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Kreis Altenkirchen

Für Pflegekammer die Stimme erheben

Die Ärzte sind in einer Kammer organisiert, die Apotheker und auch die Zahnärzte. Doch bei den Pflegeberufen fehlt diese Organisation noch. Derzeit wird sie in Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) aus Wallmenroth hin. Wäschenbach ist auch Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss des Landtages. So ist es ihm ein Anliegen, auf die geplante Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz hinzuweisen.

Kreis Altenkirchen – Die Ärzte sind in einer Kammer organisiert, die Apotheker und auch die Zahnärzte. Doch bei den Pflegeberufen fehlt diese Organisation noch. Derzeit wird sie in Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) aus Wallmenroth hin. Wäschenbach ist auch Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss des Landtages. So ist es ihm ein Anliegen, auf die geplante Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz hinzuweisen.

Zu einem Informationsgespräch hatte er Vertreter aus dem Pflegebereich nach Betzdorf eingeladen. Nur zwei sind gekommen. Karl-Heinz Striegl von der Sozialstation Betzdorf-Kirchen und Franz-Josef Heer vom Pflegestützpunkt in Kirchen. Diese geringe Resonanz auf die Einladung zeigt, dass das Thema Pflegekammer vor Ort eigentlich kein Thema ist. Das bestätigen auch Heer und Striegl. „Das Thema ist hier nicht greifbar", sagt Striegl. Doch beide sind dafür, dass es so eine Pflegekammer gibt. Damit diese aber auf den Weg gebracht werden kann, findet eine Abstimmung unter den Betroffenen im Internet statt. Bis 18. März können sie sich noch registrieren lassen, erläutert Wäschenbach. Rund 1000 Menschen, so Schätzungen, sind im Kreis Altenkirchen im Pflegebereich tätig. Sei es bei ambulanten Diensten oder stationär als Gesundheits- und Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer, Altenpfleger oder auch Altenpflegehelfer. Sie alle will der Abgeordnete informieren. Wäschenbach erläutert, dass die Pflegekammer auf eine Initiative der CDU zurückgehe, die auch vom Land unterstützt werde. Es gebe aber auch kritische Stimmen zur Einrichtung einer Kammer. Pflegeverbände und auch die Gewerkschaft Verdi gehören dazu.Laut Wäschenbach, Heer und Striegl könnte eine Organisation in Form einer Kammer könnte Vorteile bringen. Einheitlicher könnte die Pflege mit Blick auf die fachlichen Standards und Qualitätskriterien werden. Ebenso werde die Weiterbildung geregelt, ethische Fragestellungen erörtert und auch der Gesetzgeber beraten. Die Pflegekammer ist aber nicht zuständig für Tarifverhandlungen oder zum Beispiel einen Pflege-TÜV. Aber diese Pflegekammer, so die Hoffnung, könnte Akzente setzen und zum Beispiel auch gegen den Fachkräftemangel in Pflegeberufen angehen, Arbeitsbedingungen ändern (viel Dokumentation statt Zeit für Patienten) und einiges für das Image der Pflegeberufe leisten. Mit der Pflegekammer, so Wäschenbach, gebe es dann auch nur noch einen Ansprechpartner in dem Bereich. Auch das wird als Vorteil gesehen. Aber es wird darauf hingewiesen, dass eine Pflegekammer die Pflichtmitgliedschaft für die Beschäftigten der Pflegeberufe vorsieht. Alle Mitglieder zahlen dann einen Beitrag, der nach Einkommen gestaffelt ist und monatlich maximal zehn Euro betragen darf.Das Land, so Wäschenbach, mache die Einrichtung der Pflegekammer vom Ergebnis der Umfrage abhängig. Welche Kriterien da gelten, sei nicht bekannt. Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer ruft die Berufsangehörigen und Auszubildenden in der Pflege dazu auf, sich an der Befragung über die Einrichtung Pflegekammer zu beteiligen. Bis zum 18. März muss die Registrierung online erfolgt sein. Bis zum 25. März ist die Stimmabgabe möglich. Auf der Homepage www.pflegekammer-befragung-rlp.de gibt es umfassende Informationen. Hier erfolgt auch die Registrierung. Andreas Neuser

Altenkirchen Betzdorf
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