent. Näckel hatte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert. Sein Nachfolger versprach: „Wir halten immer einen Platz für dich frei." Auch Claif Schminke, Bevollmächtigter der IG Metall, dankte Näckel für die gute Zusammenarbeit: „Du hast mir den Weg geebnet." Er stellte in seinem Grußwort den Ehrenamtlichen im DGB ein gutes Zeugnis aus: „Es ist ein gutes Gefühl, dass man als Hauptamtlicher nicht alleine da steht."

    Sieben von insgesamt acht Einzelgewerkschaften im Kreis Altenkirchen haben Mitglieder in den Kreisvorstand des DGB entsandt. Diese wählen dann aus ihrer Mitte den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter – hier fiel die Wahl auf Ralf Weyrich – sowie den Schriftführer/Geschäftsführer. In diesem Amt wurde Udo Quarz bestätigt. Der DGB im Kreis zählt aktuell rund 11 500 Mitglieder.

    Kreisbeigeordneter Konrad Schwan bot dem neu konstituierten DGB-Vorstand eine gute Zusammenarbeit an. „Wir müssen daran arbeiten, dass vor allen Dingen auch junge Menschen verstehen, wie wichtig Organisationen wie die Gewerkschaft für die Gesellschaft sind", sagte Schwan in seinem Grußwort. Er stelle immer wieder bei Jugendlichen eine „erschreckende" Unkenntnis, was Wirtschaftsleben, Sozialgefüge und Tarifautonomie angehe, fest: „Sie interessieren sich wenig für diese Themen." Er sieht die Gewerkschaften in der Pflicht, dem entgegenzusteuern: „Es ist bedrohlich, wenn das Wissen nicht da ist, denn dann lassen sich Menschen leicht übertölpeln." Schwan erinnerte an die Ereignisse des 9. November 1938. 75 Jahre Reichspogromnacht zeige, wie leicht man Menschen verführen könne. „Deshalb ist Engagement für die Gesellschaft wichtig. Das ist die klare Botschaft dieses Abends."

    Beigeordneter Benjamin Geldsetzer sieht den Deutschen Gewerkschaftsbund tief im Kreis Altenkirchen verwurzelt. „Der DGB ist nah an der Basis", sagte er in seinem Grußwort. Dabei sei ehrenamtliches Engagement nicht mehr selbstverständlich: „Diese Haltung verdient Anerkennung." Er wünschte sich einen aktiven Kreisvorstand – „damit die Gewerkschaft auch im 21. Jahrhundert eine Zukunft hat." (clg)

    Altenkirchen Betzdorf
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