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Derschen/Friedewald

Marode K 109: Derschen schreibt an den Landrat

Es soll ja Straßen geben, die werden auch nach jahrelangem Jammern und Fluchen nicht besser. Zu diesen gehört augenscheinlich auch die K 109 zwischen Derschen und Friedewald. Erst vor wenigen Wochen hatte das Derschener Ratsmitglied Volker Rosenkranz die Strecke in der Rhein-Zeitung als „eine der wohl miserabelsten Straßen des Kreises“ bezeichnet.

Warnbaken „schmücken“ die Kreisstraße zwischen Derschen und Friedewald. Der miserable Zustand der ohnehin schmalen Fahrbahn und der Bankette sorgt bei Autofahrern für Verdruss. Ratsmitglieder in Derschen sehen ein erhöhtes Unfallrisiko, vor allem bei Begegnungsverkehr mit Bussen oder Lkw.  Foto: Markus Döring
Warnbaken „schmücken“ die Kreisstraße zwischen Derschen und Friedewald. Der miserable Zustand der ohnehin schmalen Fahrbahn und der Bankette sorgt bei Autofahrern für Verdruss. Ratsmitglieder in Derschen sehen ein erhöhtes Unfallrisiko, vor allem bei Begegnungsverkehr mit Bussen oder Lkw.
Foto: Markus Döring

Seit geraumer Zeit schon regt sich in beiden Ortsgemeinden Unmut über den schlechten Zustand der ohnehin recht schmalen Verbindungsstraße. In Derschen will man die Situation aber nicht mehr länger hinnehmen. Der Erste Beigeordnete und Ortsbürgermeisterkandidat Volker Wisser berichtete nun im Gemeinderat, er habe kürzlich Landrat Michael Lieber in einem Brief auf den „mangelhaften Zustand“ hingewiesen, verbunden mit der Bitte der Ortsgemeinde „um dringende Sanierung“. Bei einem Ortstermin, so Wisser, habe unlängst auch der Leiter der Straßenmeisterei Betzdorf, Michael Braune, bestätigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Autofahrer, die die Strecke regelmäßig nutzen, berichten von teilweise haarsträubenden Fahrmanövern, die sich dort tagtäglich abspielten. Ein Begegnungsverkehr mit großen Lkw oder mit (Schul-)Bussen sei an manchen Punkten gar nicht möglich. Tatsächlich ist an vielen Stellen der Fahrbahnrand abgerutscht oder wurde durch Regenwasser weggeschwemmt. In der Ratssitzung machte Volker Rosenkranz seinem Ärger nun abermals Luft: „Die scharfen Teerkanten führen dazu, dass man sich Reifen und Felgen kaputt fährt, weil man ausweichen muss.“ Den Betroffenen habe er empfohlen, die Reparaturrechnung an den Kreis zu schicken. „Das bezahlt einem nämlich kein Mensch!“ Auch aus Sicht von Anneliese Heß ist die Straße in weiten Teilen „eine einzige Katastrophe“. Aus Sicht der Derschener hat sich die Situation zusätzlich noch dadurch verschärft, dass wegen Vollsperrung der Brücke an der Steinches Mühle der gesamte Verkehr Richtung Daaden und Emmerzhausen über die K 109 abgewickelt wird. Durch die Mehrbelastung werde die Straße nun „endgültig dem Untergang preisgegeben“, heißt es im Beschwerdebrief an den Kreis.

Immerhin: Im Antwortschreiben aus Altenkirchen, das dieser Tage eingegangen ist und das Wisser im Rat verlas, äußert Landrat Lieber Verständnis für die Kritik. Er kenne die Strecke und könne daher „nur beipflichten“. Die Fahrbahn sei zu schmal, insbesondere bei Begegnungsverkehr größerer Fahrzeuge. Vor einiger Zeit seien die Bankette provisorisch gemacht und eine Drainage verlegt worden. Es sei ihm „bewusst, dass dies keine Dauerlösung ist“, wird Lieber zitiert. Für einen grundlegenden Ausbau müsse jedoch erst eine umfassende Planung erstellt werden, einschließlich einer Entwässerung auch der angrenzenden Parzellen. In seinem Schreiben versichert Lieber den Derschenern, „die Ausbauproblematik beim nächsten Termin mit dem Landesbetrieb Mobilität zum Thema zu machen“.

Ein kurzfristiger Ausbau scheint allerdings illusorisch. „Ich rechne da eher in Jahren als in Monaten“, kommentierte Volker Wisser nüchtern. Volker Rosenkranz gibt sich mit der Antwort des Landrats nicht zufrieden: „Mir sind die Aussagen zu lasch. Wir sollten klare Zusagen und einen Termin einfordern.“ Auch die Verbandsgemeinde soll eine Stellungnahme abgegeben.

Eine Zusage positiver Natur hat Volker Wisser unterdessen in Sachen Brückenneubau an der Steinches Mühle erhalten – dort hatte so mancher Skeptiker schon eine Winterbaustelle befürchtet. Er habe sich dieser Tage beim Polier vor Ort erkundigt, berichtete Wisser. Antwort: Die Arbeiten liegen im Zeitplan. „Wenn das Wetter es zulässt, könnte die Baustelle tatsächlich im November fertig werden.“

Von unserem Redakteur Daniel Weber

Altenkirchen Betzdorf
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