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    Saar-Regierung: Trinkwasserverseuchung mit Grubenwasser ausschließen

    Saarbrücken (dpa/lrs) - Zum Schutz des Trinkwassers hat die saarländische Landesregierung den Bergwerksbetreiber RAG aufgefordert, sein Konzept für die künftige Wasserhaltung in den Gruben nachzubessern. Damit sollen jegliche Gefahren für Mensch und Umwelt durch die Hinterlassenschaften des Bergbaus ausgeschlossen werden, wie Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag in Saarbrücken erklärte. Zwingend notwendig sei, dass das Trinkwasser erst gar nicht mit dem Grubenwasser in Kontakt komme.

    Anke Rehlinger
    Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.
    Foto: O. Dietze/Archiv - DPA

    In den vergangenen Jahrzehnten wurden im Saarland Schächte und Strecken mit - zum Teil Asbest-haltigen - Baustoffen verfüllt. Dies sei aber in dem bislang vorliegenden Konzept nicht berücksichtigt worden, sagte Rehlinger. Bei der Überprüfung gehe «Gründlichkeit vor Schnelligkeit». Die Bergbaubehörden versuchen seit Wochen, sich einen Überblick über Mengen und genaue Ablagerungsorte zu verschaffen. Sondermüll - etwa Asche und Filterstäube - wie in Nordrhein-Westfalen wurden nach RAG-Angaben im Saarland nicht eingelagert.

    Jede geplante Maßnahme für die Wasserhaltung werde auch mit Gutachten auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft, betonte Rehlinger. Dies werde Monate in Anspruch nehmen. Sie schätzt, dass eine erste Teilgenehmigung für das Fluten der unterirdischen Hohlräume erst in rund einem Jahr vorliegt. Die RAG plant die Bergwerke bis 2035 komplett zu fluten. Umweltschützer befürchten, Giftstoffe könnten das Trinkwasser, Flüsse und Seen verunreinigen.

    Die Bergbaubehörden haben keine Hinweise darauf, dass im Saarland systematisch Sondermüll in Grubenweiher gekippt wurde. Das berichteten Vertreter des Wirtschaftsministeriums im Ausschuss für Grubensicherheit des Landtags in Saarbrücken. Der Saarländische Rundfunk hatte anonym einen Lastwagen-Fahrer mit den Angaben zitiert, in die früheren Absinkweiher Maybach und Reden sei auch Sondermüll - wie Öl und Benzinreste - geschüttet worden. Rehlinger rief die Bevölkerung auf, sich mit solchen Hinweisen direkt an die Behörden zu wenden.

    dpa-Landesdienst
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