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    HerdorfComputertüftler nach Probephase sicher: "Ich habe Lotto geknackt "

    Sechs Richtige - davon träumt jeder Lottospieler. Aber drei Sechser in nur vier Wochen? Ja, sagt Dirk Veit (45), der Lotto knacken will und mit einer ähnlichen Idee bereits vor 25 Jahren im TV bei Günther Jauch Gast war. Nun hat der Herdorfer Computertüftler den vermeintlichen Beweis angetreten, dass sein System tatsächlich funktioniert: Mit großem Einsatz noch mehr wieder rausholen.

    Dirk Veit (links) glaubt fest daran, dass ihm der Durchbruch gelungen ist, Lotto zu knacken. Den vermeintlichen Beleg dafür lieferte er anhand der Daten auf einem USB-Stick, der - wie das Dokument beweist - drei Wochen lang unangetastet in einem Bankschließfach lag. Auch Hasan Yilmaz, der die blaue Dose mit dem USB-Stick hier in die Kamera hält, ist von der Idee seines Arbeitskollegen absolut überzeugt. Foto: Daniel Weber
    Dirk Veit (links) glaubt fest daran, dass ihm der Durchbruch gelungen ist, Lotto zu knacken. Den vermeintlichen Beleg dafür lieferte er anhand der Daten auf einem USB-Stick, der - wie das Dokument beweist - drei Wochen lang unangetastet in einem Bankschließfach lag. Auch Hasan Yilmaz, der die blaue Dose mit dem USB-Stick hier in die Kamera hält, ist von der Idee seines Arbeitskollegen absolut überzeugt.
    Foto: Daniel Weber

    Von unserem Redakteur Daniel Weber

    Freitag, 11.38 Uhr, Volksbank Herdorf: Im Schließfach 43 ist Veits großes Geheimnis deponiert. Vorsichtig dreht er den Schlüssel rum, zieht die Schublade heraus. Die kleine blaue Plastikdose, in dem der USB-Stick mit den Auswertungsdaten liegt, reicht er sofort weiter - niemand soll auf die Idee kommen, dass hier möglicherweise manipuliert wird. Ein Auszug der Besucherkartei beweist, dass zuletzt am 18. September, 17 Uhr, jemand am Schließfach war. Seitdem gab es drei Samstagsziehungen - nun soll sich zeigen, wie viele "Treffer" in Veits Auswertungen zu finden sind.

    12.10 Uhr, Wohnung Veit: Die blaue Dose wird unter den Argusaugen der Zeugen geöffnet. "Ich zittere vor Aufregung", sagt Veit, während er den USB-Stick rausholt und in den Laptop steckt. Nach kurzem Warten öffnet sich die Excel-Tabelle mit den drei Millionen "guten" Kombinationen, die Veits System aus den rund 14 Millionen möglichen herausgefiltert hat. Die Gewinnchancen haben sich, so rechnet Veit vor, damit um das 4,7-fache erhöht. Jetzt werden die Zahlen in der Tabelle mit den Lottoziehungen der vergangenen Samstage abgeglichen.

    4, 7, 24, 31, 33, 45 - die Lottozahlen vom vergangenen Samstag finden sich in Dirk Veits Tabelle wieder: ein Sechser unter drei Millionen Kombinationen.
    4, 7, 24, 31, 33, 45 - die Lottozahlen vom vergangenen Samstag finden sich in Dirk Veits Tabelle wieder: ein Sechser unter drei Millionen Kombinationen.
    Foto: daw

    Und tatsächlich: Am 4. Oktober und 27. September wäre ein Sechser unter Veits Kombinationen dabei gewesen, ebenso am 13. September.

    Wäre... - denn Veit hat (noch) nicht "wirklich" getippt und somit in seinen Auswertungen auch nicht die (frei wählbare) Superzahl berücksichtigt. Allein mit den sechs Richtigen aus der Vorwoche hätte er den Jackpot mit vier Millionen Euro geknackt. Bereut er jetzt, dass er noch nicht gespielt hat?

    "Nein", sagt er, "schließlich bräuchte ich einen Einsatz von etwa 3,2 Millionen Euro, damit Lotto auch dauerhaft Gewinn abwirft." Für ihn ist aber nunmehr der Beweis erbracht, dass sich mit Lotto in einer Tippgemeinschaft garantiert Geld verdienen lässt. Denn schließlich, so erklärt er, geht es nicht nur um die Sechser, sondern es ist auch die Summe der Treffer in den anderen Gewinnklassen, mit denen man Reibach machen kann.

    Neben dreimal sechs Richtigen hat er nach eigenen Angaben "in den vier Wochen mehrere Fünfer erzielt, davon allein neun in der Vorwoche, sowie Zehntausende Vierer und Dreier im sechsstelligen Bereich". Den Langzeitbeweis ist der "Lotto-Knacker" aus Herdorf freilich noch schuldig. Aber es gibt offenbar bereits Spieler, die fest in Veits System vertrauen. "Eine Tippgemeinschaft aus Wissen hat sich gemeldet, die mit 100 Leuten und je 100 Euro Einsatz dabei wäre", erzählt er, "auch von Arbeitskollegen und bei Facebook gab's schon Anfragen."

    Veits Methode: "Einzelne Zahlen auf ihre Häufigkeit zu untersuchen, ist derber Unsinn." Anders verhalte es sich jedoch bei der Betrachtung ganzer Zahlenreihen. Hier geht Veit davon aus, dass nicht alle Kombinationen die gleiche Chance haben, gezogen zu werden. "Prinzipiell", sagt er, "ist immer alles dasselbe: die Kugeln, ihre Anordnung beim Start, die Maschine und ihre Umdrehungszahl." Theoretisch, sagt er, müsste der immer gleiche Ablauf dafür sorgen, dass immer dieselben Zahlen gezogen werden. "Aber nur in einer perfekten Welt, in der die Kugeln absolut rund sind, die Maschine ohne jegliche Toleranzen ist und sogar Raumtemperatur und Zahl der Staubkörner immer gleich sind."

    Dies sei aber nicht der Fall, und aus eben diesen Ungenauigkeiten und Schwankungen, so Veit, "ergeben sich die unterschiedlichen Kombinationen, das, was landläufig als Zufall bezeichnet wird". Veit glaubt fest daran, dass sich dieser "Zufall" analysieren lässt, hat die Zahlen sämtlicher fast 3000 Samstagsziehungen seit 1960 und das Ergebnis, dass manche Kombinationen in ihrer Wahrscheinlichkeit anderen um einen hohen Faktor voraus waren. Und die müsste man spielen.

    Wie es nun weitergeht? Veit will erst mal weiter an seinen Auswertungen feilen, in einem nächsten Schritt noch mal 90 000 Kombinationen rausfiltern. "Ich warte ab, was kommt", sagt er. Die Lottowelt darf derweil gespannt sein, wann der Herdorfer die ersten "echten" Scheine ausfüllt...

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