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    Bürgerzorn: Anwohner in Daaden haben Riesenbedenken beim Neubaugebiet Jungental

    Massive Bedenken gegen das neue Baugebiet Jungental in Daaden äußern Anwohner des Gebiets und Anlieger der Zufahrtstraßen. In einem offenen Brief an Stadtbürgermeister Walter Strunk äußern sie ihre Bedenken. Heftig kritisiert wird, dass die Zufahrt zu dem Gebiet nicht geklärt sei. Bestehende Straßen seien dafür nicht geeignet. Ebenso massive Vorwürfe gibt es, da die betroffenen Bürger im Rat in der Einwohnerfragestunde nicht zu Wort gekommen seien, obwohl vorher in einem Brief von Strunk von Transparenz und Mitwirkung der Bürger die Rede gewesen sei. Im Rat habe es keine Antwort zu ungeeigneten Zufahrten und alternativen Baugebieten gegeben.

    Mit einem offenen Brief an Daadens Stadtbürgermeister Walter Strunk fordern Anwohner nicht nur aus der Straße Jungental, über das Baugebiet Jungental neu nachzudenken.  Fotos: Markus Döring
    Mit einem offenen Brief an Daadens Stadtbürgermeister Walter Strunk fordern Anwohner nicht nur aus der Straße Jungental, über das Baugebiet Jungental neu nachzudenken. Fotos: Markus Döring
    Foto: Markus Döring

    Fazit der Anwohner: Das Baugebiet Jungental ist für gut 50 Häuser nicht geeignet. Die Stadt sollte Alternativen prüfen. So den Bereich Löwenhahn.

    Die Ecke Jungental/Denkmalstraße ist für die Anwohner ein Knackpunkt bei der Zufahrt zum geplanten Baugebiet Jungental.
    Die Ecke Jungental/Denkmalstraße ist für die Anwohner ein Knackpunkt bei der Zufahrt zum geplanten Baugebiet Jungental.
    Foto: Markus Döring

    Hier Auszüge aus dem offenen Brief, der von rund 30 Bürgern unterzeichnet ist:

    „Hier wird erheblich in bestehende Strukturen von Anwohnern eingegriffen, die seit Jahrzenten als treue Bürger der Stadt Daaden dieses Gebiet bewohnen. In dem bisher vorgelegten Entwurf mit 50 Bauplätzen wird es notwendig sein, bestehende Einfriedungen zurückzubauen, um zum Beispiel die Straße unterhalb Haus Blöcher zu verbreitern. Dieses Vorgehen ist weder sozial verträglich noch gesellschaftlich gerechtfertigt.

    Mit keinem der Anlieger, die für die Straßen im geplanten Baugebiet von ihrem Land abzugeben hätten, das sie teilweise seit mehreren Jahrzehnten pflegen und bewirtschaften, wurde vorher gesprochen.

    Als absolut unverantwortlich und befremdlich finden wir auch die einstimmige Entscheidung des Stadtrates, ein Baugebiet zu planen, ohne eine adäquate Zufahrt zu diesem Gebiet sichergestellt zu haben. Die Zufahrt über die Straßen Jungental und Denkmalstraße liegt zwar außerhalb des Plangebietes, kann aber keinesfalls außer Acht gelassen werden. Die Einfahrt beziehungsweise Ausfahrt von der Denkmalstraße auf die Hachenburger Straße stellt aufgrund des Verkehrsaufkommens, der Unübersichtlichkeit und der benachbarten Grundschule einen erheblichen Gefahrenpunkt dar. Bei Schulbeginn und -ende befinden sich viele Kinder in der Denkmalstraße, die aufgrund eines fehlenden, durchgehenden Gehweges im Fahrbereich unterwegs sind. Bei 50 weiteren Häusern, mit angenommen zwei Pkw, würde sich das Verkehrsaufkommen geschätzt mindestens verzehnfachen. Hier sind Unfälle und enorme Lärmbelästigungen der Anwohner an der Zufahrtsstraße Jungental sowie elementare Verkehrsbeeinträchtigungen nicht auszuschließen beziehungsweise mehr als wahrscheinlich.

