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Mainz

Tattoo-Regeln gelten für rheinland-pfälzische Polizei seit langem

Während geplante Vorgaben für Tattoos und Piercings bei der baden-württembergischen Polizei für Aufregung sorgen, gelten in Rheinland-Pfalz ähnliche Regelungen seit langem. Bereits vor zehn Jahren sei das Rundschreiben «Erscheinungsbild der Polizei Rheinland-Pfalz – Tragen der Dienstkleidung» versandt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz mit. Darin gibt es auch Ausführungen zur Haar- und Barttracht, dem Tragen von Schmuck oder Tätowierungen. Solange die tätowierten Stellen von der Uniform vollständig bedeckt werden, ist der Körperschmuck demnach kein Problem, erklärte der Ministeriumssprecher.

Nicht zulässig sind allerdings Tätowierungen an Körperstellen, die beim Tragen der Uniform sichtbar sind. «Das bedeutet, dass beispielsweise aus dem Kragen wuchernde Tattoos nicht geduldet werden, ebenso wenig Tätowierungen auf den Händen oder im Gesicht», erläuterte der Sprecher. Das gelte grundsätzlich auch für Piercings, die zwar von der Dienstkleidung verdeckt sind, sich aber unter dem Uniformhemd abzeichnen. «Mit Blick auf kurzärmelige Sommerhemden sind auch Tätowierungen auf den Unterarmen problematisch.»

Ein geplantes Verbot für sichtbare Tattoos bei Polizisten schlägt derzeit in Baden-Württemberg Wellen. Gewerkschafter sehen gar eine Prozesslawine auf das Land zukommen.

Nach den Worten des Ministeriumssprechers in Mainz ist für Repräsentanten des Staates ein seriöses, gepflegtes Erscheinungsbild und ein korrektes Auftreten unabdingbar. «Zudem belegen wissenschaftliche Studien, dass ein korrektes Erscheinungsbild und Auftreten der Polizei maßgeblichen Einfluss auf die Akzeptanz hat – und dazu beiträgt, Angriffe auf Polizeibeamte zu reduzieren.»

Gehe es um Tätowierungen, die bei einem angehenden Polizeibeamten gestochen wurden, bevor dieser sich für den Polizeidienst beworben hat, dann seien «sensible Einzelfallentscheidungen» gefragt, erklärte der Sprecher. Dann müsse je nach Art der Verzierung beurteilt werden, ob sie noch mit dem Anspruch des Landes Rheinland-Pfalz an das öffentliche Auftreten seiner Beamten vereinbar ist oder nicht.

dpa-Landesdienst
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