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    Bruch soll nicht mehr "absaufen"

    Mit mehr als zwei Millionen Euro wird nach groben Schätzungen der Verbandsgemeindewerke Flammersfeld der Ausbau des Kanalsystems im ehemaligen Ferienhausgebiet Bruch in Bürdenbach zu Buche schlagen – verteilt auf die Schultern von Kommune, Anliegern und der Solidargemeinschaft.

    Über zwei Millionen Euro wird der Kanal- und Straßenausbau kosten. Die Kommune will diesen Posten gemeinsam mit den Anliegern, aber auch den Bürgern der Verbandsgemeinde Flammersfeld schultern. Somit werden die Wasserentgelte 2013 steigen.
    Über zwei Millionen Euro wird der Kanal- und Straßenausbau kosten. Die Kommune will diesen Posten gemeinsam mit den Anliegern, aber auch den Bürgern der Verbandsgemeinde Flammersfeld schultern. Somit werden die Wasserentgelte 2013 steigen.
    Foto: Sonja Roos

    Bürdenbach - Mit mehr als zwei Millionen Euro wird nach groben Schätzungen der Verbandsgemeindewerke Flammersfeld der Ausbau des Kanalsystems im ehemaligen Ferienhausgebiet Bruch in Bürdenbach zu Buche schlagen – verteilt auf die Schultern von Kommune, Anliegern und der Solidargemeinschaft.

     

     

    Das bilanzierten Joachim Schuh und Harald Bitzer von den Werken am Dienstagabend vor gut 90 Anliegern im Hotel Westerwald Treff. Bisher wird in besagtem Bereich lediglich das Schmutzwasser durch einen Kanal abgeführt. Das Regenwasser, so hatte man vor gut 35 Jahren beim Bau beschlossen, sollte in den Böden rund um die kleinen Feriendomizile versickern.
    Heute sieht es so aus, dass schon lange keine Feriengäste mehr in Bruch residieren, sondern die Häuser nach und nach in Privatbesitz übergingen. Mit den Eigentümern kamen Carports, Garagen, gepflasterte Einfahrten und Terrassen, sodass das Regenwasser keinen Raum mehr zum Versickern hat. Die unmittelbaren Folgen bekamen die Anwohner hautnah zu spüren, denen bei Starkregen zum Teil das Wasser in flutartigen Bächen durchs Wohnzimmer floss. Viele haben deshalb ihre Regenrinnen an den Schmutzwasserkanal angeschlossen, sodass das Regenwasser nun ebenfalls im Schmutzwasserkanal landet – illegaler Weise, wenn auch bislang von den Werken geduldet.
    Damit schwächten die Anwohner zwar die Problematik in ihrem Wohngebiet ab, schufen dafür aber eine neue, und zwar an der Kläranlage in Peterslahr. Zu nassen Zeiten bekommen die Arbeiter dort sogar hydraulische Probleme, und zwar nachgewiesenermaßen, weil aus Bruch der ganze Regen mit in die Kläranlage schwemmt. „Hier musste was passieren“, sagt Harald Bitzer, kaufmännischer Geschäftsführer der Werke. Das Problem sei lange bekannt gewesen, habe sich aber mit den Jahren immer weiter verschäft. Eine Lösung soll nun ein zweiter Kanal nur für das Oberflächenwasser bringen. Dieser soll seinen Inhalt direkt in den Lahrbach abführen, der wiederum sein Wasser in die Wied trägt. So weit, so gut, doch da auch die Straßen nicht wie in einem „normalen“ Wohngebiet in Breite und Qualität ausgelegt sind, muss auch dort etwas getan werden. „Der Belag ist so alt wie das Wohngebiet und langsam marode“, sagt Bitzer. Würde man dort drei, vier Meter tief für die Kanalarbeiten aufreißen, bliebe von der Straße nichts mehr übrig. Zudem müsse auch dort etwas zur Straßenentwässerung getan werden. Und wenn man schon dabei ist, wird auch die Straßenbeleuchtung neu gemacht.
    Summa summarum 2 060 000 Euro stehen am Ende der Maßnahmen unterm Strich. „Wir sind bemüht, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten“, sagte Bitzer, der auch gleich für die mittlerweile recht unruhig gewordenen Anlieger einige Rechenbeispiele in der Tasche hatte. Fällig würde ein einmaliger Beitrag Oberflächenwasser. Bei einem 600-Quadratmeter-Grundstück kämen Kosten von rund 1300 Euro auf die Anlieger zu. Dazu addierte Bitzer einen guten vierstelligen Betrag für den Straßenausbau und die Umklemmarbeiten, die aber von den Anliegern selbst erledigt werden könnten. „Bei besagter Grundstücksgröße müssen Sie also mit nicht mehr als 5500 Euro rechnen. Und wir finden für jeden einen guten Weg, dass er das auch finanziert bekommt“, sagte der Leiter der Werke. Wer rechnen kann, weiß aber an diesem Punkt, dass damit die Kosten nicht gedeckt sind.
    Sein Kollege Joachim Schuh fasste die finanzielle Situation so zusammen: „Die Hauptlast werden zwar die VG-Werke tragen, aber ein Teil der Kosten, etwa 800 000 bis 900 000 Euro, wird durch die Gebührenzahler der VG zu schultern sein.“ Will heißen, bereits ab 2013 schon werden sich für alle in der Verbandsgemeinde die Entgelte für Schmutz- und Niederschlagswasser erhöhen. Etwa anderthalb Jahre Bauzeit sind eingeplant. Los geht es im Spätsommer 2013. Sonja Roos

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