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    Rott

    Überraschende Nachricht: Die alte Eiche darf nun doch stehen bleiben

    Totgesagte leben länger. Das bekannte Sprichwort dürfte auf die alte Eiche in Rott auf jeden Fall zutreffen. Denn dem ortsprägenden Baum drohte in der Vergangenheit schon mehrmals das Ende durch die Kettensäge.

    Immer wieder drohte der alten Eiche in Rott das Ende durch die Kettensäge. Dieses Schicksal scheint nun endgültig abgewendet. Ein neues Gutachten bestätigt dem Baum ausreichende Standsicherheit. Foto: Heinz-Günter Augst
    Immer wieder drohte der alten Eiche in Rott das Ende durch die Kettensäge. Dieses Schicksal scheint nun endgültig abgewendet. Ein neues Gutachten bestätigt dem Baum ausreichende Standsicherheit.
    Foto: Heinz-Günter Augst

    Eigentlich sollte auch jetzt der Ortsgemeinderat aus Rott darüber beraten, ob der Baum gefällt werden oder als sogenannter Habitatbaum stark zurückgeschnitten und erhalten bleiben soll. Von beiden Möglichkeiten riet Olaf Riesner-Seifert von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Altenkirchen nun den Männern und Frauen des Rates ab. Er überbrachte in der jüngsten Sitzung des Gremiums nämlich eine überraschende Nachricht: „Die Eiche ist unheimlich vital, hat eine gute Versorgung und eine ausreichende Standsicherheit.“ Damit brachte er genau das Gegenteil von dem zum Ausdruck, was ältere Gutachten ergeben hatten. Wegen eines Pilzbefalls ist der Baum in der Ortsmitte von Rott nämlich innen hohl, die Standsicherheit schien gefährdet. Doch mit Hilfe neuer Untersuchungstechniken konnte festgestellt werden, dass die Eiche mindestens über eine Restwandstärke von 22 Prozent verfügt und somit die Bedingungen für eine langfristige Erhaltungsperspektive erfüllt. Voraussetzung dafür allerdings ist laut Riesner-Seifert, dass der Baum nicht gekappt wird.

    „Wenn die Eiche zurückgeschnitten wird, schürt man sogar noch das Pilzwachstum“, gab der Experte zu verstehen. Und: „Manches wurde in der Vergangenheit vielleicht falsch eingeschätzt.“ Für diese Worte gab es im Landgasthof „Zur alten Eiche“ in Rott, in dem zahlreiche Zuhörer die Sitzung des Gemeinderates verfolgten, Applaus und sichtbare Erleichterung in den Gesichtern der Anwesenden. Denn die Rotter hatten für ihre Eiche gekämpft, sich zuletzt sogar mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des ortsbildprägenden Baumes starkgemacht.

    Olaf Riesner-Seifert bot dem Rat an, die Gemeinde bei den anstehenden Pflegeschnitten im Frühjahr zu unterstützen. „Der Baum kann fast so bleiben, wie er ist“, meinte er. Letztendlich stünden auch die Zeichen gut, den Baum wieder als Naturdenkmal einzustufen. Dann könnten Gemeinde und Kreis in Zukunft die Verantwortung, die Fürsorge und die Kosten für die Pflege des Baumes gemeinsam tragen. Hier komme die bewährte Altenkirchener „Drittelregelung“ zur Anwendung. Heißt: Zu jeweils einem Drittel würden die Kosten von dem Eigentümer, der Gemeinde und dem Kreis getragen. Weil die Ortsgemeinde nun auch Eigentümer des Baumes ist, würden auf sie zwei Drittel aller Erhaltungs- und Pflegekosten zukommen, die sich laut Riesner-Seifert aber in einem überschaubaren Rahmen halten.

    Die Rechnung für das jüngste Gutachten will übrigens auch der Kreis begleichen. „Im Falle der Rotter Eiche brauchten und wollten wir Klarheit“, sagte Riesner-Seifert. Er machte Ortsbürgermeister Klaus Kölschbach und den Mitgliedern des Gemeinderates Mut: durchhalten, weitermachen und nach vorne schauen sei jetzt genau richtig. Mit der Frage „Was ist schon Rott ohne diese schöne Eiche?“ brachte Riesner-Seifert das auf den Punkt, was eben auch die meisten Bürger aus Rott denken. „Die Eiche ist ein Aushängeschild der Gemeinde“, stimmte Kölschbach zu. Natürlich, der Baum wird nicht ewig leben. Aber in den nächsten Jahren wird er erhalten bleiben. Im Jahr 2020 steht dann eine erneute Kontrolle an.

    Von unserer Reporterin Beate Christ

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