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    Mainzer Wirtschaftsministerin eröffnet neuen Solarpark in Nauroth

    Mit der offiziellen Eröffnung des 12,5 Hektar großen Solarparks Nauroth, einem der größten im nördlichen Rheinland-Pfalz, war am Samstag ein Stückchen deutscher Energiewende zu erleben. Die von der SYBAC Solar AG aus Kehrig in der Eifel mit Investitionskosten von 18 Millionen Euro gebaute und betriebene Fotovoltaikanlage hat eine Nennleistung von 8,5 Megawatt im Jahr – was ausreicht, um 2100 Haushalte mit Strom zu versorgen. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) war zu dem Festakt eigens aus Mainz gekommen und lobte: „Das ist ein aktiver Beitrag zur Umsetzung der Energiewende.“

    Der Solarpark Nauroth – eine der größten Anlagen ihrer Art im nördlichen Rheinland-Pfalz – wurde am Samstag bei strahlendem Sonnenschein offiziell eröffnet (von rechts): Gebhardshains VG-Bürgermeister Konrad Schwan, Ferry Feist vom Vorstand der SYBAC Solar AG, die Mainzer Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sowie Landrat Michael Lieber; zwischen den beiden Ortsbürgermeister Wolfgang Klees. Foto: Eva-Maria Stettner
    Der Solarpark Nauroth – eine der größten Anlagen ihrer Art im nördlichen Rheinland-Pfalz – wurde am Samstag bei strahlendem Sonnenschein offiziell eröffnet (von rechts): Gebhardshains VG-Bürgermeister Konrad Schwan, Ferry Feist vom Vorstand der SYBAC Solar AG, die Mainzer Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sowie Landrat Michael Lieber; zwischen den beiden Ortsbürgermeister Wolfgang Klees.
    Foto: Eva-Maria Stettner

    Nauroth - Mit der offiziellen Eröffnung des 12,5 Hektar großen Solarparks Nauroth, einem der größten im nördlichen Rheinland-Pfalz, war am Samstag ein Stückchen deutscher Energiewende zu erleben. Die von der SYBAC Solar AG aus Kehrig in der Eifel mit Investitionskosten von 18 Millionen Euro gebaute und betriebene Fotovoltaikanlage hat eine Nennleistung von 8,5 Megawatt im Jahr – was ausreicht, um 2100 Haushalte mit Strom zu versorgen. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) war zu dem Festakt eigens aus Mainz gekommen und lobte: „Das ist ein aktiver Beitrag zur Umsetzung der Energiewende.“ Sie dankte den politisch Verantwortlichen und SYBAC Solar – eine Firma aus der Region, die für Wertschöpfung in der Region sorge. Nauroths Ortsbürgermeister Wolfgang Klees betonte, dass sich das Dorf, in dem Jahrzehnte lang die Kreismülldeponie betrieben wurde, von dem Projekt im Gewerbegebiet eine Imagesteigerung erhoffe. Dass erneuerbare Energien in Nauroth einen hohen Stellenwert genießen, zeigten schon die Solaranlagen auf vielen Dächern im Dorf. Die Fläche fürs Gewerbegebiet hat die Gemeinde vor zehn Jahren von privat gekauft, wozu der Kreis einen zinslosen Kredit gab. Der ist zu 50 Prozent beteiligt, bis er von der Gemeinde ausgezahlt wird. Es sollten hier wohnortnah Arbeitsplätze entstehen, doch alle Bemühungen, die Fläche zu vermarkten und produzierendes Gewerbe anzusiedeln, blieben ohne Erfolg. Als Grund hätten Interessenten das Fehlen schneller Internetverbindungen genannt, so Klees.

    Anfang 2011 trat SYBAC Solar auf die Gemeinde zu, die im April Dreiviertel des Geländes auf vorerst 20 Jahre an die Firma verpachtete - nachdem sich keine anderen möglichen Investoren fanden, kam im September der Rest hinzu. Ende 2011 ging der Solarpark komplett am Netz. Klees: „Wir erhalten eine vernünftige Pacht und zusätzlich eine Einmalzahlung.“ Gewerbesteuereinnahmen sind frühestens in sieben Jahren zu erwarten. Derweil hat SYBAC Solar schon den Ausbau des Dorfplatzes nebst Gemeindewappen aus Basalt gestiftet. Klees dankte für die gute Zusammenarbeit: „Der Gewerbepark Nauroth gehört der Vergangenheit an – es lebe der Solarpark Nauroth!“ Dieser liefere saubere Energie für so viele Haushalte, wie sie Nauroth, Rosenheim, Elkenroth und Mörlen zusammen haben, und erspare jährlich 5000 Tonnen CO2. Ferry Feist vom Vorstand der SYBAC Solar informierte, dass die Firma heute Solarprojekte mit einer Kapazität von 130 MWp besitze - entspricht der Leistung von vier Atomkraftwerken - und in zwei, drei Jahren auch selber Stromanbieter werden wolle. Das Projekt in Nauroth sei in sehr kurzer Zeit entwickelt worden. Erdankte Landrat Michael Lieber, Gebhardshains VG-Bürgermeister Konrad Schwan und dem Ortsbürgermeister für die gute Zusammenarbeit. Für Lieber war die Eröffnung des Solarparks Nauroth ein wichtiger Tag für den Kreis: „Das interkommunale Gewerbegebiet hat nach einem Jahrzehnt Verwendung in erneuerbarer Energie gefunden.“ Dank gelte dem Ortsgemeinderat, der in die Zukunft investiert habe. Die Kapazität der Anlage reiche, um sechs Prozent der Kreisbewohner mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Das Potenzial im AK-Land sei aber noch lange nicht erschlossen, im Rahmen des Klimaschutzprojektes habe man schon das Solarflächenkataster vorgezogen. Bürgermeister Schwan betrachtet den Solarpark als gute Chance für Nauroth. Gebhardshain arbeite seit Jahren an der Energiewende mit. Das sei nicht immer einfach, erinnerte er an die Proteste, als es um die Windräder auf dem Spielstück ging. Bei Fotovoltaik sei die Akzeptanz aber groß. Alle öffentlichen Dächer der VG seien mit Solaranlagen bestückt, auch Wasserkraft werde genutzt: In der VG werde so viel Strom erzeugt, wie dort heute verbraucht werde. Autark sei man damit nicht: „Aber wir tun sehr viel, das die Wende gelingen kann.“ Einen guten Beitrag könne man noch zur Windkraft leisten, wenn in Mainz die Hausaufgaben gemacht seien, gab er der Ministerin mit auf den Weg: Man warte auf genaue Vorgaben, um den gemeinsamen Flächennutzungsplans mit der VG Wissen überarbeiten zu können. Eva-Maria Stettner

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