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Friesenhagen

Bürgerinitiative sieht Artenvielfalt gefährdet

Claudia Geimer

Allein schon aus Gründen des Arten- und Naturschutzes dürfe es keine Windräder in der Region um Friesenhagen geben. Diese Meinung vertritt die Bürgerinitiative Wildenburger Land. Die Gegner der Windkraft untermauern ihre Ansicht mit einem Gutachten, das von zwei Mitgliedern der BI in den vergangenen drei Jahren erstellt worden ist.

Foto: Claudia Geimer

Die beiden Autoren, Christoph Buchen (Morsbach) und Horst Braun (Steeg), sind zusammen mit den beiden BI-Sprechern Christoph Gehrke und Udo Otterbach am Samstag nach Kirchen gefahren, um ihre Arbeit an den neuen Bürgermeister Maik Köhler zu übergeben. Begleitet wurden sie von Friesenhagens Ortsbürgermeister Norbert Klaes. Er hat die Lektüre bereits seit Freitag vorliegen. Landrat Michael Lieber bekam das Gutachten schon vor Weihnachten im Dezember überreicht. „Damit haben wir alle drei Ebenen vor Ort, die am Planungs- und Genehmigungsprozess beteiligt sind, erreicht“, sagt BI-Sprecher Gehrke. Bürgermeister Maik Köhler nahm sich eine knappe Stunde Zeit für ein Gespräch mit den Windkraftgegnern im Rathaus. Dabei erläuterten die BI-Mitglieder dem neuen Amtsträger den Inhalt des Gutachtens. Anschließend stellten die Autoren und die Sprecher das Papier der Öffentlichkeit vor.

Auf 182 Seiten legen Buchen und Braun dar, warum ihrer Meinung nach seltene Tierarten eine Genehmigung von Windrädern im Wildenburger Land ausschließen würden. Buchen ist Ornithologe und ehrenamtlicher Vertrauensmann für Vogelschutz in NRW. Braun ist Biologielehrer, Jäger, Ornithologe und Mitglied der Naturschutzinitiative Rheinland-Pfalz. Das Gutachten sei keine wissenschaftliche Arbeit, sondern beruhe auf „Laienwissen“, so Buchen. Drei Jahre lang haben die beiden sachkundigen Verfasser die Vogelpopulation im Wildenburger Land studiert und kartiert. Auch die Bürger vor Ort hätten mitgeholfen, bei so genannten „Kuppengucken“, sich umzuschauen, wo Reviere besetzt sind. So lassen sich beispielsweise für den Rotmilan 22 besetzte Horste nachweisen. Auch Flugbewegungen wurden dokumentiert. Das Fazit lautet, dass Rotmilan, Schwarzstorch und Co. durch Windräder in ihren Lebensräumen beeinträchtigt würden und ein negativer Trend auf die Bestandssituation wahrscheinlich wäre. Ortsbürgermeister Norbert Klaes dankte der BI für ihr Engagement. Das politische Stimmungsbild in der Gemeinde sei gegen Windkraft eingestellt, sagte Klaes. Für zwei von insgesamt 18 geplanten Anlagen im Wildenburger Land liegen Bauanträge beim Kreis vor. Die BI rechnet mit einer Entscheidung im Frühjahr.

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer

Altenkirchen Betzdorf
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