40.000
Aus unserem Archiv
Betzdorf

Konzept wird entwickelt: Radfahren soll in Betzdorf sicherer werden

Andreas Neuser

Ein Radwegenetz für Betzdorf fordern die Bündnisgrünen. Ein Schwerpunkt soll dabei sein, dass es einen geschützten Radweg an der B 62 gibt, um sicher an den Radweg ab Stadtgrenze in Richtung Wallmenroth zu gelangen. Ein entsprechender Antrag wird vom Betzdorfer Stadtrat unterstützt. Nun soll ein Konzept zur Förderung des Fahrradverkehrs in Betzdorf erarbeitet werden, um den Anteil der Radfahrer am innerstädtischen Fahrradverkehr zu erhöhen. Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Fahrradfahrer deutlich zu verbessern.

Radfahren in Betzdorf ist noch problematisch. In der Wilhelmstraße soll ein geschützter Radweg geprüft werden.
Radfahren in Betzdorf ist noch problematisch. In der Wilhelmstraße soll ein geschützter Radweg geprüft werden.
Foto: Andreas Neuser

Mit dem Radfahrexperten Jupp Trauth will man nun nach Lösungen suchen. Trauth ist auch bereits beauftragt, Ideen für ein Radwegenetz auf Ebene der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain mit Anbindung an benachbarte Radwege zu erarbeiten.

Für die Bündnisgrünen erläuterte Marion Pfeiffer im Stadtrat noch einmal den Antrag. So fehle es an sicheren Radwegen in der Stadt. Immer noch habe der Autoverkehr Vorrang. Doch Radfahrer, Fußgänger und Autoverkehr müssten gleichrangig behandelt werden. Umfassend verweist Pfeiffer anhand von Bildern auf bereits existierende Schwachstellen. So sind an manchen Ecken die Bordsteine für Radfahrer nicht abgesenkt, auf der Hellerbrücke (Höhe Stadthalle) sei der gemeinsame Rad- und Fußweg nicht breit genug, auf dem Struthof in Höhe Unterführung B 62 gebe es eine verwirrende Beschilderung. An einem Schild hängt „Richtung Alsdorf“. Der Radfahrer wird aber im Ungewissen gelassen. Nach links oder rechts?

Es gibt Stolperkanten auf dem Radweg.
Es gibt Stolperkanten auf dem Radweg.
Foto: Andreas Neuser

An anderer Stelle wird der Radfahrer per Schild über den Struthof Richtung Kirchen geführt. Doch der Radweg führt entlang der B 62. Das sind teilweise Dinge, die schnell geändert werden können. Noch im September, so Bürgermeister Bernd Brato, werde sich darum gekümmert.

Auf dem Radweg von der Stadtmitte oberhalb der Sieg Richtung Struthof wird bemängelt, dass dort eine Straßenlaterne auf dem Rad- und Fußweg steht und durch die Prallschutzwand (gegenüber Ausfahrt Barbaratunnel) der Weg auch eingeengt wurde. Ebenso gebe es in dem Bereich eine gefährliche „Stolperkante“ bei der Verbindung von Asphaltfläche zur Betonfläche.

Auf dem Rad- und Fußweg vom Struthof zur Innenstadt steht eine Straßenlaterne.
Auf dem Rad- und Fußweg vom Struthof zur Innenstadt steht eine Straßenlaterne.
Foto: Andreas Neuser

Das sind einige Hinweise auf Mängel. Von den Bündnisgrünen wird auch gefordert, dass Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen geöffnet werden. Nach der Straßenverkehrsordnung ist das zulässig.

Wichtig ist den Bündnisgrünen aber vor allem, dass es einen geschützten Radweg im Bereich der Wilhelmstraße und Kölner Straße gibt. Geschützter Radweg bedeutet, dass es mehr als einen Strich auf der Straße als Abtrennung zu den Fahrzeugen gibt. Pfeiffer machte noch einen weiteren Vorschlag in Sachen Radwege: Die Kruppstraße hoch und über den neu asphaltierten Weg Richtung Struthof.

Grundsätzlich stimmten alle Ratsfraktionen dem Antrag der Bündnisgrünen zu. Es gab aber auch Anmerkungen. So sind nicht alle damit einverstanden, Einbahnstraßen grundsätzlich in beide Richtungen für Radfahrer freizugeben.

