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Betzdorf

Gymnasiasten kreativ: Ein Märchenwald für die Bibliothek

In einen Märchenwald voller Elfen, Feen und Fantasiewesen tauchen künftig Mädchen und Jungen in der Bibliothek des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Betzdorf-Kirchen ein.

Denn die neu gestaltete, großzügige Leseecke lädt zum Träumen ein. Ein ganzes Jahr lang haben acht Gymnasiasten vom Leistungskurs „Bildende Kunst“ an der Ausgestaltung der Wände gearbeitet. Die gemalten Bäume, Burgen, Tiere und Fantasiewesen bestechen durch eine Fülle faszinierender Details und laden zum längeren Betrachten ein.„Unsere Leseecke macht zu wenig her“, dachten im vergangenen Jahr die Bibliothekarinnen Annette Schuster und Gabrielle Kärcher. Mit ihrer Bitte nach einem Werk zur „Entschleunigung“ stießen sie bei Kunstlehrerin Christine Müller und ihrem Leistungskurs auf offene Ohren. Die Gymnasiasten begannen mit eigenen Entwürfen für einzelne Szenen. Denn die Wände boten reichlich Platz für Kreativität. Dabei diente den Schülern ein illustriertes Kinderbuch als Anregung. Das Buch verbindet eine Märchenwelt mit dem „Sommernachtraum“ von Shakespeare. Die Komödie des englischen Dichters spielt im antiken Athen und eben auch in einem verzauberten Wald – und der hat es den jungen Künstlern angetan.Die ersten Entwürfe projizierten die Kunstschüler mit einem Projektor auf die Wände und zeichneten die Konturen mit Grafitstift nach. Der magische Märchenwald ist das zentrale Motiv. Und so entstanden als erstes die verzauberten Bäume, erzählt Marvin im Gespräch mit der RZ. Schaut man sich den Wald an, wirkt die Fantasiewelt dreidimensional und voller Leben. Durch die kräftigen Farben wurde die Ecke bunter und lebendiger, ergänzt Kathrin. Die lebendigen Effekte werden mit besonderen Maltechniken geschaffen, erläutert Kunstlehrerin Christine Müller. Viele Elemente sind nicht nur einfarbig ausgemalt, sondern beinhalten Abstufungen in diversen Farben. Bei den Burgenfenstern sind etwa Orange- und Gelbtöne verarbeitet. Es sieht so aus, als ob in der Burg ein Feuer flackert. Baumstämme sind mit Hell-dunkel-Abstufungen und verschiedenen Grün- und Brauntönen „gerundet“, Gesichter der Feen, Kobolde und Fantasiefiguren mit Gelb unterschiedlicher Helligkeit lebendig gestaltet. Es sind Techniken, wie sie schon die großen Meister vor vielen Jahrhunderten angewendet haben. Die räumliche Wirkung wird auch erzielt, wenn sich Farben des Waldes und der Umgebung minimal in den Gesichtern der Fantasiewesen wiederfinden, erläutern die jungen Künstler. „Es hat uns viel Freude gemacht, eine Fantasiewelt zu erschaffen, in der es viele Figuren, lustige Tiere und Pflanzen zu entdecken gibt“, verdeutlicht Kathrin Böhmer. Da hat eine Spinne acht rote Turnschuhe an oder ein Igel Glubschaugen, weil er zu viel Beeren gegessen hat. Insgesamt habe das Malprojekt viel Spaß gemacht aber auch Zeit und Aufwand gekostet, ergänzt Kathrin.An dem Märchenwald mitgewirkt haben unter der Anleitung von Christine Müller die Gymnasiasten Noah Berndes, Kathrin Böhmer, Lena Eichwald, Lisa Dobrowolski, Lisa-Johanna Gilg, Marvin Krügel, Luisa Mertens und Sophie Werthenbach. Kleine und große Bibliotheksbesucher sind angetan von der Fantasiewelt. Diese lässt nun den Aufenthalt in der farbenfrohen Leseecke zu einem besonderen Erlebnis werden. Markus Döring

Die Maltechniken der Kunstschüler

Beim modulierenden Malen wird eine Farbe stufenweise abgetönt mit pastosen (dickflüssigen) Farben. Eine Herausforderung waren für die jungen Künstler Mischfarben. Gerade Abtönfarben sind im Sinne der Farbenlehrer keine reinen Farben. Dies „Mischungen“ ergeben oft nicht so schöne Ergebnisse. Von intensiven und dunklen Farben braucht man für ein schönes Mischergebnis weniger als von hellen Farben. Für ein pastelliges Taubenblau benötigt man beispielsweise sehr viel mehr Weiß als Blau. Um eine Farbe heller oder dunkler zu mischen, eignen sich Schwarz und Weiß nur bedingt, da die Farben dadurch einen Grauton oder Pastellton erhalten. Fenster, Figuren und viele Elemente sind nicht nur einfarbig ausgemalt, sondern beinhalten Abstufungen, damit das Ergebnis dreidimensional wirkt. mdo

Altenkirchen Betzdorf
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