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Kreis Altenkirchen

Negativtrend im Kreis Altenkirchen: 2017 deutlich mehr Sterbefälle als Geburten

Markus Kratzer

2017 konnte das AK-Land 1105 neue Erdenbürger begrüßen. Im gleichen Zeitraum wurden an Sieg und Wied 1598 Menschen zu Grabe getragen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Heißt: Wenn man den Zuzug in und den Wegzug aus dem Kreis außen vor lässt, sank die Zahl der Einwohner im vergangenen Jahr um 493 Personen.

Symbolbild.
Symbolbild.
Foto: dpa

Mit dieser rückläufigen Entwicklung steht der Kreis nicht allein da. In ganz Rheinland-Pfalz gab es 2017 deutlich mehr Sterbefälle als Geburten. So wurden im vergangenen Jahr 37.445 Kinder im Land geboren, rund 18.000 Mädchen und 19.000 Jungen. Im Vergleich dazu starben 47.385 Menschen und damit rund 1500 mehr als 2016. Das Geburtendefizit wuchs laut der Statistik von 8300 im Jahr 2016 auf rund 9900 im darauffolgenden Jahr.

Im Regionalvergleich wurden nach Auskunft aus Bad Ems lediglich in den Städten Mainz und Ludwigshafen mehr Babys geboren, als Menschen starben. In der Landeshauptstadt lag der Geburtenüberschuss demnach bei rund 300, in Ludwigshafen bei 42. Alle übrigen kreisfreien Städte wie auch alle 24 Landkreise wiesen ein Geburtendefizit auf.

Das gilt damit auch für unsere beiden Nachbarkreise. Während im Westerwaldkreis 1736 Neugeborene registriert wurden, starben 2347 Menschen. Im Kreis Neuwied stehen 1672 Geburten 2234 Sterbefälle gegenüber.

Richtig vergleichbar werden die Zahlen aber erst, wenn man die Neugeborenen und die Gestorbenen in Relation zur Bevölkerungszahl setzt. Hier ergibt sich für den Kreis Altenkirchen ein Wert von 8,6 Geburten je 1000 Einwohner. Damit liegt man knapp unter dem Durchschnitt aller Landkreise (8,9) sowie etwas deutlicher unter dem rheinland-pfälzischen Mittel von 9,2. Die Spanne reicht bei den Kreisen von Kaiserslautern (10,1) bis zur Südwestpfalz (8,4). Der Kreis Neuwied (9,2) und der Westerwaldkreis (8,7) rangieren hier vor dem AK-Land. Bei den kreisfreien Städten hat Ludwigshafen mit 11,6 Geburten je 1000 Einwohner die Spitzenposition, Schlusslicht ist hier Pirmasens mit 8,2.

Die Sterberate liegt im Kreis Altenkirchen bei 12,4 Fällen je 1000 Einwohner und damit höher als der Landesdurchschnitt von 11,7. Den höchsten Wert aller Landkreise ermittelten die Statistiker in Birkenfeld mit 14,5 Fällen, den niedrigsten in Germersheim mit 9,6. Bei den Städten ist die Sterberate in Pirmasens (16,8) am höchsten, Mainz erreicht hier mit 9,2 den geringsten Wert.

Aber warum ist die Differenz zwischen Sterbe- und Geburtenrate in den kreisfreien Städten im Schnitt deutlich geringer als im ländlichen Raum? Auch auf diese Frage haben die Statistiker eine Antwort parat. „Ausschlaggebend hierfür ist nicht zuletzt, dass die Wohnbevölkerung in den kreisfreien Städten im Schnitt jünger ist“, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem Städte, in denen Universitäten und Hochschulen beheimatet sind, profitieren in dieser Statistik von einem überdurchschnittlich hohen Anteil an jungen Frauen und Männern, die dort ihren ersten Wohnsitz angemeldet haben.

Von unserem Redaktionsleiter Markus Kratzer

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