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Friedewald

Fesche Wies'n-Gaudi im Westerwald

Wies'n-Gaudi mitten im Westerwald: In der Bürgerhalle von Friedewald ging der zweite „Westerwald-Stadl“ über die Bühne, sorgte für zünftige Unterhaltung nach bayrischer Tradition. Klar, dass sich hier die rund 150 Festgäste mächtig in Schale geschmissen hatten: Lederhosen, karierte Hemden und fesche Dirndl gehörten zur angesagten Festtagsgarderobe.

Die Friedewälder Tanzmädels griffen nur allzu gerne das Oktoberfestthema auf. In Dirndls und karierten Hemden und Trachtenhosen führten sie temperamentvolle Tänze auf und sorgten für fröhliche Stimmung bei den Festgästen.  Foto: Beate Christ
Die Friedewälder Tanzmädels griffen nur allzu gerne das Oktoberfestthema auf. In Dirndls und karierten Hemden und Trachtenhosen führten sie temperamentvolle Tänze auf und sorgten für fröhliche Stimmung bei den Festgästen.
Foto: Beate Christ

Mit dem „Westerwald-Stadl“ hatten die Männer und Frauen des TuS Friedewald im letzten Jahr eine neue Ära eingeleitet. Sie hatten sich nämlich nach 18 Jahren von der beliebten Oldie-Night verabschiedet, die bislang immer zahlreiche Partyfans ins Festzelt nach Friedewald gezogen hatte. „Unsere Oldie-Night war anfangs eine sehr schöne Sache“, erinnert sich der Geschäftsführer des TuS Friedewald, Michael Ebener. Doch irgendwann rechnete sich die Veranstaltung für den Verein nicht mehr. „Die letzten zwei Jahre stand der Aufwand für die Veranstaltung in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag“, berichtet Ebener.

Er bedauert diese Entwicklung. Warum es so kam, kann er nur vermuten: „Es hat sich in der Gesellschaft viel verändert. Zum einen gibt es ein riesiges Freizeit- und Veranstaltungsangebot, die Menschen scheinen übersättigt zu sein. Zum anderen gehen immer weniger Leute am Wochenende aus.“ Für Ebener und seine Mitstreiter das Signal, einen Schlussstrich unter die Oldie-Night zu ziehen, sich davon zu verabschieden und etwas Neues zu beginnen. „Vielleicht war die Zeit für diese Veranstaltung auch einfach nur vorbei“, meint er. Die Oldies wurden also zur Oktoberfestmusik und von weiß-blauer Partystimmung abgelöst. Im vergangenen Jahr – noch im Festzelt – feierten über 400 Menschen den ersten „Wiesn-Stadl“ in Friedewald.

Diesmal luden die Veranstalter nun in die Bürgerhalle ein. „Wir haben eine vernünftige und gut geeignete Halle. Wieso sollen wir diese nicht nutzten?“, dachte sich Ebener. Bei Leberkäs', Brezeln, deftiger Blut- und Leberwurst, also typisch bayrischen Schmankerln, und jeder Menge gut gelaunter Festgäste wurde also in der Bürgerhalle „o'zapft“ und für Wiesnstimmung gesorgt.

Party-DJ Hennemann hatte die richtige Musik im Gepäck, und die Friedewälder Tanzmädels zeigten den Festgästen, dass es nicht immer ein Schuhplattler sein muss, der die Herzen von Oktoberfestfans höher schlagen lässt. Unter der Leitung von Angeline Reske und Jana Trippler führten die Mädchen ein paar temperamentvolle Tänze auf und begeisterten damit die Festgäste. Die ließen es sich übrigens auch nicht nehmen, selbst die Tanzfläche zu stürmen und ausgelassen zu feiern. „Die Idee, den Westerwald-Stadl zu feiern, finde ich richtig gut. Die Leute vom TuS haben sich sehr viel Mühe gegeben“, sagte Gina Bartolosch. Sie und ihr Freund kamen selbstverständlich in Trachten zum Fest. Wie viele andere Besucher auch. „Das gehört einfach dazu“, meinte die junge Frau. Die Anschaffung des Dirndls habe sich für sie nicht nur für den Besuch beim „Westerwald-Stadl“ gelohnt. „Es gibt ja noch mehrere Oktoberfeste, zu denen ich das Kleid anziehen kann“, sagt sie. Das Schöne in Friedewald sei indes, dass man die meisten Festbesucher kenne und viele Bekannte treffe.

Ob das neue Konzept des TuS Friedewald aufgeht, wird sich zeigen. „Es ist auf jeden Fall ein Versuch“, meinte Michael Ebener, bereit, neue Wege zu gehen. Er hatte rund 20 Helfer um sich gescharrt, die die Gäste bewirteten und zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Von unserer Reporterin Beate Christ

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