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    Nachlese: Von Brückenpanik und feinster Baustellen-Ordnung

    Ordnung muss nun mal sein in Deutschland. Das scheint heute mehr denn je zu gelten. Dass Preußen lebt, zeigt sich zuweilen sogar auf Baustellen. Mehr noch aber legen die Bürger Wert darauf, dass alles haarklein geplant ist, bevor's mit einer Baustelle überhaupt losgeht.

    Peter Seel.
    Peter Seel.

    Panik in Betzdorf: So sieht man jetzt schon überall in Betzdorf die Leute mit kreidebleichen Gesichtern umherlaufen, mit schlotternden Knien und und panisch geweiteten Augen durch die Straßen hetzen: Denn sie haben erfahren, dass im kommenden April die Brücke über die Bahn an der Kreuzung Steinerother Straße/Tiergartenstraße saniert wird, also an der Post – eine der am meisten befahrenen Straßen im ganzen Universum. Die Angst geht um, dass dann in Betzdorf der Verkehrskollaps droht, dass Krankenwagen im Notfall nicht mehr durchkommen und reihenweise Patienten sterben, weil sie nicht rechtzeitig ins Krankenhaus kommen; dass Brände nicht gelöscht werden können, weil auch die Feuerwehr irgendwo an der Steinerother Straße zwischen Bussen, Lkw-Massen und Pkw-Lawinen eingekeilt ist; oder noch schlimmer: dass sich die Betzdorfer auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf um zehn Minuten verspäten könnten! Oder noch schlimmer, der schiere Horror: Dass sie ihren Parkplatz vorm Haus nicht mehr erreichen...

    Doch seien wir mal ehrlich: Wenn die Brücke nicht saniert würde, sie aber eines Tages einstürzt und Menschen unter sich begräbt – dann würden dieselben, die jetzt vorm Verkehrskollaps warnen, sofort schreien: „Warum ist die Brücke nicht rechtzeitig saniert worden??“ Aber keine Angst: Da in Deutschland alles seine Ordnung hat, wird es sicher Umleitungen geben, die das totale Chaos verhindern. Wir müssen halt alle etwas Geduld einplanen, dann werden wir die Bauzeit schon überstehen.

    Stadion für Bürgertreff?

    Dennoch besteht die SPD im Stadtrat darauf, dass der LBM, der den Brückenbau leitet, zuvor eine Bürgerversammlung einberuft, wo er selber die Betzdorfer auf das Grauen vorbereitet, das ihnen mit der Baustelle droht. Da dies ja offenbar alle Bewohner der Region brennend interessiert, schlage ich vor, die SPD beantragt auch gleich, dass der LBM das Molzbergstadion anmietet, damit auch wirklich all die Besorgten einen Platz bei der Versammlung finden. Immerhin hat ja allein Betzdorf rund 12.000 Einwohner! Und deshalb sollte im Stadion dann auch eine Großleinwand aufgestellt werden, auf der man auch aus der 123. Reihe noch jedes Detail des Bauplans genau sehen kann.

    Ein Anblick, den man gerne sieht: Die Bagger steh'n in Reih' und Glied. So geschehen in Altenkirchen.  Foto: Heinz-Günter Augst
    Ein Anblick, den man gerne sieht: Die Bagger steh'n in Reih' und Glied. So geschehen in Altenkirchen.
    Foto: Heinz-Günter Augst

    Bagger in Reih' und Glied

    Und dann werden die Bürger auch schön darauf achten, dass die Baustelle stets aufgeräumt ist. Das Musterbeispiel einer ordentlichen Baustelle präsentierte die Firma Schäfer und Schäfer am Sonntag auf dem Marktplatz in Altenkirchen. Eigens für den Besucherstrom der „Herbstfashion“ hatte sie einen Teil ihres Fuhrparks, der während der Sanierung der Fußgängerzone im Einsatz ist, fein säuberlich in Reih' und Glied aufgestellt. Ein tolles Bild der Firma Schäfer und Schäfer. Da machte die Mode richtig Spaß.

    Models blieben trocken

    Ordnung herrscht auch beim Aktionskreis: Da legte Mitglied Claudia Asbach während der 9. Altenkirchener Herbstfashion auf dem Schlossplatz am Sonntag selbst Hand an. Kurz vor der Modenschau entfernte die fleißige Geschäftsfrau aus der Fußgängerzone mit einem Gummibesen die letzten Wasserpfützen auf dem Laufsteg. Somit konnten die Models die neuesten Modetrends trockenen Fußes und ohne die Gefahr, nass zu werden, zeigen.

    Altenkirchen Betzdorf
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