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    Marienthal ist wieder stark im Kommen

    Fast scheint es so, als läge Marienthal im Dornröschenschlaf. Doch alles andere als verschlafen ist der idyllische Wallfahrtsort im Schatten des einstigen Franziskanerklosters. Wohl eher ein Geheimtipp für jene, die auf der Suche nach Ruhe und Natur sind. Begonnen hat alles mit der Wallfahrt in Marienthal im Jahr 1423. Laut der Historie der Wallfahrtskirche hatte damals ein Hirte aus Hamm in Marienthal seine Herde zur Weide geführt und ein Bildnis der schmerzhaften Mutter geschnitzt.

    Romantisch: Wegen der Ruhe und der schönen Lage kommen viele Menschen nach Marienthal. Foto:Beate Christ
    Romantisch: Wegen der Ruhe und der schönen Lage kommen viele Menschen nach Marienthal.
    Foto:Beate Christ

    Von unserer Reporterin Beate Christ

    Seit dieser Zeit fand nicht nur der Hirte Trost und Stärkung, sondern zahlreiche Pilger. Und die wurden von den Marienthaler Gastwirten freundlich beherbergt. "Seit dem 15. Jahrhundert haben wir eine Tradition der Gastlichkeit", sagt Hermann Wessler vom Restaurant-Café-Hotel "Haus Elisabeth". Er kann sich noch gut an jene Zeiten erinnern, in denen die Pilger von weither nach Marienthal kamen. "Manchesmal waren es so viele, dass sie sogar im Heu übernachtet haben", so Wessler. Noch heute erhält Marienthal den Besuch von vielen Stammprozessionen, hinzugekommen sind im Lauf der Zeit die Wanderer.

    "Wann auch immer die Gastronomen modernisiert haben, so haben sie stets darauf geachtet, dass der Charakter des Ortes erhalten blieb", sagt Hermann Wessler. Als Oase der Ruhe war Marienthal früher auch ein Ort, an dem Menschen ihren Urlaub verbrachten. Bis Flugreisen in den Süden für jeden erschwinglich wurden. "Zwei bis drei Wochen blieben die Gäste, die oft aus dem Ruhrgebiet kamen, hier. Heute ist die Verweildauer ein bis zwei Nächte", sagt Martin Schüttler vom Marienthaler Hof. Auch er hat sich auf die Tagesgäste und Kurzurlauber aus den Ballungsgebieten eingestellt, die "Marienthal brauchen, um einfach mal runterzukommen und zu entschleunigen. Bei uns wird der Gast nicht enttäuscht", sagt er und spricht damit für die anderen Gastgeber im Ort. Mit dem Haus Elisabeth, dem Marienthaler Hof, dem Hofcafé Heinzelmännchen und jetzt neu der Klostergastronomie Marienthal wird die Tradition der Gastlichkeit fortgeführt. Sogar das Waldhotel Imhäuser hat jüngst einen Nachfolger gefunden, der sich erstmalig beim RZ-Wandertag mit belgischem Bier vorstellt. Die Gastronomie in dem rund 20-Seelen-Ort zieht an einem Strang. "Wenn jedes Angebot für sich gut ist, dann geht es dem Ort auch gut", meint Hermann Wessler.

    Die Herausforderungen: Ein hohes Leistungsniveau und bester Service. "Das beginnt bei Trockenräumen für Wanderkleidung und hört bei Schnürsenkeln, die wir den Gästen anbieten können, auf", fügt Martin Schüttler hinzu. Einer, der sich erst dieses Jahr ganz bewusst für den Standort Marienthal entschieden hat, ist Uwe Steiniger. Mit aktuellen Küchentrends will der Koch das kulinarische Erbe der Mönche antreten und füllt die ehemalige Klostergastronomie wieder mit Leben. "So ein Kloster ist etwas Ewigliches. Es hat eine ganz besondere Atmosphäre", sagt er. Und: "Ich möchte nicht nur Wanderer und Pilger ansprechen, sondern auch Familien aus dem Umland. Sie müssen nur eine Viertelstunde fahren und sind schon in einer anderen Welt."

    Marienthal hat nach Steinigers Meinung etwas "Spirituell-Erdendes". Und in diesem Sinne will er mit seinem Team den Gästen Wertschätzung gegenüberbringen. Unter dem Motto "Marienthal - zwischen Himmel und Herd" verfolgen die Gastronomen ein gemeinsames Ziel: "Freundschaft für die Gastfreundschaft". Auch Udo Schmidt von der Touristinformation Hamm sieht "Marienthal auf einem sehr guten Weg."

    Von der Wallfahrtskirche mit Lourdesgrotte über den Kreuzweg und die zahlreichen Wanderwege kann man dort sogar auf einer Erlebnisschleife bis "an das Ende der Welt" wandern.

    Marienthal ist als Ort des Betens übrigens auch die geistliche Heimat vieler Menschen, die dorthin regelmäßig in den Gottesdienst kommen und tief mit dem Ort verwurzelt sind. "Es ist das Verborgene und die Stille, die viele Menschen anzieht", berichtet Pfarrer Frank Aumüller. Am kommenden Sonntag zelebriert er anlässlich des RZ-Wandertags bei gutem Wetter um 12 Uhr eine Freiluftmesse, anschließend segnet er Wanderer und Pilgerer.

    Traumhafte Aussichten: RZ lädt zum Wandertag Faltblatt: Weitere Informationen
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