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Betzdorf

Auch Stadtwerke sind bei Stromnetz eine Möglichkeit

Mehr als 90 von 115 Gemeinden im Kreis Altenkirchen haben sich bei den Stromkonzessionen für Eon entschieden. Auch in der Verbandsgemeinde Kirchen stimmten Friesenhagen und Niederfischbach für Eon. In Mudersbach und Brachbach wird eine Entscheidung für Eon erwartet. Bei den Konzessionsverträgen geht es um den Betreiber der Stromnetze. Zu trennen ist das vom Lieferanten der elektrischen Energie. Da kann jeder Bürger frei entscheiden. Seit mehr als 80 Jahren befindet sich das Stromnetz im AK-Land beim RWE. Nun bietet Eon nach Ansicht vieler Räte die besseren Konditionen.

Betzdorf – Mehr als 90 von 115 Gemeinden im Kreis Altenkirchen haben sich bei den Stromkonzessionen für Eon entschieden. Auch in der Verbandsgemeinde Kirchen stimmten Friesenhagen und Niederfischbach für Eon. In Mudersbach und Brachbach wird eine Entscheidung für Eon erwartet. Bei den Konzessionsverträgen geht es um den Betreiber der Stromnetze. Zu trennen ist das vom Lieferanten der elektrischen Energie. Da kann jeder Bürger frei entscheiden. Seit mehr als 80 Jahren befindet sich das Stromnetz im AK-Land beim RWE. Nun bietet Eon nach Ansicht vieler Räte die besseren Konditionen.

 


Aber im Kreis Altenkirchen gibt es Gemeinden, die sich noch nicht für Eon oder RWE entschieden haben. Die Stadt Kirchen, alle Gemeinden (Alsdorf, Betzdorf, Grünebach, Scheuerfeld, Wallmenroth) in der Verbandsgemeinde Betzdorf und Herdorf diskutieren das Thema neu. Gemeinsame Stadtwerke, die das Stromnetz übernehmen, sind nicht ausgeschlossen. „Es wird in alle Richtungen geprüft“, sagen Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato und Kirchens Stadtbürgermeister Wolfgang Müller.
Ergebnisoffen soll diskutiert werden. Expertenrat muss noch eingefordert werden. So geht es auch darum, ob es möglich ist, nun erneut in Diskussionen einzusteigen. „Kirchen kann das nicht allein stemmen“, sagt Müller. Auch der Stadtrat gehe den Weg mit. In den anderen Räten soll das noch entschieden werden.
Mit einem Stromnetz in eigenen Händen, so die Hoffnung, könnte Gewinn gemacht werden. Es gibt aber kritische Stimmen. Mit dem Kauf des Stromnetzes könnten sich Gemeinden übernehmen. Und bei Eon-Mitte muss Vorstand Wilckens gehen. Mutterkonzern Eon gefällt angeblich nicht, dass der Manager im Kreis die Konzessionsverträge zu Bedingungen abschloss, die eine zu geringe Gewinnmarge bringen.
Brato und Müller wollen nun Zahlen auf dem Tisch haben, um auf solider Basis Entscheidungen treffen zu können. Wenn der bestehende Konzessionsvertrag auch Ende Februar auslaufe, so habe man ein Jahr Übergangsfrist, um zu entscheiden. Dass diese Diskussionen nun sehr spät beginnen, sehen Brato und Müller ein. „Es ist spät, aber nicht zu spät“, findet Brato.
Richtig in Gang gekommen sind die Diskussionen nach der Entscheidung der kreisweiten Arbeitsgruppe, den neuen Konzessionsvertrag mit Eon abzuschließen. Da wurde RWE plötzlich wach und kämpfte weiter um die Konzession. Das machte Ratsmitglieder stutzig. Mit dem Stromnetz, so ihre Auffassung, kann wohl doch Geld verdient werden. „Es wird nun geprüft, ob sich das rechnet“, brachte es Müller auf den Punkt. Eine Sache, die auch in Wissen, das eigene Stadtwerke hat, weiterhin in der Diskussion ist.

Altenkirchen Betzdorf
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