Im Bereich Struthof befindet sich eine unklare Beschilderung: Wohin nun nach Alsdorf?
Im Bereich Struthof befindet sich eine unklare Beschilderung: Wohin nun nach Alsdorf?
Foto: Andreas Neuser

Immer wieder wurde auf die Straße Bayersberg hingewiesen. Da sei das sehr gefährlich, so u.a. der CDU-Fraktionssprecher Werner Hollmann. Christopher Prinz (SPD) fand, man solle bei Einbahnstraßen jeden Einzelfall prüfen. Wolfgang Mies (FWG) merkte zu einem geschützten Radweg entlang der B 62 an, dass es da angesichts vieler Zu- und Abfahrten auch Gefahren gebe. Udo Piske (FDP) erinnerte daran, dass es schon lange geheißen habe, dass die Lampe gegenüber Tunnelausfahrt wegkommen soll.

CDU-Ratsmitglied Gerhard Muhl regte an, einen Radweg von Kirchen kommend über die Struthofspange, Molzberggebiet, Katzwinkel (Alte Poststraße) und wieder runter nach Niedergüdeln zum bestehenden Siegtalradweg zu prüfen.

Von unserem Redakteur Andreas Neuser

Vollsperrung der Steinerother Straße ist auch im Stadtrat ein Thema

Die Vollsperrung der Steinerother Straße in den Herbstferien bleibt in Betzdorf weiter Thema. Auch Bürgermeister Bernd Brato ist nicht amüsiert darüber, dass die Verwaltung so kurzfristig informiert wurde, dass die Baumaßnahme umgesetzt wird. „Die Sanierung der Landesstraße ist Sache des Landesbetriebs Mobilität in Diez“, verdeutlicht er.

CDU-Ratsmitglied Michael Werthebach tat seinen Ärger darüber kund, dass Ratsmitglieder völlig ohne Informationen dastehen würden. Denn immer wieder werde man von Bürgern darauf angesprochen und wisse nichts. Am Montagmorgen (Schützenfest), so Brato, habe er einen Anruf in der Sache von Landrat Michael Lieber bekommen, dass es am Nachmittag einen Termin zu der Sperrung bei Kreis gebe. Oliver Pfeifer (Leiter Bürgerdienste im Rathaus) fuhr nach Altenkirchen. Im Rat verdeutlichte er noch einmal, dass die offizielle Umleitung über die Rilkestraße (Verbindungsweg zwischen Kreuzland und Wohngebiet Alsberg) per Ampelregelung erfolgt. Bewohner vom Sandersgarten können die Baustelle Steinerother Straße im Bereich Römerweg/Mühlenweg kreuzen. Aus den beiden Wohngebieten führt auch kein offizieller Weg per Pkw in die Innenstadt. Die Anwohner müssen über Weitefeld oder Gebhardshain/Mittelhof mit dem Auto nach Betzdorf fahren. Alternative: zu Fuß in die Stadt gehen oder das Auto zum Beispiel an anderer Stelle parken und nach dort erst einmal zu Fuß gehen. Die Straßensanierung per Ampelregelung zu erledigen, auch das geht nicht. Da schreitet die Berufsgenossenschaft ein. So ist es einmal in Wehbach passiert. Die Baustelle stand still. Denn erst ab einer Mindestbreite der Straße von acht Metern darf eine Baustelle per Ampelregelung eingerichtet werden. Und diese Breite ist in der Steinerother Straße nicht überall vorhanden. Ebenso ist die Vollsperrung von Vorteil, da dann in voller Breite in einem Durchgang asphaltiert wird. Es gibt in der Straßenmitte keine Schnittstelle mehr. an
Altenkirchen Betzdorf
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
Markus Kratzer (kra)
Redaktionsleiter
Tel 02681/9543-21
E-Mail
Volker Held (vh)
stv. Redaktionsleiter
VG Altenkirchen
Tel 02681/9543-33
E-Mail
Elmar Hering (elm)
Redakteur
VG Wissen & Hamm
Tel 02681/9543-13
E-Mail
Andreas Neuser (an)
Redakteur
VG Betzdorf, Gebhardshain
Tel 02741/9200-68
E-Mail
Daniel Weber (daw)
Redakteur  
VG Daaden, Gebhardshain, Stadt Herdorf
Tel 02741/9200-67
E-Mail
Peter Seel (sel)
Redakteur VG Kirchen
Tel 02741/9200-65
E-Mail
Sonja Roos (sr)
Redakteurin VG Hamm
Tel 02681/9543-19
E-Mail
Beate Christ (bc)
Reporterin VG Flammersfeld
Tel 0170/2110166
E-Mail
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Dienstag

0°C - 3°C
Mittwoch

1°C - 5°C
Donnerstag

0°C - 5°C
Freitag

1°C - 7°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach