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    Kultur des Miteinanders wird in Betzdorf gepflegt

    „Vielfalt entdecken - gemeinsames Gestalten“ lautete das Motto des Freundschaftsfestes, das der Beirat für Migration der Stadt Betzdorf wieder im Rahmen der Interkulturellen Woche am Rathaus veranstaltete.

    Beim Freundschaftsfest in Betzdorf erfreuten auch die Kinder. Die Kita „Haus Nazareth“ zeigte lustigen Chu-Chu-Wa-Tanz.
    Beim Freundschaftsfest in Betzdorf erfreuten auch die Kinder. Die Kita „Haus Nazareth“ zeigte lustigen Chu-Chu-Wa-Tanz.
    Foto: Eva-Maria Stettner

    Bürgermeister Bernd Brato rief den Gästen zu: „Freundschaftsfest bedeutet, dass Nationalitäten aus der gesamten Welt sich hier treffen.“ Er betonte, dass das Fest schon über einen beachtlichen Zeitraum stattfindet, in Betzdorf Integration, eine Kultur des Miteinanders und Willkommens gepflegt wird: „Wir leben ein Miteinander, dass uns ein stückweit gebildet hat für die auf uns zukommenden Aufgaben.“

    Für die Mitglieder des Beirates begrüßte die stellvertretende Vorsitzende Zeinab El-Hassan die Gäste und sprach von 20 Millionen Menschen auf der Flucht - Tendenz steigend. Ursachen seien Bürgerkrieg, Vertreibung, ökonomische und ökologische Katastrophen, auch Gruppen-Verfolgung aus ethischen, religiösen und politischen Gründen. Von den vielen Flüchtlingen, die man seitens des Beirats kennengelernt hat, kenne man niemanden, dem die Flucht aus geliebter Heimat und Freundeskreis leicht gefallen sei, nur um ein bisschen besseres Leben haben zu können.

    In allen Fällen seien es massive Probleme gewesen, die ein Überleben unter den Bedingungen nicht mehr möglich scheinen ließ. „Viele Flüchtlinge überleben die Flucht nicht, andere bleiben ein Leben lang traumatisiert, und die Sehnsucht nach der aufgegebenen Heimat erlischt nie“, sagt sie und findet leichtfertiges Abstempeln der Flucht als bloße Einwanderung in soziale Systeme ignorant.

    Flucht- und Migrationsbewegung habe die Geschichte der Menschheit immer begleitet. Flüchtlinge, die hierher kommen, müssten jegliche Unterstützung und Anerkennung erhalten, um ein neues Leben entfalten zu können - so wie sie und ihre Familie, die 1985 zu Anfang des Bürgerkriegs aus dem Libanon hierher gekommen ist, dies seit 30 Jahren erfahre.

    MdL Anna Neuhof findet wichtig, wie gut Flüchtlinge aufgenommen werden: „Zum praktischen Leben gehört Nachbarschaft, Patenschaft, Vereine. Wir schaffen das. Wir sind nicht überfordert, sondern gefordert.“

    IG Metall-Bevollmächtigter Uwe Wallbrecher sagt, dass sich die Gewerkschaft schon aus Tradition heraus verpflichtet sieht, Schwachen in der Gesellschaft zu helfen und gemeinsam Zukunft zu gestalten. Sie will an die Landkreise Altenkirchen und Westerwald herantreten, um zu erfahren, wo Not besteht, um direkte Hilfe zu leisten.

    Neben Info- und Aktionsständen und internationalen Speisen gab es beim Freundschaftsfest auch ein schönes Bühnenprogramm. Allen Kindern, die auftraten, schenkte der Beirat ein Motto-T-Shirt.

    Das Programm gestalteten: Gloria Schmitz (Scheuerfeld) & Friends, Kita „Haus Nazareth“, Kita Zwergennest, Hellertal-Grundschule Alsdorf, Martin-Luther-Grundschule und Bertha-von-Suttner-Realschule plus Betzdorf, die afrikanische Trommelgruppe Siegen, die Tanzgruppe Asja aus Hachenburg, Flamencotänzerin Sigrid aus Siegen, der Betzdorfer Verein für orientalischen Tanz, die DJK-Gruppen „Dance for Joy Streetdance“ und „Videoclip-Dancing“. Die Jugendkapelle der Stadtkapelle Betzdorf gab ein Platzkonzert. Die Türkische Folkloretanzgruppe aus Betzdorf bildete den Abschluss. Infos, internationale Speisen und Aktion boten: Internationales Frauenfrühstück (AWO Betzdorf), Caritas Betzdorf, Familie Aldebi vom palästinensischen Elternverein, DJK Betzdorf, Philippinen-Familienhilfe, Sultan-Ahmet-Moschee, Christophorus-Grundschule, Kinderschutzbund Betzdorf, Evangelische Kita „Haus der kleinen Füße“, Kita St. Christophorus, IG Metall Betzdorf, SPD Betzdorf und der Verein Papatyam-Kamille.Eva-Maria Stettner

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