40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Altenkirchen/Betzdorf
  • » Henning Scherf: Älterwerden birgt viele Chancen
  • Aus unserem Archiv
    Wissen

    Henning Scherf: Älterwerden birgt viele Chancen

    Er ist Mutmacher, Ideengeber, Motivator und Botschafter in Sachen Älterwerden: Henning Scherf. Mit positiver Energie reißt der groß gewachsene Bremer dem Schlagwort des demografischen Wandels die schwarze Maske runter, spricht stattdessen von Chancen und Alternativen. Auf Einladung des Vereins „Pro AK - Forum für Kultur und Wirtschaft“ referierte der bekannte Sozialdemokrat und Buchautor im Kulturwerk Wissen über das Potenzial der Ü60-Generation.

    Pro AK im Kulturwerk Wissen: Dr. Henning Scherf und Ulrich Schmalz.
    Pro AK im Kulturwerk Wissen: Dr. Henning Scherf und Ulrich Schmalz.
    Foto: Jürgen Vohl

    Wissen - Er ist Mutmacher, Ideengeber, Motivator und Botschafter in Sachen Älterwerden: Henning Scherf. Mit positiver Energie reißt der groß gewachsene Bremer dem Schlagwort des demografischen Wandels die schwarze Maske runter, spricht stattdessen von Chancen und Alternativen. Auf Einladung des Vereins „Pro AK - Forum für Kultur und Wirtschaft“ referierte der bekannte Sozialdemokrat und Buchautor im Kulturwerk Wissen über das Potenzial der Ü60-Generation.

    Vorsitzender Ulrich Schmalz begrüßte die rund 130 Zuhörer. Ausgehend vom demografischen und gesellschaftlichen Wandel sprach er von der Sorge vieler Senioren vor zunehmender Einsamkeit. Daher sei es ihm eine Freude, „dass sich einige aus dem Kreis der Alten Gedanken machen“, sagte Schmalz und überreichte das Mikrofon an Henning Scherf. Der Gast aus Norddeutschland hatte schon vorab reichlich Sympathiepunkte gesammelt, indem er jeden einzelnen Besucher per Handschlag begrüßte. „Ich bin 73, fühle mich aber wie 50“ bemerkte der agile Ex-Politiker im kleinen Kreis. Den Westerwald kannte er bislang eher von Visiten in Neuwied und Siegen, bei seinem ersten Besuch in Wissen fand er lobende Worte für das Kulturwerk und für die ehrenamtliche Arbeit, die dahinter stecke.
    Stundenlang könnte der große Mann im grauen Anzug über die Frage sprechen, was im Alter möglich ist. Seine besondere Glaubwürdigkeit erwächst aus der persönlichen Perspektive, Scherf referiert nicht als Wissenschaftler oder Statistiker, sondern schildert seine eigenen Erfahrungen, breitet seinen Alltag aus. Seit 24 Jahren leben er und seine Frau mit zehn Freunden in einer Hausgemeinschaft mitten in Bremen. Zum Treff der Generationen wird das Haus vor allem dann, wenn Kinder und Enkel zu Besuch kommen, samt Freunden. Jeder wird einbezogen, jeder wird gebraucht und geschätzt, das bunte Leben eben. Das Interesse des Wissener Publikums an diesem Dauerexperiment ist groß, das zeigen die vielen Fragen.
    Darüber hinaus entwirft Henning Scherf zwei weitere Schwerpunkte. Erstens betont er den ungeheuren Wert des Ehrenamts für die Zivilgesellschaft. „50 Prozent der 60- bis 70-Jährigen üben ein Ehrenamt aus, oft Frauen. Aber allmählich holen die über 70-Jährigen und die Männer auf. Da ist was im Gange.“ Als Paradebeispiele führt er das Vorlesen in Grundschulen und das Singen im Chor ins Feld. Die Begegnungen mit Kindern, das Miteinander in der Gemeinschaft, das bringe kostbare Glücksmomente, beteuert der Mann mit der Bassstimme – und seine großen Hände verleihen den Gesten Nachdruck.
    Seine zweite Mission gilt den an Demenz erkrankten Senioren in ganz Deutschland. Zig Wohngruppen hat er besucht, freut sich über den Wandel großer Betreuungsheime zu kleinen, dezentralen Wohngemeinschaften und „Dörfern“. Die Zahl solcher ambulanter Projekte schätze er auf 30 000 in Deutschland, sagte Scherf. Überall gehe es darum, die Demenzpatienten mit kreativen Ideen, mit Bezügen zu deren früherem Alltag, mit Musik oder Haustieren anzuregen.
    Scherf teilt die Ansicht, dass Parteien und Kirchen dem demografischen Wandel noch mehr Beachtung schenken müssen. Seine Begeisterung trägt er mit einnehmendem Redefluss vor, manchmal scheint sich die Stimme zu überschlagen. Vieles sei möglich, schließt der Redner, aber es bedürfe einer großen Portion Eigeninitiative. elm

    Altenkirchen Betzdorf
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
    Markus Kratzer (kra)
    Redaktionsleiter
    Tel 02681/9543-21
    E-Mail
    Volker Held (vh)
    stv. Redaktionsleiter
    VG Altenkirchen
    Tel 02681/9543-33
    E-Mail
    Elmar Hering (elm)
    Redakteur
    VG Wissen & Hamm
    Tel 02681/9543-13
    E-Mail
    Andreas Neuser (an)
    Redakteur
    VG Betzdorf, Gebhardshain
    Tel 02741/9200-68
    E-Mail
    Daniel Weber (daw)
    Redakteur  
    VG Daaden, Gebhardshain, Stadt Herdorf
    Tel 02741/9200-67
    E-Mail
    Peter Seel (sel)
    Redakteur VG Kirchen
    Tel 02741/9200-65
    E-Mail
    Sonja Roos (sr)
    Redakteurin VG Hamm
    Tel 02681/9543-19
    E-Mail
    Beate Christ (bc)
    Reporterin VG Flammersfeld
    Tel 0170/2110166
    E-Mail
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Regio-Reporterin
    Sabrina Rödder

    Regio-Reporterin

    Sabrina Rödder

    Mail | 02681/954 317

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Dienstag

    15°C - 14°C
    Mittwoch

    13°C - 17°C
    Donnerstag

    13°C - 17°C
    Freitag

    10°C - 14°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach