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    Fachkräftemangel zeichnet sich bereits ab

    Allerorts wird bei den Kindertagesstätten an-, aus- und neu gebaut, um den gesetzlichen Ansprüchen der Eltern auf einen Platz für ihre Zweijährigen und ab 2013 auch Einjährigen gerecht zu werden. Hinzu kommen eine Vielzahl an Zusatzkräften für Sprachförderung, Integration oder Mittagsbetreuung. Doch wie sieht es mit dem Personal aus? Steht überhaupt für alle Einrichtungen genug Fachpersonal zur Verfügung?

    Kreis Altenkirchen - Allerorts wird bei den Kindertagesstätten an-, aus- und neu gebaut, um den gesetzlichen Ansprüchen der Eltern auf einen Platz für ihre Zweijährigen und ab 2013 auch Einjährigen gerecht zu werden. Hinzu kommen eine Vielzahl an Zusatzkräften für Sprachförderung, Integration oder Mittagsbetreuung. Doch wie sieht es mit dem Personal aus? Steht überhaupt für alle Einrichtungen genug Fachpersonal zur Verfügung?

     

     

    Die Branche ist sich einig: Ihr steht ein deutlicher Fachkräftemangel ins Haus. Erste Anzeichen spürt sie schon jetzt.
    Eine Bestandsaufnahme: In der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen werden zwölf Kindertagesstätten seitens der Kommune betrieben. Es gibt 36 Gruppen und rund 140 Mitarbeiter. „Zurzeit haben wir noch kein Problem, die Stellen zu besetzen. Gerade erst haben wir die neue Kita an der Glockenspitze eröffnet, hier haben viele Berufsrückkehrerinnen angefangen“, so Fred Jüngerich von der VG. Allerdings werde der drohende Fachkräftemangel bei den Anerkennungspraktikantinnen spürbar. „Hier konnten wir nicht alle Kindergärten bestücken“, so Jüngerich. Zurzeit fangen FSJler diesen Ausfall auf, aber genau an diesem Punkt zeige sich, dass es im Bereich Nachwuchs problematisch werden könnte.
    Auch bei der VG Flammersfeld ist man noch in der glücklichen Lage, sich die Bewerber aussuchen zu können. Die Verbandsgemeinde hat zurzeit zwei Kindertagesstätten, wobei der Flammersfelder Kindergarten im Moment noch mit sechs Gruppen und zwei Notgruppen arbeitet. In Epgert gibt es vier Gruppen. In Rott entsteht gerade ein dritter kommunaler Kindergarten, dort werden noch mal vier Gruppen und etwa acht Vollzeitstellen entstehen. „Wir müssen nicht ausschreiben, sondern haben immer eine Anzahl von Initiativbewerbungen, aus denen wir auswählen können“, sagt Ralf Weingarten von der Verwaltung. Anders als in Altenkirchen gebe es auch zurzeit noch genügend Bewerber für das Anerkennungspraktikum. „Aber das Problem wird uns auch noch erreichen“, ist er sich sicher. Schwierig sei es, Zusatzstellen zu besetzen, da diese oft befristet seien und daher für die Bewerber nicht so attraktiv.
    „Wir haben alle Stellen besetzt, aber die Situation ist schwierig“, sagt hingegen Klaus Becher von der VG Wissen. Fünf kommunale Kindertagesstätten gibt es dort mit 16 Gruppen und etwa 45 Kräften. Auf die jüngste Stellenausschreibung im Juni/Juli hätte es gerade mal eine Bewerbung gegeben. Auch Becher hat festgestellt, dass gerade im Bereich der befristeten Stellen der Mangel schon heute deutlich spürbar ist, man fände eher noch Interessenten für einen festen Arbeitsplatz. Auch Anerkennungspraktikantinnen zu finden, sei wie vielerorts schwierig geworden. „Ich sehe da in der Zukunft ein echtes Problem auf uns zukommen“, so Becher.
    Und in der VG Daaden kennt man schon die paar Bewerber, die sich immer wieder auf ausgeschriebene Stellen im Bereich Erzieherin melden. „Vor drei, vier Jahren gab es noch viele Bewerber auf eine Stelle, heute ist es oft umgedreht, und man kennt alle, die noch zur Verfügung stehen“, so Dennis Dieckmann von der VG. Man ist daher in Daaden dazu übergegangen, Stellengesuche nicht nur im Bereich des eigenen Mitteilungsblattes auszuschreiben, sondern auch im Bereich der VGs Betzdorf, Gebhardshain, Hachenburg und Bad Marienberg zu suchen. Sechs Kitas mit zwölf Gruppen und etwa 40 Mitarbeitern gibt es in der VG, personelle Engpässe habe man hier aber nur in ganz seltenen Ausnahmefällen mit ungelernten Kräften abfangen müssen und dann auch nur tageweise.
    Dieses Problem kennt auch Petra Hannappel. Sie betreut für den evangelischen Kirchenkreis die Kindertagesstätten, elf an der Zahl im Kreis Altenkirchen unter anderem in der Kreisstadt, in Betzdorf, Daaden, Wissen und Hamm. „Im Moment ist es noch handelbar, aber das Problem ist da“, so Hannappel. „Früher hatten wir noch die Auswahl, heute müssen wir nehmen, was kommt“, sagt sie. Und da sei das Problem im Bereich Vertretungskräfte besonders gravierend. „Bei kurzfristigen Ausfällen mussten wir schon öfter mal auf ungelernte Kräfte, zum Beispiel auf Mütter, zurückgreifen.“ Und, so ist sich Hannappel sicher, das Problem wird sich verschärfen. Sonja Roos

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