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    Mittelhof-Steckenstein

    Autonarr feiert 50. Geburtstag seines Morris Minor: Sogar ein Mörder fuhr einst in solch einem Auto

    Sein Name ist Morris Minor. Er hat 45 PS, vier Zylinder und schafft 123 Kilometer pro Stunde in der Spitze. Am 5. Oktober feiert das englische Auto von Klaus Rödder aus Mittelhof-Steckenstein seinen 50. Geburtstag. Und in den 1.577.923.200 Sekunden, die der graue Wagen bislang lebte, muss er schon so einiges erlebt haben, ist sich Rödder sicher.

    Mit einem englischen Bowler auf dem Kopf hat sich Klaus Rödder passend zum englischen Auto angezogen. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Uwe Groll feiert er heute den 50. Geburtstag des Morris Minor.  Foto: Sabrina Rödder
    Mit einem englischen Bowler auf dem Kopf hat sich Klaus Rödder passend zum englischen Auto angezogen. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Uwe Groll feiert er heute den 50. Geburtstag des Morris Minor.
    Foto: Sabrina Rödder

    Er selbst fährt den Morris erst seit Anfang Juni, weiß aber, dass er mindestens seit 2000 in Deutschland zugelassen ist, erst in Singen in Baden-Württemberg, dann in Zülpich in der Eifel. Davor muss er längere Zeit stillgelegt gewesen sein. Auch wenn der 54-jährige Steckensteiner nur erahnen kann, welche Straßen und Wege sein Morris schon befahren hat, so kann er zumindest einige Besonderheiten nennen, die den Rechtslenker ausmachen.

    Der Morris Minor war zum Beispiel jener Wagen, den ein Mörder fuhr – zumindest der Mörder in „16 Uhr 50 ab Paddington“, dem ersten Schwarz-Weiß-Film mit Miss Marple. Und genau deshalb ist dieses Auto so etwas Besonderes für Klaus Rödder. Der Steckensteiner hat ein Faible sowohl für alte Sachen als auch für England. Und damit sein altes Goldstück noch lang hält, fährt er es nur einmal die Woche. Und dann nur höchstens 80 Kilometer pro Stunde, um die Maschine nicht zu strapazieren. „Wie heißt es so schön?“, fragt Klaus Rödder. „Mit einem Oldtimer sollte man nur Fahrten zum Erhalt des Fahrzeuges machen.“ Den Morris Minor nur in der Garage stehen zu haben, wäre aber keine Option, sagt der 54-Jährige: „Es ist ja ein Fahr- und kein Stehzeug.“

    Damals sammelte der Steckensteiner, der bei der Lebenshilfe angestellt ist, eine Zeit lang Oldtimer. Insgesamt sieben Stück standen in seiner Garage. Schon länger war Rödder nun wieder auf der Suche nach einem neuen „Spielzeug“. Bei seinen Reisen in England schaute er sich immer mal wieder einen Morris an. „Doch mir war das zu riskant, dort einen zu kaufen. Weil ich ja nicht wusste, ob der deutsche TÜV sein Okay zur Zulassung gibt. Ich wollte kein Geld in den Sand setzen.“

    Ende Mai, Anfang Juni machte Rödder dann Nägel mit Köpfen. Ein Motorradunfall in Siegenthal, bei dem er Ersthelfer war, war der ausschlaggebende Punkt. Denn das „Spielzeug“, was Rödder zuletzt fuhr, war auch ein Motorrad. „Der Verletzte war in meinem Alter“, sagt Rödder, der 33 Jahre lang Motorrad fuhr. Plötzlich dachte Rödder anders über das Motorradfahren.

    Auch Uwe Groll, der Lebensgefährte von Klaus Rödder, hat Gefallen an dem englischen Pkw gefunden. „Man muss ein Liebhaber sein“, sagt der 50-Jährige, der den Spleen seines Partners unterstützt. „Denn von Komfort ist keine Rede.“ So riecht der Morris sehr alt. Zudem hat er weder ein Radio noch einen Sicherheitsgurt. Diesen dürften Klaus und Uwe aber ohnehin nicht nachrüsten, weil der Oldtimer dann seinen historischen Wert verlieren würde. Klaus spricht ebenso die Form des Wagens an, die ihm gut gefällt: „Die Form ähnelt einem VW Käfer. Der ist praktisch das deutsche Pendant zum englischen Morris. Außerdem sehe ich es als Herausforderung an, dass man rechts sitzt.“ Dass im Straßenverkehr nichts passiert, darauf achtet Ronnie Raymond, der im Miss-Marple-Film „16 Uhr 50 ab Paddington“ einen Auftritt hatte. Denn bei einem Treffen mit Klaus und Uwe sagte Ronnie: „Vergesst nicht, rechts zu fahren.“ Nun klebt sein Gesicht mit den Worten „Don't forget to drive right“ auf dem Armaturenbrett.

    Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

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