    Bei dem letzten Bauvorhaben im Jungental im Jahr 2015 wurde seitens der Ortsgemeinde eine Ampelanlage gefordert, um mit Lkw für die Baustellenanlieferung die Hachenburger Straße aus der Straße „Im Kirdorf“ zu überqueren. Bei 50 geplanten Neubauten dürfte das den Verkehr in Daaden über viele Jahre erheblich beeinträchtigen. Die gesamte Straße Jungental ist sehr eng und als Hauptzufahrt für dann über 60 Häuser keineswegs geeignet. Begegnungsverkehr ist nicht möglich. Auch für Rettungsfahrzeuge und Fahrzeuge zur Abfallentsorgung ist eine gesicherte Durchfahrt nicht mehr gewährleistet. Große Probleme sieht man auch im Winter. Die Einfahrt in die Straße „Jungental“ von der Denkmalstraße aus Richtung Hachenburger Straße ist für größere Fahrzeuge, insbesondere auch Baufahrzeuge, Lkw oder Sattelauflieger unter anderem zum Zwecke der Belieferungen der Baustellen, Lieferungen von Küchen und Möbeln etc., nicht möglich. Eine Ausrundung der Straße an dieser Ecke wäre zu diesem Zwecke massiv notwendig. Wir bezweifeln, dass dies aufgrund der örtlichen Verhältnisse in einem solchen Umfang möglich wird.

    Vor zwei Jahrzehnten wurde die Erschließung dieses Gebietes aus genau diesen Gründen nicht vorgenommen. Umso unverständlicher ist es nun, dass man hier seitens der Stadtverwaltung eine solch große Baumaßnahme anstrebt. Im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit den betroffenen Anwohnern und den zu erwartenden Kosten für die Erschließung des Baugebietes Jungental ist ein Fortführen der Planung aus unserer Sicht erst darstellbar, wenn die Zufahrtssituationen gesichert und nachhaltig geklärt sind.

    Wir fordern ein umfassendes Verkehrsgutachten, das Topografie, Zu- und Abfluss des Verkehrs und die zu erwartende Lärmbelastung nachhaltig bewertet. Sollte ein solches Gutachten vorliegen, bitten wir um Einsicht.“

    Bei der Bebauung im Bereich Löwenhahn und angrenzenden Silberberg oder Bölze, so wird von den Unterzeichnern argumentiert, seien all die Anbindungsprobleme nicht vorhanden. Ebenso werde dort nicht in bestehende Anwohnerstrukturen eingegriffen. So wird gebeten, im Stadtrat zu diskutieren, ob dies die bessere Variante darstellt.

    Ebenso wird von den Unterzeichnern des offenen Briefes verdeutlicht, „dass gerade das Gebiet Jungental als natürliches Naherholungsgebiet genutzt wird. Das Gebiet Löwenhahn ist in dieser Beziehung kaum frequentiert, respektive würde man die gesamten Bürger der Stadt Daaden durch Erschließung des Gebietes Löwenhahn nicht eines einmaligen und vom Zentrum fußläufig erreichbaren, naturnahen Naherholungsgebietes berauben. Die durch sanfte Bewirtschaftung vorhandene Flora und Fauna, die angesiedelten Tiere, zum Beispiel die Ziegen und Esel, könnten somit weiterhin für die Allgemeinheit zugänglich sein und von den Lehrern und Schülern der Grundschule sowie den Kindergärten besucht werden. Im Winter könnten die Hänge weiterhin von den Kindern zum Schlitten fahren genutzt werden. Auch solche weichen Faktoren sind sicher in Zukunft wichtig, um den auf der Homepage prognostizierten Bevölkerungsrückgang um 1749 Bürger (-15,18 Prozent) bis zum Jahr 2030 in Daaden einzudämmen und ein attraktives, naturnahes Umfeld zu erhalten.“

    Von unserem Redakteur Andreas Neuser

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