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    Viele deutsche Standorte in Japan wieder in Betrieb

    An vielen deutschen Unternehmensstandorten in Japan wird wieder gearbeitet. Aber es ist kein «business as usual». Die Lage wird permanent beobachtet, wie ein Schott-Sprecher sagt.

    Ludwigshafen/Mainz/Ingelheim (dpa/lrs) – Zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben haben rheinland-pfälzische Firmen in Japan die Probleme überwiegend im Griff. Der Mainzer Technologiekonzern Schott hat die Produktion in einem zeitweise stillgelegten Betrieb «bei permanenter weiterer Beobachtung der Lage» wieder aufgenommen, und auch beim Chemiekonzern BASF wird an nahezu allen Standorten wieder gearbeitet.

    Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern Boehringer Ingelheim muss allerdings weiter auf einen seiner fünf japanischen Standorte verzichten: Der kleine Produktionsbetrieb in Fukushima sei evakuiert und geschlossen, sagte eine Unternehmenssprecherin. «Das Werk liegt innerhalb der Sperrzone um das Atomkraftwerk.» Unterdessen werden an der Atom-Ruine in Fukushima immer mehr Arbeiter verstrahlt.

    Die BASF hat einige mittlere und größere Standorte wieder in Betrieb genommen. Auch an vielen kleineren Bauchemie-Standorten im ganzen Land werde wieder gearbeitet, teilt der Konzern mit. Andere BASF-Standorte produzieren nur begrenzt oder sind sicherheitshalber noch heruntergefahren. Auch die Unternehmenszentrale in Tokio ist noch dicht. Insgesamt betreibt die BASF 27 Produktionsstandorte und 8 anwendungstechnische Labors in Japan, wo der Konzern 1740 Mitarbeiter beschäftigt. Die BASF hat ebenso wie der Schott-Konzern Spenden für die Katastrophenopfer angekündigt.

    Schott hat nach vorübergehender Schließung einen 320 Mitarbeiter zählenden Produktionsstandort im Großraum Tokio wieder in Betrieb genommen. Auch die 35 Mitarbeiter des Vertriebsbüros in Tokio konnten die Arbeit wieder aufnehmen. Zwischendurch habe es nur eine Notbesetzung gegeben, sagt Schott-Sprecher Klaus Bernhard Hofmann. Der Konzern hat in Japan noch zwei weitere Standorte, die von der Katastrophe aber nicht betroffen waren. Insgesamt arbeiten 550 Menschen für Schott in Japan.

    Boehringer Ingelheim beschäftigte vor der Katastrophe in Japan 3000 Mitarbeiter an fünf Standorten. Nun ist das Werk in Fukushima geschlossen. An zwei anderen Standorten wird produziert, am dritten befindet sich die Forschung, am vierten haben Verwaltung und Headquarter Japan ihren Sitz.

    dpa-Landesdienst
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