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Betzdorf

Betzdorferin spielt in AC/DC-Coverband

Claudia Geimer

Heilige, Frau, Gewinnerin – davon singen AC/DC in ihrem Song „Ruff Stuff“, übersetzt „Raues Zeug“. Die Pioniere des Hardrock geben sich gerne als harte Jungs. Und starke Frauen wie Verena Grifone-Fuchs (37) aus Betzdorf und Sabrina Brederlow (33) aus Neunkirchen bilden zusammen mit drei weiteren Musikerinnen die weibliche AC/DC-Coverband „Ruff Stuff“.

Verena Grifone-Fuchs (rechts) und ihre Kolleginnen der AC/DC-Coverband „Ruff Stuff“ (von links): Bettina Kroh, Sabrina Brederlow, Phoebe Strunkheit und mit der Gitarre Juliane Ehl.  Foto: Band
Verena Grifone-Fuchs (rechts) und ihre Kolleginnen der AC/DC-Coverband „Ruff Stuff“ (von links): Bettina Kroh, Sabrina Brederlow, Phoebe Strunkheit und mit der Gitarre Juliane Ehl.
Foto: Band

Lange Haare und schwarze Klamotten: Allein schon die Optik lässt darauf schließen, dass diese Band es laut mag und nicht leise. Auf ihrer Facebook-Seite wirbt sie mit dem Slogan: „Energiegeladene Show und originaler Sound“. Die Band wurde 2005 gegründet. Neben Verena Grifone-Fuchs (seit 2007) und Sabrina Brederlow (seit 2017) gehören zur aktuellen Formation die beiden Berufsmusikerinnen Juliane Ehl (39) aus Bornheim an der Gitarre und Phoebe Strunkeit (36) aus Hannover am Schlagzeug sowie Bettina Kroh (48) aus Köln als Sängerin. Sie ist von Beruf Logopädin. Auch Verena Grifone-Fuchs und Sabrina Brederlow haben Schreibtischjobs: Die Gitarristin aus Betzdorf ist Doktor der Elektrotechnik und arbeitet bei Thomas in Herdorf; Bandkollegin und Bassistin Sabrina arbeitet in der Baufirma ihres Schwiegervaters.

„Musik zu machen, ist ein toller Ausgleich zum Alltag im Beruf“, sagt Verena Grifone-Fuchs. Bei dem Sound einer der bekanntesten Rockbands der Welt – „muss man einfach mitmachen“. Sabrina Brederlow sieht es genauso: „Bei diesen Rhythmen muss man einfach mitgehen.“ AC/DC im Original haben schwere Zeiten hinter sich, wissen die beiden Musikerinnen zu erzählen. Im November vergangenen Jahres starb in Australien der Mitgründer und langjährige Gitarrist Malcolm Young infolge seines Demenzleidens im Alter von nur 64 Jahren. Von den Gründungsmitgliedern des Jahres 1973 ist in der Band nur noch Gitarrist Angus Young übrig geblieben.

Weibliche AC/DC-Coverbands gibt es mehrere in Deutschland. „Ruff Stuff“ ist die einzige im Kölner Raum. Hier hat die Formation auch ihre meisten Auftritte. Im AK-Land haben sie noch nicht gespielt – das wird sich in Zukunft ändern, hoffen die beiden Musikerinnen. Klar wissen sie von Vorurteilen gegenüber weiblichen Rockbands. „Manche Veranstalter geben hinterher offen zu, dass sie zunächst skeptisch gewesen sind, ob das was gibt“, erzählt Sabrina Brederlow. Sie würden später Abbitte leisten. „Ihr habt total geil gerockt, mehr als die Männer, heißt es dann“, sagt Verena Grifone-Fuchs und schmunzelt. Auf Facebook finden sich Hörproben der Band. Was sie nicht will, das ist, ihre Vorbilder „nachäffen“, wie es Sabrina formuliert. Zwar orientierten sie sich instrumental stark am Originalsound, doch der Gesang sei durch die Frauenstimme logischerweise „ganz anders“.

Auch in ihrer Bühnenshow setzen sie eigene Akzente. Im Publikum in der ersten Reihe stehen die eingefleischten AC/DC-Fans. „Sie sind leicht zu gewinnen.“ Den Frauen geht es darum, auch die neutralen Besucher mitzureißen. Rockmusik ist Bewegung, ist Action auf der Bühne, für ein zweistündiges Konzert braucht es schon Kondition. „Ein bisschen Sport hilft da schon“, sagt Verena und lacht. Wenn nicht der Sport, dann halten Familie und Kinder die Rockladys auf Trab. Höhepunkte für die Band waren eine Tour durch Italien und der Auftritt auf Festivals vor Tausenden von Fans. Auch in Holland und Belgien standen sie schon auf der Bühne. Verena – Vater Carlo Grifone ist ebenfalls Musiker – hatte das Glück, AC/DC sogar einmal live in deren Heimatland Australien zu sehen. Ein einmaliges, ergreifendes Erlebnis: „Das war super, das ist einfach mehr als nur Musik.“ Dieses Feeling möchten die fünf Musikerinnen als Coverband ebenso vermitteln. Die Band „Ruff Stuff“ wird auch gebucht für private Partys, Firmenfeiern oder sogar Hochzeiten. Dann läuten auf der Feier neben himmlischen auch höllische Glocken wie in dem legendären AC/DC-Song „Hells Bells“.

Anfragen und weitere Infos unter der E-Mail-Adresse contact@ ruffstuff-allgirl.de.

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer
Altenkirchen Betzdorf
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