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    Daaden sieht nur Gebhardshain als Partner

    Daaden -  Ein starkes Plädoyer in Sachen Gebietsreform zum freiwilligen Zusammenschluss der Verbandsgemeinde Daaden mit der Verbandsgemeinde Gebhardshain hielt Bürgermeister Wolfgang Schneider Mittwochabend während der Einwohnerversammlung im Daadener Bürgerhaus. Rund 45 Bürger, fast nur Männer, wurden von Schneider umfassend über die Pläne des Landes zur Zusammenlegung von kleineren Verbandsgemeinden zu größeren Einheiten informiert.

    Übersichtlich war bei der Einwohnerversammlung die Zuhörerzahl in Daaden.
    Übersichtlich war bei der Einwohnerversammlung die Zuhörerzahl in Daaden.
    Foto: Andreas Neuser

    Daaden -  Ein starkes Plädoyer in Sachen Gebietsreform zum freiwilligen Zusammenschluss der Verbandsgemeinde Daaden mit der Verbandsgemeinde Gebhardshain hielt Bürgermeister Wolfgang Schneider Mittwochabend während der Einwohnerversammlung im Daadener Bürgerhaus. Rund 45 Bürger, fast nur Männer, wurden von Schneider umfassend über die Pläne des Landes zur Zusammenlegung von kleineren Verbandsgemeinden zu größeren Einheiten informiert.


    Schneider arbeitete mit vielen Daten unterlegt Hintergründe heraus und legte dar, warum eigentlich nur Gebhardshain in Frage kommt. Denn da habe man einen Partner auf Augenhöhe mit ähnlichen Strukturen. „Das hat auf Dauer Substanz.“ Schneider warb eindringlich dafür, dass beide Verbandsgemeinden freiwillig zusammengehen sollten. Würden ab Mitte 2012 vom Land Zwangsfusionen angeordnet, dann sieht er da doch Sand ins Getriebe kommen.
    Der Verbandsgemeinderat Daaden hat bereits einstimmig beschlossen, dass man eine freiwillige Fusion eingeht. Es wurde aber nicht festgelegt ob Herdorf oder Daaden. Stellt sich nun die Frage, ob Gebhardshain will. Dort gibt es im November eine Bürgerbefragung und danach eine Abstimmung im Verbandsgemeinderat. Die Daadener hoffen, dass es dann zur Hochzeit kommt.
    Walter Strunk (SPD) verwies in der Versammlung allerdings darauf, dass der Beschluss des Verbandsgemeinderates Daaden doch eher offen gelassen habe, in welche Richtung man mit wem zusammengehe. Herdorf oder Gebhardshain. Da verdeutlichte Bürgermeister Schneider allerdings, dass Herdorf nach wie vor auf seine Eigenständigkeit poche. Da stehe die Stadt bereits mit anderen verbandsfreien Städten im Land im Kontakt, um das juristisch auch umzusetzen. rhzusetzen. Folge: Nur Gebhardshain bleibt über.
    Lena Daub (SPD) plädierte hingegen noch einmal stark dafür, einen Blick in Richtung Herdorf „über den Hüppel zu werfen“. Denn dort gebe es zum Beispiel im Bereich der Schulen Zusammenarbeit und historische Gemeinsamkeiten. Schließlich, so fand Daub, müsse eine neue Verbandsgemeinde auch gelebt werden. Ebenso sei es auch sinnvoll und ein Akt von Solidarität, wenn bei der Gebietsreform stärkere Verbandsgemeinden mit schwächeren zusammengelegt werden.
    Schneider nannte den Daadenern auch konkrete Beispiele, wo sie eine Zusammenlegung spüren. Das sind die Bereiche Wasser/Abwasser, wo die Preise in der Verbandsgemeinde Gebhardshain günstiger sind und Daaden somit einen Vorteil hätte. Weiterhin seien die Umlagen, die die Ortsgemeinden an die Verbandsgemeinde zu zahlen hätten. In der Verbandsgemeinde Daaden beträgt diese Umlage (Schulen eingerechnet) rund 34 Prozent. In der Verbandsgemeinde Gebhardhain sind es 38 Prozent. „Auch noch recht vernünftig“, findet Schneider.
    Bei allen Diskussionen sieht der Bürgermeister bei der ganzen Gebietsreform eher eine Veränderung der Verwaltungsstrukturen. „Der Bürger wird nicht schlechter bedient als vorher“, versprach er.
    Und auch die Rathäuser in Daaden und Gebhardshain, wenn hier ein Zusammenschluss erfolgen sollte, würden weiter bestehen bleiben. Wo allerdings dann der Hauptsitz der Verwaltung ist, das ist offen. Und wie der neue Namen einer größeren Verbandsgemeinde lauten wird, das ist auch offen. „Das wird an letzter Stelle geklärt.“
    Eine Sorge trieb die Daadener Bürger aber um. Wenn Daaaden und Gebhardshain freiwillig zusammengehen würden, was passiert dann mit Herdorf? Könnte das Land das Städtchen per Zwangsfusion dem freiwilligen Verbund Daaden/Gebhardshain zuordnen?
    Für Bürgermeister Schneider sind das eher theoretische Diskussionen. Möglich wäre das vom Gesetz her aber schon. Schneider geht eher davon aus, dass Herdorf zu Betzdorf kommen könnte.
    Wenn das Städtchen zu Daaden/Gebhardshain angegliedert würde, dann gebe es so nach Montabaur die größte Verbandsgemeinde im Land. Und das kann sich Schneider angesichts von Landes- und Regionalplanungen mit dem Mittelzentrum Betzdorf dann doch nicht vorstellen. Andreas Neuser

     

     

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