40.000
Aus unserem Archiv
Elkenroth

Liegt in Elkenroth Graberde neben der Weide?

Ein Steinmetz aus Elkenroth behauptet, dass der Aushub aus zweitbelegten Gräbern des örtlichen Friedhofs nicht ordnungsgemäß entsorgt wurde. Der zuständige Friedhofsarbeiter habe die Erde mitsamt Knochen und Sargstücken auf eine Wiese gefahren.

Elkenroth – Ein kleiner Erdhügel an einer Viehweide, 400 Meter von der Gemeindegrenze entfernt, ärgert einen Steinmetzmeister in Elkenroth: Bei dem Boden, der hier aufgeschüttet worden ist, sagt er, handelt es sich um Aushub aus Gräbern des örtlichen katholischen Friedhofs. Siegfried Trambo hatte Ende April Wind von der Erdablagerung bekommen und Anzeige bei der Polizei erstattet.


Für ihn sei es keineswegs ausgeschlossen, dass auch Knochenreste Verstorbener in dem Grabaushub-Hügel liegen. „Nach etwa 40 Jahren“, sagt der 53-Jährige, „darf ein Grabplatz wieder neu belegt werden. Bisher wurden dann etwaige Überreste des Toten und des Sarges wieder zurück ins Grab gelegt.“

Es sei allein schon „eine Sache der Pietät“, dass menschliche Knochen aus Gräbern nicht vom Friedhof weggeschafft würden. Und der Rest der Graberde gehöre ordentlich entsorgt. Für Trambo hat das Naurother Unternehmen, das derlei Arbeiten für die Gemeinde auf dem Gottesacker erledigt, hier „geschlampt“.


Peter Schwan ist als Ortsbürgermeister von Elkenroth für die Sache zuständig. Er bestreitet vehement, dass es Knochen oder auch nur Sargreste in dem Erdhügel an der Viehweide gebe: „Nach Angaben der Bauhofmitarbeiter darf ich behaupten, dass der Erdaushub, der da hinaufgeschafft worden ist, in keiner Weise belastet war. Wenn dort ein Brett gefunden worden ist, dann weiß ich nicht, wie das dahingekommen ist. Vielleicht hat der Finder es ja vorher dort vergraben...“

Inzwischen jedenfalls ist auf die Anzeige Trambos hin die Kripo Betzdorf mit der Unteren Naturschutzbehörde in Altenkirchen in Kontakt getreten. Dort hat sich Bernd G. Uptmoor mit dem Fall beschäftigt. „Ob dieser Erdhaufen kontaminiert ist oder nicht“, erklärte er auf RZ-Anfrage, „das kann ich nicht sagen. Dafür müsste man ein Gutachten erstellen lassen. Fakt ist, dass wir uns die Sache vor Ort angeschaut haben und dass uns der Grundstückseigentümer bereits zugesagt hat, dass das betreffende Erdreich wieder da weggeschafft wird. Teilweise soll es sogar auf dem Friedhof wiederverwendet werden. Insofern ist die Sache damit erledigt.“

Mehr lesen Sie in der Mittwochausgabe der Rhein-Zeitung für den Kreis Altenkirchen

Altenkirchen Betzdorf
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
Markus Kratzer (kra)
Redaktionsleiter
Tel 02681/9543-21
E-Mail
Volker Held (vh)
stv. Redaktionsleiter
VG Altenkirchen
Tel 02681/9543-33
E-Mail
Elmar Hering (elm)
Redakteur
VG Wissen & Hamm
Tel 02681/9543-13
E-Mail
Andreas Neuser (an)
Redakteur
VG Betzdorf, Gebhardshain
Tel 02741/9200-68
E-Mail
Daniel Weber (daw)
Redakteur  
VG Daaden, Gebhardshain, Stadt Herdorf
Tel 02741/9200-67
E-Mail
Peter Seel (sel)
Redakteur VG Kirchen
Tel 02741/9200-65
E-Mail
Sonja Roos (sr)
Redakteurin VG Hamm
Tel 02681/9543-19
E-Mail
Beate Christ (bc)
Reporterin VG Flammersfeld
Tel 0170/2110166
E-Mail
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Samstag

13°C - 28°C
Sonntag

15°C - 28°C
Montag

15°C - 29°C
Dienstag

16°C - 28°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach