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    Nürburg

    Verein protestiert bei EU-Kommission gegen Verkauf des Nürburgrings

    Der Verein «Ja zum Nürburgring» will den Verkauf der Rennstrecke rückgängig machen. Es sei Beschwerde gegen die Entscheidung der EU-Kommission eingelegt worden, dass der Verkauf an den Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn korrekt gelaufen sei, sagte ein Vereinssprecher am Samstag und bestätigte einen Bericht der «Wirtschaftswoche». Die Kommission sei falsch informiert gewesen. Der Verein fordere sie auf, noch einmal zu prüfen, ob das Geschäft mit EU-Recht in Einklang stehe. «Wir wollen eine langfristig stabile, gute Lösung für den Nürburgring erreichen», sagte Vereinssprecher Dieter Weidenbrück.

    Glasscheibe mit dem Logo "Nürburgring"
    Prozess zum Nürburgring.
    Foto: Roland Weihrauch/Archiv - DPA

    Der Sanierungsgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Thomas Schmidt, und der Sachwalter Jens Lieser wiesen die Vorwürfe des Vereins zurück. Bei der EU-Kommission war zunächst niemand für eine Bestätigung der Vereinsangaben zu erreichen.

    Die Kommission hatte am 1. Oktober bemängelt, der Nürburgring habe zu Unrecht staatliche Beihilfen von fast einer halben Milliarde Euro erhalten. Zugleich segnete sie den Verkauf für 77 Millionen Euro an Capricorn ab. Die Rennstrecke sei «in einem offenen und transparenten Bietverfahren zu ihrem Marktwert» an Capricorn gegangen, entschied die Kommission. Somit hafte Capricorn nicht für die Rückzahlung der Beihilfen. Der Zulieferer konnte jedoch bereits die zweite Rate des Kaufpreises nicht bezahlen. Seine Anteile übernahm im Oktober der russische Unternehmer Viktor Charitonin.

    Nach dem Willen des Vereins soll die neue EU-Kommission den Beschluss aufheben, dass der Verkauf europarechtlich ok war. Eine zentrale Voraussetzung für den Zuschlag an Capricorn, die Finanzierungssicherheit, habe gar nicht vorgelegen. Der Weiterverkauf an Charitonin sei darüber hinaus intransparent und somit europarechtswidrig.

    «Der Verkaufsprozess über die Vermögenswerte des Nürburgrings ist EU-konform erfolgt», teilten Schmidt und Lieser dagegen mit. Das habe die EU-Kommission am 1. Oktober bestätigt. Ihr hätten alle relevanten Informationen und Unterlagen vorgelegen. Auch über den Gesellschafterwechsel bei der Käuferin, der Capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH, sei die Kommission informiert worden. Der Wechsel habe keine Auswirkung auf den Verkauf des Nürburgrings.

    Verein Ja zum Nürburgring

    dpa-Landesdienst
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