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Krankenhaus Kirchen: Neuer Klinikchef sucht Verzahnung mit Versorgungszentren

Seit Anfang des Monats arbeitet sich der neue kaufmännische Direktor des Kirchener DRK-Krankenhauses an seinem neuen Arbeitsplatz ein, verschafft sich einen ersten Überblick über die mehr als 500 Mitarbeiter und über die Abläufe in dem 300-Betten-Haus. Der 51-jährige Joachim Krekel sitzt dann ab 1. Januar auf dem Stuhl von Klaus Schmidt, der 26 Jahre lang „Chef“ der Klinik war und nun in den Ruhestand geht (die RZ berichtete). Von ihm übernehme er ein „wohl geordnetes Haus“, sagte Krekel gestern, als er vom Prokuristen der Mainzer DRK-Trägergesellschaft des Hauses, Frank Litterst, vorgestellt wurde. Zugleich übernimmt der Neue die – wie es aus Mainz heißt – „Steuerung“ der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Kirchen und in Wissen.

Der neue kaufmännische Direktor des Kirchener Krankenhauses und ab 1. Januar Nachfolger von Klaus Schmidt ist Joachim Krekel aus Bad Kreuznach (Mitte). Frank Litterst (links) als Prokurist der DRK-Trägergesellschaft Süd-West mbH stellte ihn gestern in Kirchen vor. Rechts der kommissarische Pflegedienstleiter Julian Afflerbach.  Foto: Peter Seel
Der neue kaufmännische Direktor des Kirchener Krankenhauses und ab 1. Januar Nachfolger von Klaus Schmidt ist Joachim Krekel aus Bad Kreuznach (Mitte). Frank Litterst (links) als Prokurist der DRK-Trägergesellschaft Süd-West mbH stellte ihn gestern in Kirchen vor. Rechts der kommissarische Pflegedienstleiter Julian Afflerbach.
Foto: Peter Seel

Litterst hob neben Krekels profunden Kenntnissen im Gesundheitswesen vor allem dessen bisherige Arbeit hervor: Nach erfolgreicher „wirtschaftlicher Restrukturierung“ zweier kleinerer Kliniken bei der Saarländischen Krankenhausgesellschaft hatte Krekel zuletzt als Geschäftsführer im Bereich Betriebswirtschaft bei der Bad Kreuznacher Diakonie gearbeitet, wo er für mehrere Standorte zuständig war. Vor seiner Tätigkeit im Gesundheitswesen war er bei verschiedenen mittelständischen Unternehmen als kaufmännischer Leiter im Controlling sowie bei einem amerikanischen Medizintechnik-Konzern beschäftigt. Studiert hat er Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre und Statistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Litterst erklärte, man habe Krekel zwar nicht als Sanierer an die Sieg geholt, „aber wirtschaftliche Belange spielen eine immer größere Rolle. Wir sind froh, dass wir jemanden gefunden haben, der das schon mal gemacht hat, Häuser zu stabilisieren.“ Krekel selbst sieht im Standort Kirchen „eine stabile Basis“, wo es indes „entwicklungsbedingt einige Herausforderungen“ gebe: „Ich da aber hoffnungsfroh.“

Bestens, so Litterst, kenne sich der neue Klinikchef mit der Arbeit von Krankenhaus-Verbünden aus. In Kirchen gehe es um eine immer bessere Zusammenarbeit mit Altenkirchen und Hachenburg, aber ebenso um eine bessere Positionierung des Standorts. Dabei stehen Bereiche auf der Agenda wie die neue Notaufnahme, mit deren Bau im nächsten Jahr begonnen werden soll, die aber wegen der hohen Baupreise „zum Problem geworden“ sei. Ferner soll die neue „Stroke Unit“ (schnelle Hilfe bei Schlaganfällen) an den Start gehen; die Fachärzte seien jetzt alle da, nun muss die Einheit intern organisiert und in der Region bekannt gemacht werden: „Da müssen Pfade getrampelt werden“, so Krekel.

Großes Thema ferner – mit Blick auf die niedergelassenen Ärzte bei uns und die MVZs – sei es, den Graben zwischen stationärer und ambulanter Medizin zu überwinden, was zu einer deutlichen Verbesserung der Patientenversorgung führe. Krekel: „Das ist Neuland und eine große Aufgabe. Das Zusammenspiel von MVZ und Krankenhaus muss optimiert werden. Es geht um Medizin aus einer Hand. Gerade für die älter werdende Bevölkerung ist es wichtig, immer den gleichen Arzt als Ansprechpartner zu haben. Dabei ist mir auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten ein zentrales Anliegen, denn der Hausarzt ist vor und hinter dem Krankenhaus die Vertrauensperson für unsere Patienten.“

Und ja, es gibt viel Konkurrenz im Gesundheitssektor, nicht nur in Siegen. Dagegen weiß Krekel vor allem ein probates Mittel: „Die Menschen hier in der Region müssen das Krankenhaus als das ihre annehmen. Auch dafür werde ich arbeiten.“ Peter Seel

Altenkirchen Betzdorf
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