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    Betzdorf würdigt Verdienste des Blauen Kreuzes

    In Deutschland gibt es 9,5 Millionen Menschen, die Alkohol im Übermaß konsumieren, 1,3 Millionen sind schwer abhängig, jeder Suchtfall berührt weitere fünf Menschen im Familien- und Freundeskreis. 26 000 Kinder und Jugendliche werden jährlich wegen Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, 73 000 Menschen sterben pro Jahr an ihrer Sucht. Tendenz all dieser Zahlen: steigend. Da bedarf es nicht vieler Worte, um die Existenzberechtigung des Blauen Kreuzes zu erkennen, die segensreiche Arbeit zu würdigen, der Suchtkrankenhilfe alle Unterstützung zukommen zu lassen. Der Ortsverein des Blauen Kreuzes in Betzdorf existiert nun schon seit 40 Jahren, Grund genug, diese Jahreszahl mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche Betzdorf und mit einem Festnachmittag im Gemeindesaal der evangelischen Freikirchlichen Gemeinde an der Schützenstraße 15 zu feiern.

    Manfred Rubrecht, Vorsitzender des Ortsvereins Betzdorf des Blauen Kreuzes, freute sich über den vollbesetzten Gemeindesaal.
    Manfred Rubrecht, Vorsitzender des Ortsvereins Betzdorf des Blauen Kreuzes, freute sich über den vollbesetzten Gemeindesaal.
    Foto: Rainer Wirth

    Betzdorf - In Deutschland gibt es 9,5 Millionen Menschen, die Alkohol im Übermaß konsumieren, 1,3 Millionen sind schwer abhängig, jeder Suchtfall berührt weitere fünf Menschen im Familien- und Freundeskreis. 26 000 Kinder und Jugendliche werden jährlich wegen Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, 73 000 Menschen sterben pro Jahr an ihrer Sucht. Tendenz all dieser Zahlen: steigend. Da bedarf es nicht vieler Worte, um die Existenzberechtigung des Blauen Kreuzes zu erkennen, die segensreiche Arbeit zu würdigen, der Suchtkrankenhilfe alle Unterstützung zukommen zu lassen. Der Ortsverein des Blauen Kreuzes in Betzdorf existiert nun schon seit 40 Jahren, Grund genug, diese Jahreszahl mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche Betzdorf und mit einem Festnachmittag im Gemeindesaal der evangelischen Freikirchlichen Gemeinde an der Schützenstraße 15 zu feiern.


    Das taten die Mitglieder des Ortsvereins Betzdorf mit ihrem seit 30 Jahren fungierenden Vorsitzenden Manfred Rubrecht, mit Pastor Markus Aust, Bürgermeister Bernd Brato, dem ehemaligen Blau-Kreuz-Kreisvorsitzenden Karl Ludwig und dem Blau-Kreuz-Bundesgeschäftsführer Reinhard Jahn. Brato zitierte Bert Brecht, der gesagt hatte: „Denn die im Dunklen sieht man nicht“. Und in der Tat, reagiere die Gesellschaft in weiten Teilen intolerant auf Süchte, sei dies immer noch ein Tabuthema, vor allem in der eigenen Familie. Da gebühre dem Ortsverein Betzdorf Lob und Anerkennung. Das Blaue Kreuz helfe, den Weg aus dem Dunklen zu finden, ein befreites Leben ohne Drogen und Süchte zu leben. Das Motto des Erfinders der Glühbirne, Alva Edison, habe geheißen: „Niemals aufgeben“. Und so schaffe es auch das Blaue Kreuz in zahllosen Fällen, Licht ins Dunkel zu bringen, den Suchtbeladenen ein neues Ziel zu geben. Das schafft aber ein Suchtkranker alleine in den wenigsten Fällen, betonte Pfarrer Markus Aust. Den festen Halt gebe es in der Gruppe, Hilfe aber komme von Gott. So wie die Riesen in der Bibel gefallen seien, könne „der Riese Sucht“ auch bekämpft und besiegt werden.
    Festredner Reinhard Jahn rief allen Betroffenen zu, dass Gott krumme Wege gerade machen könne, er stützt und bewahrt und bedient sich dabei aber Menschen, die in seinem Geiste die Bruderliebe weiter tragen und dem Gestrauchelten auf die Beine helfen. Man müsse zwar Menschen annehmen, wie sie eben seien. Aber den größten Dienst könne man ihnen leisten, wenn man ihnen aus enger Sucht in ein weites befreites Leben helfe.
    Auch gesellschaftlich leiste das Blaue Kreuz Besonderes, sagte Jahn. In die Suchbekämpfung müsse der Staat ohne die 1100 Ortsgruppen des Blauen Kreuzes mit ihren 22 000 Helfern Unsummen investieren. Aber Hilfe ohne Selbsthilfe gebe es nicht, daher sei das Blaue Kreuz so notwendig. Er gebe Orientierung fürs Leben, führe zum Christsein hin, wann immer der Suchtkranke dies wolle.
    Umrahmt wurde die Feier von gemeinsam gesungenen Liedern und Liedvorträgen von Petra Bätzing, die am Klavier von Hans-Otto Seinsche begleitet wurde. Nach dem Schlusswort und Gebet setzten sich alle zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Gedankenaustausch zusammen. Rainer Wirth  

        

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